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Eine LED-Anlage fürs Stadion Vogelgesang

50.000 Euro Mehrkosten Eine LED-Anlage fürs Stadion Vogelgesang

350.000 Euro waren für den Bau einer Flutlichtanlage am Rathenower Stadion Vogelgesang vorgesehen. Nun sollen 50.000 Euro mehr für energiesparende LED-Technik ausgegeben werden. Die Entscheidung fällen am 20. April die Stadtverordneten. In den Fachausschüssen stieß der Plan mehrheitlich auf Zustimmung.

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Weil Partien der Regionalliga im Fernsehen übertragen werden, muss zu jeder Tageszeit für ausreichend Licht gesorgt sein.

Quelle: Heike Wilisch

Rathenow. Die Installation einer Flutlichtanlage im Stadion Am Vogelgesang steht schon seit Jahren auf der städtischen Investitionsliste. Und näher als im Moment war man dem Ziel noch nie. Das Land Brandenburg hat 200 000 Euro für die Investition zugesagt, der Kreis will das Vorhaben mit 100 000 Euro aus dem „Goldenen Plan Havelland“ fördern. Und die Stadt hat sich entschlossen, 50000 Euro beizusteuern, wovon 90 Prozent aus dem Konjunkturpaket für finanzschwache Kommunen entnommen werden sollen. Damit wäre die ursprünglich errechnete Investitionssumme von 350 000 Euro zusammen.

Doch neuesten Berechnungen zufolge wird die Anlage noch einmal um 50000 Euro teurer. „Wir haben uns gemeinsam mit dem FSV Optik Rathenow für stromsparende LED-Technik entschieden“, sagt Hans-Jürgen Lemle, der 1. Beigeordnete im Rathenower Rathaus. Zwar stiegen dadurch die Investitionskosten um besagte 50000 Euro. Aber auf lange Sicht hole man das Geld über die erheblich geringeren Betriebskosten wieder rein. Außerdem sei es nicht klug, eine neue Anlage zu bauen und diese mit veralteter, energiefressender Lichttechnik zu bestücken, so Lemle.

Geld aus dem Programm für finanzschwache Kommunen

Auch die zusätzlichen 50 000 Euro sollen über das Programm für finanzschwache Kommunen aufgebracht werden. Nach der Verplanung der Mittel in Höhe von knapp drei Millionen Euro – das meiste Geld wird für Kitas und Schulen ausgeben – steht nach Auskunft der Stadt noch ein Restbetrag in Höhe von 150 000 Euro zur Verfügung. Wenn also 100 000 Euro für die Flutlichtanlage entnommen würden, könnte trotzdem alle beschlossenen Investitionen in die Bildungsinfrastruktur ohne Abstriche umgesetzt werden.

In den Fachausschüssen Bildung und Finanzen stimmte jeweils eine Mehrheit für die zusätzliche Ausgabe. Das Argument, dass bei Untätigkeit der Stadt auf Fördermittel von Land und Kreis in Höhe von 300000 Euro verzichtet werden müsste, ließ die meisten Abgeordneten trotz einiger Bedenken zustimmen. Die endgültige Entscheidung fällt am Mittwoch, den 20. April in der Stadtverordnetenversammlung.

Entscheidung fällt in der SVV

Dass am Vogelgesang überhaupt eine Flutlichtanlage gebaut werden muss, hat mit Anforderungen zu tun, die der Nordostdeutsche Fußballverband an Viertligisten stellt. Demnach müssen Vereine, die wie der FSV Optik Rathenow in der Regionalliga spielen, über ein Stadion mit Flutlichtanlage verfügen. Bislang kicken die Rathenower mit einer Sondergenehmigung. Die gilt aber nur, wenn sich der Verein sich verpflichtet, in absehbarer Zeit eine entsprechende Anlage zu errichten. Das soll nun geschehen. Die Tatsache, dass der FSV Optik in der aktuellen Saison Gefahr läuft, aus der Regionalliga abzusteigen, ist für die Befürworter der Flutlichtanlage kein Argument. Denn die Chance einer Wiederaufstiegs ist immer gegeben. Spätestens dann käme das Thema Flutlicht wieder auf die Tagesordnung.

Von Markus Kniebeler

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