Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Elegante Entwürfe aus Falkensee
Lokales Havelland Elegante Entwürfe aus Falkensee
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:30 20.08.2014
Zeichnungen von Irena von Rügen. Quelle: Marlies Schnaibel
Falkensee

„Wir wussten, dass sie in Finkenkrug gelebt hat, konnten aber bisher wenig über ihr Leben und ihre Arbeit sagen“, freut sich Gabriele Helbig, die Leiterin des Falkenseer Museums, über den Nachlass. Bisher waren nur einige bemalte kunstgewerbliche Decken im Besitz des Museums, sie wiesen auf das künstlerische Talent Irena von Rügens hin. „Wir kannten nicht einmal ihr Geburtsdatum“, sagt Gabriele Helbig. Zumindest da kann nach erster Sichtung der Materialien eine Antwort gefunden: am 5. Mai 1909.

Die zwei Kisten mit Zeichnungen, Briefen und Papieren fanden sich auf dem Dachboden des einstigen Hauses, in dem die Familie gewohnt hat. Die jetzigen Besitzer brachten das Material ins Museum. Es besteht aus einer Sammlung von farbintensiven Mode- und Blumenzeichnungen, die Papiere haben gelitten, die Farbe offensichtlich nicht. Die Arbeiten sind nicht datiert, sie scheinen Ende der fünfziger Jahre entstanden zu sein, zwei beigelegte Kataloge zeigen, wie diese Zeichnungen als Vorlage für Schnittbögen dienten. Ob sich die originalen Zeichnungen den beigelegten Katalogen zuordnen lassen, das müssen die Museumsmitarbeiter herausfinden, wenn sie den Nachlass aufarbeiten. Das gilt auch für die Papiere, die aus den vierziger und fünfziger Jahren stammen: eine Zuzugsgenehmigung vom April 1946, eine deutsch und russisch verfasste Bescheinigung vom Mai des gleichen Jahres, die Irena von Rügen erlaubte, von Falkensee nach Sonneberg und zurück zu fahren; eine Rechnung über die Reparatur eines Opels von 1955, eine Rechnung über die Aufstellung eines Fernsehers der Marke „Rembrandt“ im Jahre 1955. In dieser Zeit hat Irena von Rügen für den Verlag für die Frau Leipzig gearbeitet und gut verdient. Ihre eleganten, feinen Zeichnungen waren gefragt. Auch Porträt- und Aktzeichnungen ihrer künstlerisch begabten Tochter Marlene, die am Lette-Verein eine Ausbildung machte, sind in dem Nachlassposten enthalten. Warum sich ein Foto des Cäcilien-Chores Nauen von 1909 in der Kiste befindet, bleibt vorerst noch ungeklärt.

Zeichnungen von Irena von Rügen auf dem Tisch von Museumsleiterin Gabriele Helbig. Quelle: Marlies Schnaibel

„Wir freuen uns über den Nachlass“, sagt Gabriele Helbig. Er ordnet sich ein in den Sammlungsbestand von Material über bekannte Falkenseer, die über die Grenzen der Stadt hinaus gewirkt haben. Das Museum verwaltet die Schriftstücke und Objekte und arbeitet sie Stück für Stück auf. Zu den größten Beständen zählt der Nachlass über Hans Zank und Willi Gericke, das Spandauer Malerpaar war zu Kriegende nach Falkensee gezogen und hatte hier bis zum Tod gelebt, im Museum befinden sich Arbeiten der beiden. Auch über Simeon Nalbandian (1883 bis 1968), der lange in Falkensee lebte und den Ort und die Umgebung malte, ist vieles überliefert, seine Arbeiten sind im Potsdam-Museum und in Nauen zu finden. Daneben sind auch die Tänzerin Erna Offeney und die Schauspielerin Monika Gabriel zwei Künstler, die in Falkensee gelebt haben und über die im Museum der Stadt viele Dinge aufbewahrt sind. Neben künstlerischen Nachlässen sind andere zu finden: über den Publizisten Willi von der Osten, über den Germanisten Reinhold Kluge und über den Universalgelehrten und Geologen Heinrich Quiring. Besonders anschaulich ist der Nachlass des Pressefotografen Heinz Krügers, der viele Fotografien, Negative und Fototechnik enthält.

Von Marlies Schnaibel

Havelland Crowdfunding finanziert das 3. Taste of Hip-Hop-Festival - In Rathenow trifft sich die Hip-Hop-Szene

510 Euro haben die Organisatoren des Taste of Hip-Hop-Festivals über die Internetplattform betterplace.org zusammengesammelt. 1700 Euro kostet das Projekt. Dass das Taste of Hip-Hop am Samstag trotzdem stattfindet, ist nicht zuletzt auch der Unterstützung einer älteren Dame zu verdanken.

20.08.2014
Havelland MAZ-Leser klagen über Autofahrer und unschöne Grabstellen - Falschparker und Friedhofssorgen

Der Falkenseer Dieter Krüger wohnt in der Elberfelder Straße. Die ist schmal und saniert. „Da parken Autos oft recht wild“, merkt er am MAZ-Sorgentelefon an. „Sie stehen zum Teil auf dem Seitenstreifen oder entgegen der Fahrbahn.“ Das Ordnungsamt müsse mal öfter kontrollieren, sagt er.

20.08.2014
Havelland Skulptur Gerhard Göschels ziert die Fassade des sanierten KWR-Blocks - Was schwebt denn da am Plattenbau?

Die Fassade des frisch sanierten Plattenbaus der Kommunalen Wohnungsbaugesellschaft Rathenow (KWR) in der Berliner Straße 67 ist seit Dienstag um ein glanzvolles Element reicher – im wahrsten Sinne des Wortes. Die Stahlskulptur, die der Zollchower Künstler Gerhard Göschel geschaffen hat, funkelt und glänzt bei Sonneneinstrahlung wie ein Edelstein.

22.08.2014