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Havelland Eine Spielekonsole aus Gold
Lokales Havelland Eine Spielekonsole aus Gold
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00:19 22.12.2015
Lea (10) und Maximilian Schmidt-Breitung. Quelle: Laura Sander
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Falkensee

Der Duft von Bratäpfeln liegt in der Luft, die Weinachtsbeleuchtung leuchtet hell – Besinnlichkeit ist in das Falkenseer Kinderhaus in der Nauener Straße eingezogen. Der große Stapel bunt verpackter Geschenke auf dem Küchentresen zieht die Blicke der kleinen Bewohner auf sich. Das Team der Falkenseer Zahnarztpraxis Schmidt-Breitung stattete der Einrichtung am Donnerstag einen Besuch ab, im Gepäck eine nagelneue Spielekonsole mit Zubehör. „Über das ganze Jahr sammeln wir das Zahngold unserer Patienten. Viele spenden es gerne, wenn sie von der Aktion hören“, so Zahnarzt Maximilian Schmidt-Breitung, der mit seiner Praxis im letzten Jahr Eröffnung feierte. Kurz vor Weihnachten wird das gespendete Altmetall dann eingeschmolzen und die Summe vom Praxisteam noch einmal aufgerundet. Etwa 650 Euro kamen so zusammen. „Wir machen das jetzt schon im zweiten Jahr. Eine schöne Tradition, an der sich möglicherweise nun auch andere Praxen beteiligen.“ Für das Kinderhaus hat sich Schmidt-Breitung bewusst entschieden. „Man muss gar nicht so weit in die Ferne spenden, wenn es so viele unterstützenswerte Projekte in der Nähe gibt.“

Derzeit wohnen neun Kinder aus schwierigen Verhältnissen dauerhaft in der Nauener Straße. Sie kommen aus Berlin, Potsdam und Umgebung. „Die Kinder werden aus den Brennpunkten geholt und kommen hier in Falkensee zur Ruhe“, erzählt Betreuer und Träger Ronald Kallin. Sechs Erzieher und Pädagogen betreuen die Kinder rund um die Uhr. Zwei Lehrer unterrichten vor Ort. „Es ist oft chaotisch, aber eigentlich klappt das Zusammenleben sehr gut“, so Kallin, der das Haus in Falkensee seit sieben Jahren betreibt. Vorher leitete er eine Einrichtung in Flensburg. „Wir kommen aus Berlin. Irgendwann hat es uns wieder in die Heimat gezogen.“

Bei gutem Wetter sind die Kinder oft draußen bei den Hühnern oder spielen Fußball. Im Winter oder bei schlechtem Wetter sind sie in diesen Aktivitäten stark eingeschränkt. Da kommt die neue Spielekonsole gerade richtig. „Am liebsten hätte ich natürlich ein echtes Pferd bekommen, aber die Konsole ist auch total toll“, freut sich die 10-jährige Lea aus Berlin. „Ich kenne den Doktor schon länger. Er kümmert sich um meine Zähne und ist immer sehr nett“, so das fröhliche Mädchen. „Wir freuen uns sehr über die Unterstützung. Aus unseren knappen Mitteln wäre die Anschaffung einer Spielekonsole nicht denkbar gewesen“, sagt Ronald Kallin. Ob das neue Spielzeug auch funktioniert, musste natürlich noch am selben Abend ausprobiert werden.

Weihnachten verbringen die meisten Kinder im Kreis ihrer Familien und nicht in der Falkenseer Einrichtung. „Nach den Feiertagen kommen wir aber noch einmal zusammen und feiern gemeinsam“, so Kallin.

Von Laura Sander

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