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Havelland Eine Leidenschaft für bunte Knöpfe
Lokales Havelland Eine Leidenschaft für bunte Knöpfe
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00:29 20.08.2015
Petra Wegener mit einer Auswahl indischer Deko-Artikel. Quelle: M. Kniebeler
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Rathenow

Ein Schrankknopf ist ein Schrankknopf. Wird mitgeliefert, angeschraubt und fristet bis zum Ende seiner Existenz ein unscheinbares Dasein. In Deutschland ist das so. In Indien sieht man das allerdings nicht so nüchtern wie hierzulande. Dort ist ein Schrankknopf ein dekoratives Element, mit dem man dem häuslichen Ambiente eine persönliche Note verleihen kann. Die runden Keramikknöpfe gibt es in allen erdenklichen Farbkombinationen. Sie sind einfach zu montieren und können farblich auf die Einrichtung des Zimmers, in dem der Schrank steht, abgestimmt werden.

Petra Wegener hat von jeher ein Faible für die schönen Sachen. Und weil es ihrer Meinung nach in Indien besonders viele Accessoires gibt, die das Leben freundlicher machen, hat die Rathenowerin aus ihrer Leidenschaft ein kleines Geschäft gemacht. Ganesha Dekoknopf lautet der Titel ihres Internetvertriebs, den sie von einem winzigen Büro im Rathenower Heimstättenweg betreibt.

Hauptsache, der Kunde ist zufrieden

Ende des vergangenen Jahres wagte sie den Schritt in die Selbstständigkeit. Und obwohl sie bestimmt noch keine Reichtümer mit den bunten Knöpfen, die sie für 1,99 Euro anbietet, angehäuft hat, bereut sie die Entscheidung nicht. „Ich freue mich über jede Bestellung“, sagt sie. „Egal, ob einer nur zwei Knöpfe bestellt oder 20.“ Hauptsache, die Leute seien mit der Ware zufrieden. Und das seien bislang alle gewesen.

Neben den Knöpfen hat Petra Wegener noch diversen anderen Schmuck aus Indien im Angebot: Kleine Buddhas aus Messing, holzgeschnitzte Elefanten, Türklopfer aus Metall und Ganeshas in allen Variationen: jene Menschenfiguren mit Elefantenkopf und kugelrundem Bauch, die von religiösen Indern verehrt werden. Die Knöpfe aber gehen bislang am besten. Wahrscheinlich, weil Nutzen, Schönheit und Preis bei ihnen in einem idealen Verhältnis stehen.

Die Frage, wie eine gebürtige Rathenowerin dazu kommt, indische Dekorationsartikel zu vertreiben, wurde am Anfang dieses Textes bereits zum Teil beantwortet. Ein Faible für die bunte Welt des Orients habe sie seit Teenagerzeiten, sagt die 54-Jährige. Räucherstäbchen, Tücher, wallende Gewänder. Später kam dann die Liebe zu den Bollywood-Filmen dazu – jenen Streifen, in denen mit grellbunten Farben und viel Tanz ein idealisiertes Indienbild gezeichnet wird.

Überragende Gastfreundschaft

Als Petra Wegener 2008 erstmals auf den Subkontinent reiste, lernte sie auch das andere Indien kennen. Die bittere Armut vieler Menschen, das rigide Kastensystem, den permanenten Mangel. Auf der anderen Seite war da die Gastfreundschaft, mir der man ihr begegnete. Wildfremde Menschen, die sie zum Essen einluden, sie durchs Land führten, ihr ein Bett zum Übernachten anboten, obwohl sie selber kaum Platz hatten. „Diese Freundlichkeit hat mich sehr beeindruckt“, sagt Petra Wegener.

Seit 2008 ist sie fast jedes Jahr in Indien gewesen. Mit der Familie ihres ersten Reiseführers verbindet sie heute eine echte Freundschaft. Er ist es auch, der sich um den Nachschub an Deko-Artikeln kümmert. In seiner Heimatstadt Delhi besorgt er die bunten Knöpfe und was sonst noch aus Rathenow geordert wird und schickt es in den Heimstättenweg. Eine echt deutsch-indische Kooperation also, auf Freundschaft und Vertrauen gegründet. Fast so schön wie Bollywood!

Von Markus Kniebeler

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