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Havelland Streitbar, lebenslustig und geradeheraus
Lokales Havelland Streitbar, lebenslustig und geradeheraus
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00:29 10.12.2015
Ellen Gajdecki starb am 26. November. Quelle: Privat
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Rathenow

Wer Ellen Gajdecki in ihrer aktiven Zeit als Kommunalpolitikerin erlebt hat, der wird sich mit Sicherheit erinnern an diese Frau. Ellen Gajdecki war das, was man ein Temperamentbündel nennt. Direkt und geradeheraus tat sie in den Fachausschüssen und in der Stadtverordnetenversammlung ihre Meinung kund. Nicht selten setzte sich dabei über die parlamentarischen Gepflogenheiten hinweg. Wenn sie etwas zu sagen hatte, da musste es heraus – egal ob die Vorsitzende ihr Rederecht eingeräumt hatte oder nicht.

Ellen Gajdecki war eine Politikerin der ersten Stunde. Bei der ersten Kommunalwahl nach der Wiedervereinigung im Mai 1990 zog die am 27. September 1932 in Gera Geborene für die Linke – damals noch PDS – in die Rathenower Stadtverordnetenversammlung ein. Und blieb 20 Jahre lang Abgeordnete. Im Mai 2010 legte sie, von diversen Krankheiten geschwächt, schweren Herzens ihr Mandat nieder.

Von 1990 bis 1998 war Gajdecki außerdem Vorsitzende der PDS-Fraktion und drückte in dieser Funktion den Debatten um die Entwicklung der Stadt ihren Stempel auf. Sie verstand sich vor allem als Interessenvertreterin der Bürger und scheute, wenn sie von einer Sache überzeugt war, die Widerrede nicht. Nicht nur der politische Gegner bekam die Resolutheit dieser Frau zu spüren – auch die Genossen aus der eigenen Partei blieben nicht unverschont.

Gelernt hatte Gajdecki den Beruf der Chemiefacharbeiterin, später war sie lange Jahre als Verkehrspolizistin in Rathenow tätig. Viele ältere Rathenower werden sich erinnern an das Bild der kleinen, resoluten Frau, die mit Signalkelle auf der Hauptkreuzung den Verkehr regelte. In den 90er Jahren wurde sie ehrenamtliche Aufsichtsratsvorsitzende der Kommunalen Wohnungsbaugesellschaft Rathenow (KWR). Von 2003 bis 2008 stand sie dem Aufsichtsrat der Rathenower Wärmeversorgung GmbH vor.

„Ellen Gajdecki war eine lebenslustige, engagierte Frau, die ihre Meinung klar und unverblümt vertreten hat“, erklärte Hendrik Öchsle, Vorsitzender der Rathenower Linken, am Montag auf MAZ-Anfrage. Politische Tricksereien und undurchschaubare Manöver seien ihre Sache nicht gewesen, sie habe immer den direkten, ehrlichen Weg gewählt. Ihr Tod sei ein großer Verlust. Bürgermeister Ronald Seeger sagte, er bedaure den Tod Ellen Gajdeckis außerordentlich. „Wir verlieren eine Frau, die mit Leidenschaft für ihre Überzeugung eingetreten ist, dabei aber den Humor nie vergessen hat.“

Von Markus Kniebeler

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