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„Eine tolle Wertschätzung für unsere Arbeit“

Kinoprogrammpreis für Rathenow „Eine tolle Wertschätzung für unsere Arbeit“

Auch in diesem Jahr gehört das Rathenower Haveltorkino zu den Gewinnern des Kinoprogrammpreises. Mit 7500 Euro wurden die Rathenower Kinomacher für ihr Engagement abseits des üblichen Geschäfts belohnt. Im MAZ-Interview verrät Haveltor-Geschäftsführerin Christl Schneewind, wie sie die Jury überzeugt hat.

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Christl Schneewind (Mitte) mit Medienboard-Geschäftsführerin Kirsten Niehues und dem Kinobeauftragten Christian Berg.

Quelle: Medienboard/Stefan Krempl

Rathenow. Schon 2015 bewarb sich Geschäftsführerin Christl Schneewind erfolgreich um den Kinoprogrammpreis, der von der von der Medienboard Berlin-Brandenburg GmbH jedes Jahr an Kinobetreiber der Hauptstadtregion verliehen wird. Was ihr der Preis bedeutet und was sie ihren Gästen in diesem Jahr bieten will, erzählte Christl Schneewind im Gespräch mit der MAZ.

MAZ: Frau Schneewind, Sie wurden vergangene Woche mit dem Kinoprogrammpreis 2016 ausgezeichnet. Was bedeutet ihnen dieser Preis?

Christl Schneewind: Das ist in allererster Linie eine tolle Anerkennung und Wertschätzung für unsere Arbeit und zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Das Haveltorkino wurde bereits zum zweiten Mal prämiert. 2015 standen Sie auch auf der Gewinner Liste. Wie oft haben Sie sich schon um den Preis beworben?

Schneewind: Das müsste jetzt das dritte Mal gewesen sein. Beim ersten Mal hat es noch nicht geklappt, im letzten Jahr wurde unsere Arbeit ebenfalls gewürdigt!

Worauf kommt es bei der Bewerbung an?

Schneewind: Unsere Bewerbung war im Prinzip eine Art Resümee von dem, was wir im letzten Jahr geleistet haben und wie wir uns engagiert haben, um zum Beispiel die Steigerung unserer Besucherzahlen um etwa 30 Prozent zu erreichen. Die Jury legt nicht so sehr Wert auf Zahlen. In erster Linie schaut sie, wie wir uns engagieren und welche Angebote wir machen, die über den normalen Kinobetrieb hinausgehen. Es geht also nicht darum, dass man die größten Blockbuster zeigt. Wichtig ist, was tut man, um sein Kino für Besucher „anziehend“ zu gestalten. Schließlich müssen wir immer wieder unsere Konkurrenten TV und DVD übertreffen.

Und dabei setzten Sie auf was?

Schneewind: Wir haben wieder verschiedene Sonderveranstaltungen angeboten. Zum Beispiel haben wir zu der Eröffnung eines Cafés den Film „Chocolat“ gezeigt. Dazu wurden im Foyer Pralinen-Kostproben verschenkt. Der Club der Rotarier hatte Fahrräder für Flüchtlinge gestiftet und wir haben aus diesem Anlass einen kleinen Empfang gestaltet und einen Film über das Mädchen Wajda in Saudi Arabien gezeigt, das unbedingt ein Fahrrad möchte. Auch der Verband der Blinden und Sehbehinderten hat für sein barrierefreies Programm mit einem Film geworben und viele Menschen zu der Veranstaltung ins Kino geladen. Die Premnitzer Oberschule hat sich einen selbstgedrehten Film angesehen und als einziges Kino in Brandenburg hatten wir zum Film „Peanuts“ den Peanuts-Truck bei uns, was vor allem die Kinder gefreut hat. Wir waren auch das einzige Kino in Deutschland das am Maus-Türöffner-Tag teilgenommen hat. Eine Aktion des WDR und der Sendung mit der Maus, die wir auch in diesem Jahr am 3. Oktober wieder anbieten. So wollen wir Kindern die Möglichkeit geben, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Flüchtlingskinder haben wir zu Kinderfilmen eingeladen, die sie verstehen. Darüber hinaus sind wir immer bemüht, Angebote für Schulen bereit zu halten. Offenbar haben wir es ganz gut gemacht, die Jury war jedenfalls von unserer Arbeit überzeugt.

Was haben Sie sich für 2016 vorgenommen? Mit welchen Aktionen wollen Sie die Jury im nächsten Jahr überzeugen?

Schneewind: Wir haben in 2016 bereits einige Highlights erlebt: Nach der Jahresfeier 2015 der Unternehmer für Rathenow fand der Auftakt der 800-Jahr-Feierlichkeiten mit den Filmen über vergangene Zeiten - der übrigens am 3. Oktober noch einmal gezeigt wird – bei uns statt. Das haben wir als große Ehre empfunden. Zudem hatten wir eine Veranstaltung zum Thema Demenz, zu der wir den Film „Honig im Kopf“ gezeigt haben. Auch in Zusammenarbeit mit dem Jagdverband Havelland und der Energiegenossenschaft Westhavelland hatten wir zu Themenbezogenen Veranstaltungen eingeladen.

Und auf was dürfen sich die Kinobesucher in den nächsten Wochen und Monaten freuen?

Zum Beispiel auf die Ladies Preview am 22. Juni mit Sekt und dem Film „Ein ganzes halbes Jahr“. Zudem hoffen wir, mit unserem Ferienprogramm mit Veranstaltungen am Vormittag, wieder alle Kinder, die nicht verreisen, gut zu unterhalten.

Was zeichnet das Haveltorkino Ihrer Meinung nach aus? Warum schätzen Besucher Ihr Kino?

Schneewind: Unsere Gäste freuen sich oft über das moderne Foyer und insgesamt über die gepflegte Atmosphäre in allen Bereichen. Unser Kino ist auch durch unser Filmangebot wieder eine echte Kulturinstitution geworden.

 Wissen Sie schon, was Sie mit dem Preisgeld machen?

Schneewind: Letztes Jahr haben wir vom Preisgeld die Loge in Kino Eins gestaltet und haben in diesem Jahr Logenbereiche in den anderen drei Sälen eingeplant, dafür kommt das Preisgeld wie gerufen.

Inwiefern sind Ehrungen wie der Kinoprogrammpreis für die Kinolandschaft wichtig?

Schneewind: Es geht dabei nicht so sehr ums Geld, das ist eine wunderbare Dreingabe. Es geht vor allem darum, dass man sich selbst klar macht, was tue ich hier eigentlich? Ist es genug? Hat es Erfolg? Die eigene Kreativität wird dadurch gefordert und angestachelt.

Von Christin Schmidt

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