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Havelland Weltbummlerin kehrt heim – und ist schon wieder auf dem Sprung
Lokales Havelland Weltbummlerin kehrt heim – und ist schon wieder auf dem Sprung
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10:38 29.03.2018
Von Januar 2017 bis März 2018 reiste die gebürtige Havelländerin Susanne Meier (r.) unter anderem durch Südamerika und Indien. Was diese Reise so besonders gemacht hat, waren nicht zuletzt die Begegnungen mit Menschen. Quelle: Privat
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Rathenow

15 Monate Abenteuer, atmeberaubende Landschaften, unterschiedlichste Kulturen und Menschen, unzählige unvergessliche Erlebnisse und neue Freundschaften. Seit Januar 2017 ist Susanne Meier unterwegs, ohne festen Wohnsitz, dafür stets mit einer Yoga-Matte im Gepäck und jeder Menge positiver Energie.

Indien, Sri Lanka, Nepal, Brasilien, Kolumbien, Argentinien, Bolivien und Uruguay – acht Länder hat die gebürtige Havelländerin Susanne Meier in den letzten 15 Monaten bereist und dabei traumhafte Landschaften gesehen und wunderbare Menschen kennengelernt.

Indien, Sri Lanka, Nepal, Brasilien, Kolumbien, Argentinien, Bolivien, Uruguay und nun zurück ins Havelland. Was die gebürtige Rathenowerin im letzten Jahr erlebt hat, reicht sicher, um mindestens ein Buch zu füllen.

„Eigentlich wollte ich bis Ende April unterwegs sein, um dem kalten Wetter hier zu entkommen. Aber ehrlich gesagt ist mein Geld schlichtweg alle“, gesteht Susanne Meier mit einem Lächeln.

Braun gebrannt sitzt sie in einem Rathenower Café und wärmt sich am heißen Latte Macchiato. Ihre Augen leuchten, sie hat die südamerikanische Lebensfreude mit in ihre alte Heimat gebracht.

Beeindruckt von der Lebensfreude in Buenos Aires

„Es war eine wunderbare Zeit, ich habe so viel gesehen und tolle Menschen kennengelernt. Aber ich bin auch froh, jetzt endlich anzukommen. Ich freue mich auf den Alltag, auf eigene vier Wände. Ich habe so viel erlebt, das muss ich jetzt erst einmal verarbeiten“, sagt die 29-Jährige.

Tango in Buenos Aires, wandern in der größte Salzwüste der Erde in Bolivien und im Himalaya, Schwimmen mit Delfinen, Yoga am Strand in Goa, eine Demonstration für Frauenrechte in Montevideo und Karneval in Bolivien – das ist nur ein kleiner Auszug, vom dem, was Susanne Meier zu erzählen hat. Besonders beeindruckt hat sie die Lebensfreude der Menschen in Buenos Aires.

Fünf Wochen verbrachte sie in der Hauptstadt Argentiniens, arbeitete in einer Tanzschule, lernte Tango und genoss das Leben.

„Die Menschen verbringen dort viel Zeit in den riesigen Parkanlagen. Kinder, alte Menschen, ganze Familien – die einen praktizieren Yoga, die anderen Tanzen, machen Musik oder verkaufen irgendetwas. Es ist eine ganz besondere Atmosphäre und ein großartiges Lebensgefühl“, schwärmt die junge Frau. Eine perfekte Tangotänzerin sei sie zwar nicht geworden, die Grundlagen beherrscht sie aber.

Das gilt auch für ihre Spanisch-Kenntnisse. Vor ihrer Reise hatte sich Susanne Meier vorgenommen in Südamerika neben Tango auch Spanisch zu lernen – und das jeweils ohne Vorkenntnisse. „Ich bin recht zufrieden mit mir. Ich kann mich verständigen und einfache Unterhaltungen führen. Darauf will ich jetzt aufbauen.“

All das Erlebte zu verarbeiten, dafür dürfte sie in Rathenow, wo ein Teil ihrer Familie lebt, kaum Zeit gehabt haben. Im Stundentakt hat Susanne Meier in den letzten zwei Wochen Freunde und alte Bekannte getroffen, sogar an einer Sitzung des Aktionsbündnisses „Unser Rathenow“ nahm sie teil.

Was in ihrer alten Heimat passiert, interessiert sie, zurückkehren wird sie dennoch nicht. Das ist ihr während des Reisens klar geworden.

Jetzt will Susanne Meier österreichische Knödel verkaufen

„Ich habe mich für Innsbruck entschieden, dort möchte ich mein Leben jetzt aufbauen“, so die 29-Jährige. In ihren alten Job kehrt sie aber nicht zurück. Das Kinderbüro in Innsbruck, dass die Havelländerin aufgebaut hat, gibt es nicht mehr.

„Ich werde erst einmal drei Monate auf einer Berghütte österreichische Knödel verkaufen“, verrät Susanne Meier und kann sich ein Lachen nicht verkneifen.

Natürlich ist das ein Kontrastprogramm zu dem, was sie in den letzten Monaten erlebt hat. Sie sieht es aber vor allem als willkommene Auszeit und als Möglichkeit, ihr Konto zu füttern.

Danach geht es zurück nach Innsbruck, Wohnungs- und Jobsuche. Sie möchte wieder mit Kindern und Jugendlichen arbeiten oder als Yoga-Lehrerin oder etwas eigenes aufbauen. Ideen hat Susanne Meier wie immer viele.

Von Christin Schmidt

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