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Elf neue Tafeln für den Fliegerpfad

Engagement vom Lilienthal-Verein in Stölln Elf neue Tafeln für den Fliegerpfad

Zum Beginn der Bundesgartenschau hatten sich einige Besucher beschwert, dass Informationen zum Fliegerpfad in Stölln fehlen. Der Lilienthal-Verein hat jetzt nachgelegt. Elf Tafeln informieren nun über den Flugpionier.

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Hans Schwarz aus Berlin schaut sich die Infotafeln an.

Quelle: Norbert Stein

Stölln. An dem Fliegerpfad in Stölln wurden elf neue Informationstafeln aufgestellt. „Wir wollen den Besuchern einen erlebnisreichen und informativen Fliegerpfad bieten. Zu Beginn der Buga war das noch nicht so und wurde von Besuchern zu Recht kritisiert. Die beiden ebenfalls vom Verein für das Amt Rhinow aufgestellten Flugmodelle reichen nicht aus. Deshalb haben wir zusätzliche Aufgaben übernommen und realisiert“, sagt der Vorsitzende des Lilienthal-Vereins Horst Schwenzer.

Unterstützung auch aus Rathenow und Premnitz

Um den Buga-Besuchern weitere Fliegeraktivitäten aus dem Havelland näher zu bringen, hat der Verein in den letzten Tagen entlang des Fliegerpfades die Hinweisschilder aufgestellt. So informiert der Verein mit der tatkräftiger Unterstützung von Johanna Schulz aus Rathenow und Werner Coch aus Premnitz, in Wort und Bild neben dem ersten Flieger Otto Lilienthal, über das Flugzeug „Möwe“ von Waldemar Geest, dem Arado-Flugzeugbau in Rathenow und den Segelflugaktivitäten in Stölln, Bützer und Milow. Informationen liefert der Verein mit seinen Tafeln auch zur alten Segelflugschule bis zur Lady Agnes auf dem Gollenberg in Stölln.

Hans Schwarz in Stölln

Hans Schwarz in Stölln

Quelle: Norbert Stein

Das Lilienthal-Centrum hat Hans Schwarz schon besichtigt. Nun macht sich der Rentner und ehemalige Bauschlosser aus Berlin am Mittwochnachmittag auf dem Weg zum Fliegerpark auf dem Gollenberg. Zuvor nimmt er noch die Dorfkirche in Augenschein, dann geht es auf dem 1,2 Kilometer langen Fliegerpfad durch den Bürgerpark, vorbei an Feldkulturen, die von der Agrargenossenschaft Stölln zur Buga angelegt wurden, in Richtung Gollenberg.

Hans Schwarz hat Zeit für einen gemütlichen Spaziergang, geniest Blumen und Landschaft. Zwei vom CJD gefertigte und vom Otto-Lilienthal-Verein am Fliegerpfad aufgestellte Flugmodelle – ein Lilienthal-Doppelgleiter und ein Segelflugzeug SG 38 – finden seine besondere Aufmerksamkeit. Sie wecken sein Interesse für die Fluggeschichte im Havelland. Vielfältige Informationen dazu findet er immer wieder entlang des Fliegerpfades.

Es folgen noch mehr Tafeln

„Von Otto Lilienthals Flugversuchen auf dem Gollenberg habe ich gewusst. Von vielen anderen geschichtlichen Verbindungen der Region mit der Fliegerei nicht. Wirklich Interessant“, sagt Hans Schwarz als er auf einer Tafel liest, dass 1929 der Kapitän des Dornier-Flugschiffes Dox sich bedankt bei der Emil Busch AG in Rathenow für das Marlux-Prismenglas 7x50, welches in dem Werk gefertigt wurde und wegen seiner Qualität in Kreisen der Luftfahrt sehr geachtet und gerne verwendet wurde.

„Weitere Tafeln werden noch folgen“, gibt Horst Schwenzer einen Ausblick auf die im nächsten Jahr folgenden zwei Lilienthal-Ereignisse. Die Höhe punkte dabei sind am 30. August 2016 das Fest zu 125 Jahre Menschenflug in Derwitz und der 120. Todestag von Otto Lilienthal in Stölln. Aber auch weitere Aktivitäten möchte der Verein noch in der verbleibenden Buga-Zeit noch realisieren: Der Fertigstellung des Agrarfliegers Z37 vorm Lilienthal-Centrum sowie der Herrichtung der Grabmale von Rudolf Niendorf, dem Arzt, der Lilienthal nach seinem Absturz behandelte, und Minna Herms, der Gastwirtin aus Stölln, die Lilienthal beköstigte.

Von Norbert Stein

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