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Einigung bei Friedhofsgebühren in Sicht

Ende eines Dauerstreits in Ketzin Einigung bei Friedhofsgebühren in Sicht

Zweimal haben die Stadtverordneten die Satzung zu den künftigen Friedhofsgebühren in Ketzin abgelehnt, weil sie soziale Härtefälle befürchteten. Der neue Vorschlag der Verwaltung scheint nun akzeptiert zu werden.

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Die meisten Bestattungen pro Jahr gibt es auf dem Ketziner Friedhof.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Ketzin/Havel. Der sich seit vielen Monaten hinziehende Streit über die neuen Ketziner Friedhofsgebühren scheint beendet. Zumindest die Mitglieder des Finanzausschusses stimmten dem von der Verwaltung erneut überarbeiteten Satzungsentwurf einstimmig zu. Auch der Hauptausschuss votierte Montagabend dafür – wenn auch nur mit drei Ja-Stimmen, drei Enthaltungen und einer Gegenstimme. Letztlich entscheiden die Stadtverordneten am 14. Juni.

Grundsätzlich wollen die Stadtverordneten aller Fraktionen sozial verträgliche Gebühren für die unterschiedlichen Bestattungsformen und Gräber festsetzen. Dem gegenüber stehen die tatsächlichen Unterhaltungs- und Bewirtschaftungskosten für die drei kommunalen Friedhöfe in Ketzin, Tremmen und Zachow, die in die Gebührenkalkulation der Verwaltung einfließen.

Und diese Gebühren, so sagt es Bürgermeister Bernd Lück (FDP), und so sagt es auch die Kommunalaufsicht des Landkreises Havelland, müssen kostendeckend sein. Das jedoch wollten die Stadtverordneten bisher nicht akzeptieren und lehnten die Friedhofsgebührensatzung zweimal ab.

Der inzwischen erfolgte Sinneswandel basiert auf der Ankündigung des Bürgermeisters, nach Möglichkeiten zu suchen, die Bewirtschaftungskosten für die Friedhöfe zu senken oder wenigstens stabil zu halten. „Wir wollen versuchen, die umlagefähigen Kosten bei etwa 60 000 Euro jährlich zu deckeln, so dass die Friedhofsgebühren für die Bürger nicht ständig weiter steigen.“ Derzeit bewegen sich die Kalkulationen der Stadtverwaltung zwischen rund 68 000 und 72 000 Euro. „Das hängt natürlich vor allem von der Zahl der Beisetzungen auf den Friedhöfen ab“, sagt Bernd Lück. Vor allem in Tremmen und Zachow sind die in den letzten Jahren immer weniger geworden, was die Kosten pro Friedhof in die Höhe treibe.

Die Überlegung, in Zachow den kommunalen Friedhof gar zu schließen und die Toten auf den kirchlichen Friedhöfen in Gutenpaaren oder Zachow beerdigen zu lassen, löste bei der Zachower Ortsvorsteherin Nancy Lorbiecki keine Begeisterungsstürme aus. Um die Friedhofskosten in Zachow zu senken, könnte aber der geplante Ausbau des Weges zum Friedhof wegfallen. „Die Ausschreibung der Baumaßnahme ist gestoppt“, bestätigte Frank Piper vom Ketziner Baumamt.

Eine weitere Sparvariante wäre, so der Bürgermeister, die Einsätze der Mitarbeiter des Ketziner Bauhofes auf den Friedhöfen zu reduzieren. „Einfach gesagt, dann müssen die Bürger eben damit leben, dass nicht alle vier sondern alle acht Wochen Gras gemäht wird oder andere Pflegearbeiten erfolgen“, so Bernd Lück. Oder es gibt wieder mehr freiwillige Helfer in den Ortsteilen, die solche Arbeiten hin und wieder erledigen.

Für den Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung Jürgen Tschirch (SPD) ist der aktuelle Satzungsentwurf zu den Friedhofsgebühren „akzeptabel, weil wir die Sache mit den Kosten selbst in den Hand haben und nicht von der Kommunalaufsicht etwas vorgegeben bekommen.“

Von Jens Wegener

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