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Havelland Nermerich ist neue erste Beigeordnete
Lokales Havelland Nermerich ist neue erste Beigeordnete
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13:23 27.09.2016
Kreistagsvorsitzende Manuela Vollbrecht (li.) mit Elke Nermerich nach der Wahl zur Vizelandrätin. Quelle: Joachim Wilisch
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Rathenhow

Was bei der Landratswahl noch lange dauerte, das ging bei der Wahl zur Ersten Beigeordneten des Kreises ganz schnell. Mit 35 Ja-Stimmen ist Elke Nermerich aus Falkensee am Montag zur neuen Ersten Beigeordneten des Kreises Havelland gewählt worden. Mit Nein stimmten zehn Abgeordnete, zwei enthielten sich der Stimme, ein Votum war ungültig.

Damit ist die Riege der Dezernenten um Landrat Roger Lewandowski wieder komplett. Elke Nermerich rückt auf die Position, die Lewandowski früher besetzte. Mit seiner Wahl zum Landrat wurde sie vakant. „Wir haben landesweit ausgeschrieben“, sagte der Landrat am Montag. Die Bewerbung von Elke Nermerich sei auf jeden Fall die beste Bewerbung gewesen. Und der Landrat fügte an: „Es gab weitere sehr gute Bewerber, aber eben nicht so gut.“

Man könne einer Kandidatin nicht vorwerfen, sie sei Mitglied in der SPD, so Lewandowski. Der spielte damit darauf an, dass im Vorfeld klar war, wie diese Wahl ausgeht. Denn es war bekannt, dass die SPD eine Kandidatin benennen darf beziehungsweise, dass die SPD dem Landrat einen Vorschlag unterbreiten darf, den er zur Kandidatur erheben wird. Das ist Teil eines Zählgemeinschafts-Vertrages, den die SPD zusammen mit der CDU, der FDP und den Bauern/Familie geschlossen hat. Die Wahl von Elke Nermerich galt deshalb als sicher.

In seiner Vorlage macht Landrat Lewandowski deutlich, dass er große Stücke auf Elke Nermerich hält. Sie arbeitet – noch – im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, wo sie das weite Feld „Innenrevision, Korruptionsvorsorge und Korruptionsbekämpfung“ beackert. In der Kommunalpolitik kennt sich Elke Nermerich gut aus. Sie war bis Montag Mitglied im Kreistag und in der SVV Falkensee. In der SPD-Kreistagsfraktion war sie die stellvertretende Vorsitzende.

Die Wahl am Montag in Rathenow fand ohne Aussprache statt. Die Kandidatin selbst nahm in den Zuschauerreihen Platz, während die Kreistagsabgeordneten abstimmten. Nach der Wahl musste Elke Nermerich zahlreiche Hände schütteln. Die Vorsitzenden der Kreistagsfraktionen hatten Blumen für sie dabei – ebenso Landrat Lewandowski und die Vorsitzende des Kreistages, Manuela Vollbrecht.

Ein großes Lob für Nermerich gab es bereits im Vorfeld vom Unterbezirksvorsitzenden der SPD, Martin Gorholt: Sie sei eine ausgewiesene Expertin. „Elke Nermerich hat Verwaltungserfahrung, sie hat Erfahrung als Mitglied im Parteivorstand, sie ist bestens vernetzt und eine hervorragende Kommunikatorin.“ Zudem kenne sie sich im Havelland hervorragend aus und werde ihren neuen Posten als Beigeordnete sicher exzellent ausfüllen. Sie habe beste Voraussetzungen.

Für Elke Nermerich blieb, nachdem sie die Wahl angenommen hatte, nur der Dank und das Versprechen: „Ich hoffe, dass ich die, die mich nicht gewählt haben, durch meine Arbeit überzeugen kann.“

Von Joachim Wilisch

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