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Havelland Elstal hat eine Theologische Hochschule
Lokales Havelland Elstal hat eine Theologische Hochschule
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02:17 25.10.2015
Ministerin Sabine Kunst hat Rektor Michael Kißkalt den Bescheid übergeben. Quelle: Foto: Tanja M. Marotzke
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Elstal

„Wir sind jetzt eine Hochschule geworden, ohne wenn und aber. Die Entfristung ist der Lohn unseres langjährigen Wirkens“, sagte ein freudiger Rektor Michael Kißkalt am Donnerstag. Wenige Minuten zuvor hatte ihm Brandenburgs Wissenschaftsministerin Sabine Kunst (SPD) den Bescheid über unbefristete staatliche Anerkennung der Theologischen Hochschule Elstal überreicht.

„Das ist mehr als ein Stück Papier. Es ist für die Hochschule, und für die Studenten ein Erfolg und eine Bestätigung ihrer Arbeit seit 2003“, erklärte die Ministerin im Hörsaal vor einem Großteil der insgesamt 67 Studenten. Zwar ist die Elstaler Einrichtung jetzt die kleinste staatliche anerkannte Hochschule in Brandenburg, trotzdem bereichere sie das brandenburgischen Hochschulsystem und setze in der wissenschaftlich theologischen Qualifizierung und Forschung besondere Akzente, so Sabine Kunst.

Die vom Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) getragene Hochschule bietet drei Studiengänge an: Evangelische Theologie im Bachelor- und Master-Studiengang sowie den Master-Studiengang Freikirchliche Diakonie. Einer der Studenten ist Silas-Kerem Hunneck, der als Gemeindevertreter im Wustermarker Parlament sitzt. Auch für ihn war es ein Freudentag: „Ich möchte Pastor werden. Deshalb ist es nicht unwichtig, dass unsere Abschlüsse in Elstal jetzt überall anerkannt werden.“

Erstmals staatlich anerkannt wurde die Hochschule im Jahr 2003. 2007 erfolgte eine positive Begutachtung und damit die Akkreditierung durch den Wissenschaftsrat. „Dieses Gremium ist zu recht streng und kann manchmal nervig sein“, sagte die Ministerin. Umso höher sei es zu bewerten, dass die Elstaler dran geblieben sind. Eine zweite Begutachtung gab es im Jahr 2013. Diese Reakkreditierung war für einen Zeitraum von fünf Jahren mit der Option der Verlängerung auf zehn Jahre ausgesprochen, wenn innerhalb einer gesetzten Frist einige Auflagen erfüllt werden. „Dazu gehörte vor allem, dass wir acht Vollzeitstellen für Professoren anbieten“, erklärte Uwe Swarat, Studienleiter an der Elstaler Hochschule. „Das haben wir geschafft, auch wenn derzeit eine Stelle neu besetzt werden muss.“ Derzeit laufe noch die Begutachtung der drei angebotenen Studiengänge, aber dabei sehe die Hochschulleitung keine Probleme, so Swarat.

Rektor Michael Kißkalt dankte zunächst seinem Vorgänger Volker Spangenberg, der diesen Anerkennungsprozess angeschoben und maßgeblich vorangebracht hatte. Zugleich versicherte er, dass die Elstaler Hochschule „Impulse in der Gesellschaft setzten und einen Beitrag zu mehr Menschlichkeit leisten wird. Wir sind Kirche für die Welt, aber wir wollen andere mit unseren Auffassungen nicht überrollen. Respekt vor der Freiheit und der Würde der Menschen ist unser Gebot.“ Kißkalt sei froh, dass sich die Akzeptanz der Freikirchen in Deutschland verbessert habe.

Die weltweite Anerkennung der Elstaler Studienabschlüsse war eines der Ziele, die der Träger der Hochschule angestrebt hat. „Hochqualifizierte Diakone oder Pastoren auszubilden, dafür haben wir jetzt ein externes Qualitätssiegel“, sagte Friedbert Neese vom Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden. Und er ergänzte: „Die Elstaler Hochschule war uns immer lieb, aber auch teuer.“ Für Mitglieder ist der Hochschulbesuch kostenfrei, Angehörige anderer Kirchen zahlen 250 Euro pro Semester.

Von Jens Wegener

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