Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Einkaufsservice für Senioren auf dem Land
Lokales Havelland Einkaufsservice für Senioren auf dem Land
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:20 25.09.2017
Roswitha Lange, Thomas Briest von der Volkssolidarität mit Bürgermeister Felix Menzel, Ines Neidt und Beate Kämmerling (v.l.) Quelle: Christin Schmidt
Milower Land

Zum Einkaufen in die Stadt fahren, zwischen den Regalen schlendern, um sich in Ruhe genau den Kaffee oder Käse auszusuchen, den man haben möchte – das ist nicht für alle Menschen eine Selbstverständlichkeit. Insbesondere Senioren, die auf dem Land fernab vom nächsten Supermarkt leben, sind darauf angewiesen, dass jemand mit ihnen einkaufen fährt.

„Wir haben zwar zwei Verkaufswagen, aber die sind nicht in allen Ortsteilen unterwegs und das Angebot ist natürlich nicht so umfangreich wie im Supermarkt“, erklärt Felix Menzel (SPD), Bürgermeister im Milower Land. Die Gemeinde nimmt an dem Modellprojekt zur Senkung der Pflegeprävalenz teil und ist darum bemüht, das Leben auf dem Land für Senioren leichter und angenehmer zu gestalten.

Projektkoordinatoren Ines Neidt hat deshalb angeregt, einen Einkaufsservice anzubieten. Das sei ein Wunsch, den die Senioren in Gesprächsrunden immer wieder äußerten. Allerdings geht es nicht darum, ihnen den Einkauf nach Hause zu bringen, ein solches Angebot gibt es bereits. Es soll eine gemeinsame Fahrt nach Rathenow organisiert werden.

In Nauen ist der Einkaufsservice ein Selbstläufer

In Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung konnte Ines Neidt zwei Anbieter gewinnen, die diesen Service künftig übernehmen würden, das Gemeinschaftswerk Wohnen und Pflege und die Volkssolidarität Rathenow. Beide Unternehmen sind im Milower Land in der Pflege tätig und sind bereit, ihr Angebot um einen Einkaufsservice zu erweitern.

Ziel ist es, in der gesamten Gemeinde diesen Service anzubieten, so Menzel. Die genauen Modalitäten müssen noch besprochen werden. Wie Ines Neidt erklärte, hätten einige Senioren den Wunsch nach einem 14-tägigen Angebot geäußert, montags oder mittwochs, Abfahrt um 9 Uhr mit einem dreistündigen Aufenthalt, so dass auch Zeit bleibt, in andere Geschäfte zu gehen. Auch ein Einkaufsbegleitservice für alle, die nicht mehr ganz so rüstig sind und mit einem Begleiter durch den Supermarkt laufen wollen, sei denkbar.

Dass das Angebot angenommen wird, da ist sich Ines Neidt sicher: „In Nauen gibt es ein ähnliches Projekt und das ist ein Selbstläufer.“ Auch Felix Menzel ist optimistisch: „Die Senioren wollen nicht immer darauf angewiesen sein, dass ihnen die Kinder etwas mitbringen. Sie wollen sich die Produkte selbst aussuchen. Außerdem bietet ein solcher Service die Möglichkeit, mal rauszukommen.“

Kosten können von der Pflegekasse übernommen werden

Thomas Briest, Geschäftsführer der Volkssolidarität Rathenow, und Beate Kämmerling, Standortleiterin für den Bereich Rathenow beim Gemeinschaftswerk Wohnen und Pflege, begrüßen die Idee. Sie werden nun mit den 15 Interessenten, die sich schon angemeldet haben, Kontakt aufnehmen und alles weitere besprechen.

Für die Finanzierung der Leistung gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Eine entsprechende Beratung soll zum Service gehören. Wer keine Pflegestufe hat, müsste den Service aus eigener Tasche bezahlen.

„Ich gehe davon aus, dass wir bereits in den nächsten 14 Tagen beginnen können“, meint Beate Kämmerling. Interessenten können sich beim Gemeinschaftswerk Wohnen und Pflege unter 0 33 85/4 98 62 20 oder bei der Volkssolidarität unter: 0 33 85/53 42 70 melden.

Von Christin Schmidt

Der Rettungsdienst im Havelland erreicht derzeit nur in 88 Prozent der Fälle innerhalb der gesetzlich vorgeschrieben Hilfsfrist von 15 Minuten den Patienten. Grund für die Verspätungen ist zum einen die gestiegene Zahl an Einsätzen. Zum anderen erfolgt wegen der „Nächste-Fahrzeug-Strategie“ ein Teil der Einsätze außerhalb des Landkreises.

21.09.2017

Ende November wird die Kommunale Wohnungsbaugesellschaft Rathenow ihren Geschäftssitz in die Berliner Straße verlegen. Neues Domizil ist das denkmalgeschützte Gebäude, in dem zuletzt die Dresdner Bank untergebracht war. Der Umbau des Hauses läuft auf Hochtouren.

21.09.2017

Hunderttausende Wähler, hunderte Wahllokale – zehn Direktkandidaten und 15 Parteien werben bei der Bundestagswahl um die Stimmen der Havelländer. In den Wahlkreisen 56 und 58 wollen CDU-Bundestagskandidaten ihre Position verteidigen.

24.09.2017