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Das erwartet das Westhavelland im Jahr 2016

Blick auf die kommenden Monate Das erwartet das Westhavelland im Jahr 2016

Das Jahr 2016 wird für das Westhavelland einige interessante Ereignisse parat halten. Sei es das Stadtjubiläum, seien es weitere Demonstrationen oder seien es Wahlen. Wir haben einen Blick nach vorne geworfen.

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Wird aus dem Amt bald eine Einheitsgemeinde?

Quelle: Norbert Stein

Westhavelland. Das Jahr 2016 ist erst ein paar Stunden alt. Was erwartet die Menschen im Westhavelland? Die Redaktion kann zwar auch nicht wahrsagen, aber auf einige Ereignisse kann man dennoch schon an dieser Stelle eingehen.

Am 12. Januar gehen die Demonstrationen eines Bürgerbündnisses gegen die so genannte „Islamisierung des Abendlandes“ weiter. Und die beiden Protagonisten dieses Zusammenschlusses, Nico Tews und Christian Kaiser, haben bereits angekündigt, weiter regelmäßig gegen „Asylmissbrauch“ und für „schnelle Abschiebungen“ auf die Straße zu gehen. Das Bündnis trägt Züge der Pegida-Bewegung, der Verlauf der Demonstrationen ähnelt den Pegida-Aufzügen sehr stark. Auf der anderen Seite wird weiter das Bündnis „Herz statt Hetze“ zu Demonstrationen aufrufen. Zudem hat sich eine Gruppe Kulturschaffender zusammengeschlossen, die im vergangenen Herbst bereits zweimal mit interessanten und auffälligen Installationen auf sich aufmerksam und gegen die Asylkritiker mobil gemacht haben. Die Demonstrationen werden das Westhavelland noch eine Weile begleiten.

Vor allem menschenwürdig

Ebenso wie das Thema Flüchtlinge. Noch weiß niemand genau, wie viele Flüchtlinge 2016 in der Region ankommen – ob es weniger sind als im vergangenen Jahr oder sogar mehr. Es wird die Kreisverwaltung weiter viel Kraft und Geduld kosten, diese Flüchtlinge zunächst ordentlich unterzubringen. Bisher wurden vorübergehend leer stehende Firmen und Turnhallen für Notunterkünfte eingerichtet. Sowohl Landrat Burkhard Schröder als auch sein Vize Roger Lewandowski lassen aber keinen Zweifel daran, dass sie alles daran setzen, die Flüchtlinge menschenwürdig unterzubringen – bisher ist das auch gelungen.

Die Flüchtlingsnotunterkunft am Rathenower Hasenweg

Die Flüchtlingsnotunterkunft am Rathenower Hasenweg

Quelle: Bernd Geske

Roger Lewandowski hat in diesem Jahr in den ersten Monaten noch eine andere Verpflichtung. Der CDU-Politiker aus Falkensee wird um Stimmen werben, damit er am 10. April zum Landrat gewählt wird. Das will allerdings auch Kulturstaatssekretär Martin Gorholt (SPD). Wohl möglich kommen noch ein Kandidat der AfD, der Linken und der Grünen dazu. SPD und CDU arbeiten im Kreistag vertrauensvoll zusammen. Wird der Wahlkampf Spuren hinterlassen? Man darf gespannt sein, was passiert, wenn die Wahl mangels Bürgerbeteiligung nach dem 24. April (das wäre der Stichwahltag) an den Kreistag zurückfällt. Es ist nicht auszuschließen, dass sich CDU und SPD dann auf einen Bewerber einigen.

Was macht Roy Wallenta?

