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See-Carré geht auf Händler zu

Falkenseer Einkaufszentrum wirbt für Zusammenarbeit See-Carré geht auf Händler zu

47 Prozent der Kaufkraft von Falkensee fließt aus der Stadt hinaus. Der geplante Einkaufszentrum See-Carré will das ändern und sucht dabei auch die Zusammenarbeit mit den Händlern der Falkenseer Innenstadt.

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Die Bahnhofstraße von Falkensee hat mehr Potenzial.

Quelle: Marlies Schnaibel

Falkensee. Mehr als 70 Händler, Investoren, Gastronomen und Gewerbetreibende waren zu einem Gespräch gekommen, um Chancen auszuloten, die das Einkaufszentrum See-Carré für die Stadtentwicklung bringen könnte. Die Abteilung Wirtschaftsförderung des Rathauses hatte eingeladen.

Gekommen waren auch die maßgeblichen Herren, die in Falkensee das neue Einkaufszentrum errichten wollen. Ingo Seidemann, Geschäftsführer der G & S Development, bekräftigte noch einmal das Engagement der Firma für den Standort. „Das Wachstum der Stadt ist atemberaubend“, sagte er und warb für eine konstruktive Zusammenarbeit. Manfred Bauer von der Firma Cima Beratung bewertete die vorliegenden Einzelhandelsgutachten. Falkensee ist eine boomende Stadt, aber das trifft nicht auf die Verkaufssituation zu. „Die Verkaufsfläche in Falkensee ist so gering, dass sie unter dem Durchschnitt von Brandenburg liegt“, erinnerte er. Vor allem in den Sortimenten Schuhe und Bekleidung bestehen große Defizite. „47 Prozent der Kaufkraft von Falkensee fließt ab“, rechnete er vor. Dabei ist das Angebot in den vergangenen Jahren noch schlechter geworden. Waren im Jahr 2003 noch 176 Betriebe für Handel und Versorgung gezählt worden, sind es aktuell nur noch 150, die Verkaufsfläche schrumpfte von 70 800 auf 60 000 Quadratmeter. „Trotz positiver demografischer Entwicklung hat die Stadt hier weiter verloren“, sagte Bauer. Die Stadt könne also ein Einkaufscenter gut gebrauche, meinte der Fachmann. Das See-Carré mit seinen 19 000 Quadratmetern Verkaufsfläche wäre ein Schwergewicht, das aber mehr Menschen in die Stadt locke und so Chancen für die Bahnhofstraße biete. Vor allem in Gastronomie, Freizeit, Dienstleistungen und nicht-centertauglichen speziellen Sortimenten.

An dem Markt wollen viele verdienen, trotzdem gäbe es Chancen für eine Zusammenarbeit. Die könne in einer gemeinsamen Werbe- oder Arbeitsgemeinschaft liegen. Hier könnten Kräfte gebündelt werden, wie es sie seit Jahren in der IGZ und der IGF gibt. Dafür wurde nun der Anstoß gegeben, Anfang Oktober wollen sich die Akteure erneut treffen und erste konkrete Schritte verabreden. „So eine Zusammenarbeit ist denkbar“, sagte Ingo Nenn, Vorstandsvorsitzender der IGF, dafür gibt es schon einige Ideen, die reichen vom Weihnachtsmarkt bis zu optischen Verbindungselementen zwischen Nord- und Südseite.

Als „guten Start“ bezeichnete Babett Ullrich von der Falkenseer Wirtschaftsförderung den Abend zur Weiterentwicklung des Stadtzentrums. „Beim Ziel – Belebung der Innenstadt – sind sich alle einig“, sagte sie, über das Wie gibt es unterschiedliche Auffassung.

Von Marlies Schnaibel

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