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Havelland Einsatzplan-App für Rettungskräfte kommt
Lokales Havelland Einsatzplan-App für Rettungskräfte kommt
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16:13 17.02.2017
Die Milower Kameraden noch ohne digitalen Begleiter im Einsatz bei einem Brand im Industriegebiet in Premnitz. Quelle: Feuerwehr Milow
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Milow

Im Notfall zählt jede Sekunde, jeder Handgriff muss sitzen. Das gilt auch für die ehrenamtlichen Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Leben zu retten. Dabei stehen sie immer wieder vor neuen Herausforderungen. Wald- oder Häuserbrand, Verkehrsunfall, Überschwemmung – jeder Einsatz ist anders, die Fragen, die sich dabei stellen nicht: Wo ist die nächste Wasserentnahmestellen? Wo befinden sich Feuerlöscher und Rettungstüren im Gebäude?

Noch immer vergeht zum Beispiel für die Beschaffung von Lageplänen wertvolle Zeit. Und nicht selten müssen mehrere Kameraden ausrücken, um die nächste Wasserentnahmestelle ausfindig zu machen. Während mittlerweile zahlreiche Lebensbereiche digitalisiert sind, müssen Rettungskräfte noch mit Papierkarten und dergleichen arbeiten. Das will Milows Ortswehrführer Ralf Oehme ändern.

Kurz vor der Privatinsolvenz wagte Oehme den Neuanfang

Bereits 2014 hatte er seine Idee eines digitalen Einsatzplaners im Sicherheitsausschuss der Gemeinde Milower Land vorgestellt. Bürgermeister Felix Menzel, der selbst Feuerwehrmann ist, war davon so angetan, dass er dem Initiator Oehme ein Empfehlungsschreiben gab und dem Projekt seine Unterstützung zusicherte. Oehme gründete eine GmbH, engagierte IT-Spezialisten, die seine Idee umsetzen sollten. Alles lief gut, einige Wehren benutzten sogar bereits das zugehörige Ausbildungstool, mit dem unter anderem Übungsszenarien simuliert werden können.

Doch dann geriet das Projekt ins Stocken. Das beauftragte IT-Unternehmen schrieb zwar ständig Rechnung, lieferte aber keine Ergebnisse mehr. Oehmes Traum drohte zu zerplatzen, Ende 2015 stand er kurz vor der Privatinsolvenz. Am Tiefpunkt angekommen erzählte er einem alten Freund von seiner Idee und was daraus geworden war. Der war so begeistert, dass er Oehme von einem Neustart überzeugte. Inzwischen hat sich ein neues Team gefunden, zwölf Mitstreiter die nun an der Markteinführung von „Missionmate“ (dt. Einsatzkamerad) arbeiten.

Ein digitaler Kamerad mit umfangreichem Wissen

Das Programm beschreibt der Feuerwehrmann als digitalen Kamerad mit umfangreichem Wissen, das ständig wächst. „Ehrenamtliche Retter haben Verantwortung über Menschenleben. Jede ihrer Entscheidungen zählt. Missionmate hilft, die richtige Entscheidung zu treffen“, so Oehme. „Theoretisch wäre damit jeder in der Lage, mit dem Smartphone Einsätze zu begleiten. In der Praxis genügt es aber, dass zunächst die Führungskräfte mit der digitalen Technik ausgestattet sind“, so Oehme. Es ist ein System, das stetig wächst. Einsatzrelevante Punkte können jederzeit von Fachleuten für den örtlichen Brandschutz ins System einfügt werden. Auch Polizei und Rettungsdienst könnten damit arbeiten. Zusammen mit der Technischen Hochschule Brandenburg arbeitet Oehme an der Weiterentwicklung.

Jetzt geht es aber erst einmal darum zu zeigen, dass das System funktioniert. Als potenzielle Kunden warten allein in Brandenburg rund 1900 Feuerwehren. „Natürlich gibt es bereits ähnliche Programme, die sind aber zum einem recht teuer und meist schwer zu bedienen, zum anderen decken sie nur einzelne Bereiche ab. Wir wollen ein Tool, das jeder bedienen kann und das den kompletten Einsatzbereich abdeckt“, betont Oehme. Mehr zum Einsatzplaner Missionmate auf www.missionmate.de

Von Christin Schmidt

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