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Eine Moosleuchte, die Lärm schluckt

Dallgow-Döberitz Eine Moosleuchte, die Lärm schluckt

Die Dallgower Firma Easy Lights gehört zu den Nominierten für den Brandenburger Designpreis 2017. Dafür hat sie ein ungewöhnliches Leichtmittel vorgestellt: eine mit Naturmoos verkleidete Leuchte, die auch Geräusche schluckt.

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Lichtquelle mit Moos.

Quelle: promo

Dallgow-Döberitz. Dallgow strahlt. Die Firma Easy Lights macht es möglich. Sie wurde jetzt mit ihrer Moos-Leuchte für den Designpreis Brandenburg vorgeschlagen. Geschäftsführer Uwe Kirsch strahlte auch. „Schon die Nominierung ist eine Anerkennung für unser neuestes Produkt“, freut er sich. Die in Dallgow ansässige Firma, die intelligente und ausgefallene Bürobeleuchtungssysteme entwickelt, hatte sich mit ihrer „akustisch wirksamen Moosleuchte“ beworben und gehört nun zu den vier in der Kategorie „Lichtdesign“ nominierten Ideen.

Insgesamt hatten sich rund 150 Designer, Unternehmen und Agenturen um den Designpreis des Landes Brandenburg beworben, der wird in den Kategorien Produktdesign, Kommunikationsdesign und Lichtdesign vergeben. Der Preis ist mit 20 000 Euro dotiert. Außerdem wird noch eine Auszeichnung für den Nachwuchs vergeben. „Wir wollen dazu beitragen, das Bewusstsein für Design als Klammer zwischen Kreativwirtschaft und Industrie zu schärfen“, hat Wirtschaftsminister Albrecht Gerber das Engagement des Landes in der Sache begründet. Eine achtköpfige Jury hatte die besten Arbeiten ausgewählt und die Nominierten benannt. Verliehen wird der Preis am 9. Oktober, dann bereits zum sechsten Mal. Die Nominierten und Prämierten werden anschließend zu den Designtagen präsentiert.

Teilnahme ist gut, gewinnen ist besser, hoffen nun Uwe Kirsch und seine Mitstreiter auf die Auszeichnung. Dabei zeichnet sich ihr Produkt auf den ersten Blick durch besondere Originalität aus. Die Moosleuchte ist auch eine mit Moos. Echtes Moos ummantelt den Metallkörper und gibt ihm ein warmes Aussehen. „Das Moos habe ich lange gesucht“, erzählt Uwe Kirsch. Nachdem die Idee für so eine Leuchte da war, hat er geeignetes Moos in Schweden gefunden. Dort werden die Pflanzen geerntet, in Italien werden sie so präpariert, dass sie nicht vertrocknen, sondern ihr frischen Grün behalten.

Aber nicht nur mit der Optik will das Produkt punkten, sondern auch durch seine Doppelfunktion. Denn die Leuchte absorbiert Schall und ist klimatechnisch aktiv. „Moos ist ein Naturmaterial, es ist stark schallabsorbierend“, beschreibt Uwe Kirsch die Grundlage seiner Idee. Als Basis für die Leuchte dient ein von der Firma entwickeltes sensorgesteuertes Leuchtenmodul für die Deckenmontage, das mit Naturmoos beklebt wird.

Ebenfalls in der Kategorie nominiert sind aus Michendorf die Mawa Design GmbH, (die Firma hat unter anderem das Ribbecker Schloss ausgestaltet), die Lichtvision Design GmbH Schwedt und Filumen Cast Potsdam.

Von Marlies Schnaibel

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