Gewählt wird auch in Premnitz, und zwar zur gleichen Zeit. Hier ist der Bürgermeister zu bestimmen. Roy Wallenta hat nicht explizit gesagt, dass er nicht wieder antritt. Allerdings sieht es so aus, als ob er nicht wieder kandidieren will. Darum hat die SPD Ralf Tebling ins Rennen geschickt. Der Ortsvorsteher von Mögelin und SPD-Stadtverordnete kennt die Premnitzer Kommunalpolitik und hat Verwaltungsarbeit von der Pike gelernt – bei Landrat Burkhard Schröder, wo er das Büro des Landrates leitet. Interesse am Bürgermeisteramt hat auch Christian Peter, der es für die CDU versuchen wird. Die CDU hat seit der Wende stets Bürgermeisterwahlen gewonnen, wenn sie einen Kandidaten aufgestellt hat. Diese Tradition will Peter fortführen. Peter will vor allem dafür sorgen, dass Premnitz interessant für junge Familien ist. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die AfD einen Bewerber ins Rennen schickt. Dazu kommt der Einzelbewerber Felix Burghardt.

Die Kreis- und Verwaltungsreform wird auch in diesem Jahr ein Thema bleiben. Zum Sommer will die Landesregierung erklären, wie die neuen Kreise geschnitten sind und welche kreisfreie Stadt eingekreist wird. Landrat Burkhard Schröder ist optimistisch und glaubt, das Havelland werde eigenständig bleiben. In Erwägung gezogen wird aber auch ein Zusammenschluss mit Oberhavel.

Ernsthafte Debatte zur Fusion

In Nennhausen wird man sich sehr ernsthaft mit der Fusion aller Orte des Amtes zur Einheitsgemeinde befassen. Hintergrund: Die Einheitsgemeinde könnte im Zuge einer Reform nicht alleine bestehen. Allerdings hätte die Einheitsgemeinde Nennhausen eine starke Stimme gegenüber den anderen Kommunen, die für eine Fusion in Frage kommen.

In der Stadt Rathenow schwelt der Haushaltsstreit um das Brauerei-Projektweiter. Schon in diesem Monat fallen erste wichtige Entscheidungen.

Zehn Jahre Optikpark

Nicht alles ist neu im Optikpark – trotzdem ist die Saison 2016 etwas anders. Und das nicht nur, weil es die zehnte Saison seit der Landesgartenschau im Jahr 2006 ist. Erstmals wird der Optikpark Richtung Süden durch einen Zaun und einen Weg durchtrennt. Die Farbräume und Hellers Loch bilden eine Insel. Geschuldet ist das dem Umstand, dass der Weg von der Brücke in Richtung Stadt öffentlich bleiben muss.

Vom 24. April bis zum 3. Oktober werden die Tore des Geländes am Schwedendamm wieder für das Publikum geöffnet. Der Optikpark kostet weiterhin Eintritt – die Preise sind angehoben worden. Für Gäste die mehrmals kommen, lohnt sich die Saisonkarte, mit der man einerseits in einigen Rathenower Geschäften Rabatt bekommt und andererseits einige Veranstaltungen, zu denen ein anderer Eintritt erhoben wird, weniger bezahlen muss. Außerdem ist noch mehr neu: Anlässlich der Buga wurden umfangreiche Investitionen in Höhe von über 970 000 Euro aus Stadt- und Eigenmitteln im Optikpark abgearbeitet: Sei es ein neuer Wegebelag, seien es überarbeitete und neue Spielgeräte, eine Bewässerungsanlage, überarbeitete Farbformen oder die Seerosen des Karpfenteichs und vieles mehr. Der erhöhte Aufenthaltsgenuss für die Besucher stand hierbei im Vordergrund. Die Stürme während der Buga haben auch im Optikpark heftige Baumschäden hinterlassen. Bruch- und Sägestellen der im Park liegenden Bäume werden farblich hervorgehoben und leuchten aus dem Unterholz.

Ein umgefallener Baum ragt am Havel-Altarmufer unterhalb der Gartenstrahlen aus dem Wasser. Er hat die Form eines Krokodils.Außerdem ist die Steganlage am Wasserwanderstützpunkt um zehn Meter verlängert worden.

Das hat schon lange im Park gefehlt. Menschen, die im Rollstuhl sitzen, können jetzt ein Kräuterbeet berühren, riechen und schmecken, ohne sich umständlich bücken zu müssen. Es ist speziell für Menschen mit Handicap gebaut.

Und es gibt noch mehr Neues. Der Besuch lohnt sich also allemal. Zumal auch der Weinberg und die Brücke auf Besucher warten.

Von Joachim Wilisch

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