Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Eintritt zum Weinberg-Park ist keine Illusion
Lokales Havelland Eintritt zum Weinberg-Park ist keine Illusion
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:36 18.09.2015
Der Besuch am Weinberg soll auch 2016 eintrittspflichtig sein. Quelle: Thomas Uhlemann
Anzeige
Rathenow

Als die Geschäftsführer des Optikparks davon hörten, wie die Sitzung des Hauptausschusses zur Nachnutzung des Weinbergs gelaufen ist, sollen sie sehr erstaunt reagiert haben. Denn am Abend vor der Ausschusssitzung wurden sie im Aufsichtsrat der Optikpark GmbH mit einem Auftrag in den Abend geschickt, ein Konzept für eine Variante zu entwerfen, die es doch ermöglicht den Weinberg und den Optikpark als ein Gelände zu nutzen – gleichzeitig sollte die Weinberg-Brücke das ganze Jahr zu benutzen sein.

Warum aber ein Konzept schreiben, wenn Bürgermeister Ronald Seeger (CDU) und sein Beigeordneter Hans-Jürgen Lemle in der Ausschusssitzung bereits deutlich gemacht hatten, dass sie sich für die getrennte Nutzung von Weinberg und Optikpark aussprechen? So hatte es Ronald Seeger betont. Er werde die Variante bevorzugen, die die Stadtkasse am wenigsten belastet.

Mehrere Varianten stehen zur Debatte

Allerdings ist es nicht so, dass eine Nutzung von Weinberg, Brücke und Optikpark als ein Gelände unmöglich wäre. Hieß es bisher, dass sei bei der Landesregierung, von wo die Zuschüsse für den Ausbau der Buga-Flächen kamen, nicht durchzusetzen, ergibt sich inzwischen ein anderes Bild. Aus gut unterrichteten Kreisen wurde jetzt bekannt, dass es sehr wohl Varianten gibt, die eine Nutzung des Weinberges gegen Eintritt vorsehen.

Zentrale Voraussetzung dabei ist, dass ein Eintritt, der für die Nutzung des Weinbergparks, des Optikparks und der Brücke erhoben wird, nicht „diskriminierend“ wirken darf. Dies sei, so war zu erfahren, nicht schon deshalb des Fall, weil ein Eintritt erhoben wird. Wenn er alle Nutzer gleich betrifft, ist das nicht diskriminierend.

Weiter ist erforderlich, dass es durch die Einnahmen aus dem Parkeintritt nicht zu einem Überschuss kommen darf. Will heißen: Am Park darf die Stadt nicht verdienen. Sollten sich durch die Erhebung tatsächlich Überschüsse ergeben, ist eine Kürzung der Zuschüsse zu prüfen, was auf eine Rückforderung seitens des Landes gegen die Stadt herauslaufen wird.

Stadt müsste neue Bauanträge stellen

Konkrete Auskünfte hat die Stadt zu dem Thema noch nicht. Solle das Nachnutzungskonzept dahingehend geändert werden, dass ein Eintritt erhoben wird, werde man das prüfen, heißt es in den Erläuterungen aus Potsdam, die in der Stadtverwaltung vorliegen. Es sei nicht ausgeschlossen, dass die Zuschüsse auf 71 Prozent reduziert werden, was einer Rückzahlung von 1,2 Millionen Euro entspricht. Einfache Antworten seien zu der Sache nicht möglich.

Hans-Jürgen Lemle hatte in der Ausschusssitzung allerdings betont, dass die Stadt – falls sie sich zu einer Eintrittsvariante durchringt – neue Bauanträge für die Brücke stellen müsse, die dann kein öffentlicher Verkehrsweg mehr sei. Ebenso sei der Bebauungsplan zu ändern, was ebenfalls teuer werde.

Auffällig ist, dass zwischen Optikpark GmbH und Stadtverwaltung der Ton rauer wird. Eine Seite sagt, man habe nie ausführlich über die möglichen Nachnutzungsvarianten gesprochen, die andere Seite meint, dies sei ausreichend in diversen Gremiensitzungen erfolgt.

Am 8. Oktober entscheidet die Stadtverordnetenversammlung, ob am ursprünglichen Nachnutzungskonzept, das eine kostenpflichtige Betreibung des Optikparks und eine kostenfreie Benutzung des Weinberges und der Brücke vorsieht, geändert wird.

Von Joachim Wilisch

Brandenburg Kaltblütiger Schuss auf Veterinär im Havelland - Angeklagter Bauer betet im Gerichtssaal

Im Januar erschoss ein 72-jähriger Landwirt einen Tierarzt auf seinem Hof in Klein Behnitz (Havelland) mit einer Schrotflinte. Der Bauer wollte seine vernachlässigten Kühe nicht hergeben. Eine kaltblütige Tat, urteilt der Staatsanwalt und fordert neun Jahre Haft. Der Angeklagte zeigte bislang keine Reue. Jetzt bat er um Entschuldigung – und wandte sich an Gott.

15.09.2015
Havelland In einer Falkenseer Garage fing alles an - Pac Tech ist 20 Jahre alt

Das Nauener Mikroelektronik-Unternehmen Pac Tech besteht jetzt 20 Jahre. Heute verfügt es neben dem Stammsitz in Nauen über zwei weitere Produktionsstandorte in den USA und Malaysia. Gegründet wurde Pac Tech einst von Forschern des Fraunhofer-Instituts.

18.09.2015
Havelland Bürgermeisterkandidat Norbert Kunz (Linke) - Fast alles kann glücklich machen

Schon bald wählt Falkensee einen Bürgermeister. Fünf Kandidaten stellen sich zur Wahl. Wir stellen sie vor. Diesmal haben wir mit Der Linken-Kandidat Norbert Kunz gesprochen. Er hat der MAZ ganz persönliche Fragen beantwortet.

14.09.2015
Anzeige