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Elstal könnte neues Schulzentrum bekommen

Wustermark Elstal könnte neues Schulzentrum bekommen

Die Wustermarker Verwaltung und die Kommunalpolitiker haben ihre Gedanken über die künftige Schullandschaft in der Gemeinde neu geordnet. Die derzeitige Grundschule ist auf lange Sicht zu klein, deshalb könnte in Elstal auf dem Areal der Sielmann-Oberschule ein zweite Grundschule entstehen. Solche Schulzentren fördert das Land.

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Zur Oberschule in Elstal könnte eine neue Grundschule hinzukommen.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Elstal. Nach der Enttäuschung, dass der zweite Gesamtschulstandort im Osthavelland nicht Elstal sondern Brieselang werden soll, haben die Wustermarker ihre Gedanken über die künftige Schullandschaft in der Gemeinde neu geordnet.

Klar ist, dass die Kapazität der bisherigen Grundschule „Otto-Lilienthal“ auf Dauer nicht ausreicht. „Selbst wenn der jetzt beginnende Erweiterungsbau Mitte 2019 fertig ist, kann die Schule maximal vierzügig laufen“, sagt Uwe Schollän von der Gemeindeverwaltung. Nimmt man die Zuzügler hinzu, die in neue Wohngebiete in Elstal ziehen, werden 2020 laut Prognose des Landkreises Havelland allein 108 Erstklässler (2016 waren es 80) eingeschult. Das bedeutet, die erste Stufe zur Fünfzügigkeit.

„Die Kommune Wustermark ist Schulträger und hat die Pflichtaufgabe, jedem Kind einen Grundschulplatz in der Gemeinde anzubieten“, so Schollän. Auch die weiterführende Schule in Elstal sei eine wichtige Komponente für die Lebensqualität der Bürger.

So hat die Verwaltung zwei Varianten entwickelt, der steigenden Schülerzahl gerecht zu werden: Die Erweiterung des Grundschulkomplexes Wustermark auf fünf Züge inklusive Hortkapazitäten. Oder die Schaffung eines Schulzentrums in Elstal durch die Erweiterung der Oberschule mit einer zweizügigen Grundschule plus Hort. Beides sollte bis 2025/26 erfolgen.

Hintergrund

Vom Schuljahr 2013/14 bis 2016/17 stieg die Schülerzahl in Wustermark von 335 auf 401.

Ab dem Schuljahr 2020/21 wird davon ausgegangen, dass fünfzügig eingeschult werden wird.

Prognostiziert sind dann 508 Grundschüler: 108 Schüler in der Jahrgangsstufe 1, 82 in der den zweiten Klassen, 78 in den dritten Klassen, 99 in den vierten Klassen, 79 in den fünften Klassen und 62 in den sechsten Klassen.

Es ist davon auszugehen, dass der allgemeine Grundschulbedarf

mittelfristig auf eine vollständige Fünf-Zügigkeit hinaus läuft.

Für das Schuljahr 2021/22 sind 561 Grundschüler vorhergesagt.

„Solche Schulzentren werden vom Land Brandenburg mit bis zu 60 Prozent gefördert“, sagt Christiane Scharschmidt, Leiterin der Elstaler Oberschule. Sie unterstützt genau wie ihr Kollege Michael Heinrich, Leiter der Grundschule Wustermark, die Variante zwei. Ebenfalls habe sich in einer Abstimmungsrunde bereits der zuständige Schulrat des Staatlichen Schulamtes Neuruppin für ein Schulzentrum Elstal ausgesprochen, so Schollän. Aber bei dem nicht unwesentlichen Faktor Kosten ist zu beachten: Das entsprechende Förderprogramm des Landes ist an die aktuelle Legislaturperiode gebunden. Ob es danach eine Förderung der Schulzentren gibt, scheint nicht sicher. Deshalb müsse die Gemeinde einen Fördermittelantrag bis März 2018 einreichen, hieß es im Wustermarker Bildungsausschuss.

Die Investitionskosten liegen nach ersten Schätzungen bei der Variante eins bei 13,5 Millionen Euro – Erweiterung des Gebäudebestandes um zwei Züge plus Hort und Aufwertung der Außenanlagen 9 Millionen Euro plus 4,5 Millionen Euro für eine Zweifeldsporthalle. Für die favorisierte Variante zwei wären 13 Millionen Euro fällig, wobei die Sporthalle im Schulzentrum Elstal sofort mitgebaut werden müsste, während sie in Wustermark später entstehen könnte. Die Ausschussmitglieder beauftragten die Verwaltung, den Schulentwicklungsplan weiter zu entwickeln, damit die Gemeindevertreter später darüber entscheiden können.

Von Jens Wegener

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