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Havelland Eiszeit mit Tücken
Lokales Havelland Eiszeit mit Tücken
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02:16 07.08.2015
An der Eistheke des Falkenseer Ristorante Eis Emporio sind Allergene vorbildlich gekennzeichnet. Quelle: Tanja M. Marotzke
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Havelland

Der Sommer ist zurück und die Ferien sind in vollem Gange. Neben einem Besuch im Schwimmbad oder eines der vielen Badseen im Havelland, steht der Genuss einer leckeren Kugel Eis ganz klar auf der Tagesordnung. Doch nicht für jeden ist diese kleine Sommeraktivität auch unproblematisch. Für viele Allergiker ist die Eissaison mit Vorsicht zu genießen. Sie müssen bei der Wahl ihrer Eissorte genau aufpassen, um den restlichen Tag nicht unpässlich im Bett zu verbringen.

Eisdielen in der Pflicht

Bereits seit Dezember vergangenen Jahres stehen daher alle Eisdielen und -cafés in der Pflicht, Allergene zu kennzeichnen. Ein Marktcheck der Verbraucherzentrale Brandenburg ergab jedoch, dass Allergiker auch heute ihr Eis noch nicht bedenkenlos genießen können, weil in vielen Fällen eine ausreichende Allergenkennzeichnung fehlt. Von 30 getesteten Eisdielen fehlte bei 20 nicht nur die Information, sondern auch das Wissen über Allergene, sowie die vorgeschriebene Kennzeichnung.

Beim Verzehr von Eis führen in den meisten Fällen Gluten und Nüsse, die in vielen Eiswaffeln enthalten sind, und Lebensmittelintoleranzen zu unangenehmen allergischen Reaktionen. „Vor allem die Frage nach laktosefreiem Eis ist in den letzten Jahren merklich gestiegen“, sagt Jan Schwager. Der Betreiber von Jan’s Eis in Nauen bekommt alle Informationen über die Inhaltsstoffe seiner Eissorten detailliert von seinem Hersteller in Nordfriesland. „Natürlich haben wir uns darauf eingestellt. Eigentlich ist das gesamte Frucht-Sortiment für unsere laktoseintoleranten Kunden geeignet.“ Die Frage Becher oder Waffel beantworten sich die meisten seiner Kunden selber, so Jan Schwager, der in seinem Geschäft in der Nauener Rathenaustraße gerade Hochsaison hat. „Viele wissen einfach mit ihrer Allergie umzugehen und verzichten auf eine Waffel, die eigentlich in jedem Fall Gluten enthält, und entscheiden sich für einen Becher.“

Nachfrage nach laktosefreiem Eis gestiegen

Im Falkenseer Ristorante Eis Emporio werden Kunden schon lange auf Allegene in den verschiedenen Sorten hingewiesen. „Das machen wir nicht erst seit Dezember so. Auf einem gut sichtbaren Zettel haben wir alle Eissorten mit Allergenen aufgeführt“, sagt Mitarbeiter Antonio Verde. An manchen Tagen erkundigen sich bis zu fünf Leuten nach der Verträglichkeit einzelner Sorten, dem wolle man entgegenwirken und gleich informieren, so der 32-Jährige. Derzeit bietet das Restaurant und Eis-Café zwei laktosefreie Sorten an. „Eigentlich sind bei uns in allen Eissorten bis zu 30 Prozent Frischmilch enthalten. Ohne Milch wäre es weniger Eis, sondern vielmehr Sorbet“, so Verde. Banane und Himbeere können laktoseintolerante Kunden im Restaurant am Falkenhagener See jedoch ohne Bedenken genießen. Damit habe man auf die gestiegene Nachfrage reagiert.

Marc Haeßler hat bis vor kurzem das Geschäft „Ice Dealer“ in Ketzin/Havel betrieben und ist mit seinem Eiswagen auf Großveranstaltungen und Festivals unterwegs. Einmal in drei Jahren hatte er eine Kundenanfrage zu den Inhaltsstoffen seiner kalten Köstlichkeiten. „Wir verkaufen Softeis und das ist vom Hersteller gut gekennzeichnet. Auskünfte gebe ich auf Nachfragen gerne“, so Haeßler. Extra laktosefreie Sorten einzuführen, hat er aufgrund der kaum vorhandenen Nachfrage wohl nicht vor.

Von Laura Sander

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