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Havelland Einsam muss hier keiner sein
Lokales Havelland Einsam muss hier keiner sein
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07:10 27.06.2016
Aktiv und gesellig: die Ausgezeichneten. Quelle: Wolfgang Balzer
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Brieselang

„Einsam muss bei uns keiner sein, und wir sind auch kein Strickverein“, lachte Sonja Wollmann, Jahrgang 1952. Sie war gerade mit anderen nach dem Jahresbericht von Gerhard Buhren, Vorsitzender der Ortsgruppe der Brielanger Volkssolidarität, für ihre mehr als 40-jährige Mitgliedschaft geehrt worden und zählte, sozusagen als Beweis, gleich noch auf: Es gibt Spielnachmittage, den Seniorensport, es wird Schach gespielt, Plaudercafé und Kreativzirkel.

Von Kegelgruppe bis Chor

Insgesamt 295 Veranstaltungen mit 3086 Teilnehmern hatte Gerhard Buhren in seinem Bericht auf aufgelistet – allein in der Begegnungsstätte der Volkssolidarität, die er als gesellschaftlichen Mittelpunkt der Ortsgruppe Brieselang lobte. Die Mitgliederversammlung am Freitagnachmittag fand allerdings in der Sportlerklause in der Rotdornallee statt. Sie ist gleichzeitig der Hort für Tanznachmittage, der Treff der Keglergruppe und Übungsstätte der Seniorentanzgruppe und auch für den über Brieselangs Grenzen hinaus bekannten Chor.

Das gute Gemeinschaftsgefühl der Mitglieder betonte dann auch Gerhard Buhren in seiner Jahresbilanz. Was Ortrud Voigt (Jahrgang 1942) gern bestätigte. Sie ist mehr als 35 Jahre Mitglied in „ihrer“ Volkssolidarität. „Wir sind eine tolle Gruppe“, erzählt sie nach Kaffee und Kuchen, mit dem die Teilnahme an der Mitgliederversammlung durchaus gemütlicher wurde. „Ich singe im Chor, alle zwei Wochen ist Seniorentanz, das alles gibt Lebensfreude“, ein schönes Kompliment für ihre aktive Ortsgruppe. Und sie selbst gibt auch etwas. Als Helferin geht sie zu den Mitgliedern, informiert über die aktuellen Vorhaben und kassiert den Beitrag, dadurch bleiben den Mitgliedern die oft umständlichen Wege erspart. Das sei immer auch eine gern angenommene Möglichkeit, ein paar Worte zu wechseln, merkte sie an.

Alt-Brieselanger halten zusammen

Charlotte Krause (86) ist schon seit dem September 1958 Mitglied der Volkssolidarität. „Wir Alt-Brieselanger halten zusammen“, scherzte sie. Der Zusammenhalt sei das Beste, was wir in der Volkssolidarität haben, fügte sie dann sehr ernsthaft hinzu.

Tages- und Mehrtagesfahrten unternehmen die Mitglieder der Brieselanger Volkssolidarität viele im Laufe des Jahres, wie Gerhard Buhren auflistete. Dazu kommt die Nutzung von Kurangeboten. Immerhin taten 285 Mitglieder dieserart etwas für ihr Wohlbefinden. Dann gibt es auch noch die Fahrten zum Neujahrskonzert nach Berlin, zum Seniorenkarneval nach Perwenitz, Fahrradtouren, Damperfahrten mit der Ketziner Reederei Herzog und natürlich die Feiern zu den verschiedensten Anlässen. Das alles sei nur durch die umfangreiche ehrenamtliche Tätigkeit der 18 Helferinnen und Helfer sowie der sieben Mitglieder des Vorstandes der Brieselanger Volkssolidarität möglich, bilanzierte schließlich Gerhard Buhren stolz. „Ich habe immer das Gefühl, hier gehe ich gerne hin“, sagte Sonja Wollmann. Eine Meinung, die wohl andere gern teilen. So konnte der Brieselanger Vorstand 15 Mitglieder ehren, die sich mehr als 25, 35 und sogar sechs von ihnen mehr als 40 Jahre in der Gemeinschaft der Volkssolidarität wohl fühlen und aktiv dabei sind.

Von Wolfgang Balzer

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