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Havelland Elstaler Lehrer geht in Ruhestand
Lokales Havelland Elstaler Lehrer geht in Ruhestand
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02:17 18.07.2015
Gotthard Stängle bekommt ein Abschiedsgeschenk von Schulleiterin Christiane Scharschmidt. Quelle: Foto: Jens Wegener
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Elstal

Er hat an der Elstaler Oberschule so gut wie alles unterrichtet: Deutsch, Französisch, Englisch, Geografie, Musik, politische Bildung. Er war viele Jahre Klassenlehrer, er organisierte Feste, Vorlesewettbewerbe, baute die Foto-AG auf. „Nur eines war Gotthard Stängle nicht: Sekretärin.“ Schulleiterin Christiane Scharschmidt überreichte ihrem langjährigen Kollegen zum Abschied eine hölzerne Figur, die einem Buddha ähnelt. „Der soll Glück und Gesundheit bringen“, sagte sie.

Intensive und besondere Jahre

Nach 22 Jahren „intensiven und besonderen Jahren“, wie er es selbst einschätzt, geht Lehrer Gotthard Stängle in den Ruhestand. Der 63-Jährige verlässt in wenigen Tagen nicht nur die Heinz-Sielmann-Oberschule, auch seinen Wohnort Elstal. Er geht zurück nach Westdeutschland in die Nähe von Göttingen, wo seine Frau lebt. „Wir müssen uns erst wieder richtig kennenlernen, denn wir haben 22 Jahre eine Wochenendehe geführt“, sagt Stängle.

Für seine Elstaler Lehrerkollegen ist der Weggang von Gotthard Stängle schmerzlich. „Als Mensch, als Lehrer und als Entertainer“, sagt Ursula Bohrmann. „Er war immer lustig, hatte oft eine Überraschung parat für die Schüler, und er konnte uns vor allem in der Nachwendezeit Sachen über den Schulalltag erzählen, die wir nicht kannten.“ Ursula Bohrmann war es, die Gotthard Stängle nach seinem Start 1993 in Elstal besonders unterstützte. „Es gab die Phase, wo die Schüler nicht so wollten, wie ich wollte. Sie hörten kaum zu, machten andere Dinge im Unterricht. Das schlug mir aufs Herz. Ich habe manchmal gedacht, wo ist der Zug, unter den ich springen kann“, erinnert sich Stängle. Das änderte sich, als er 1995 seine erste Klasse übernahm. „Von da an, war alles anders, wie ausgewechselt.“

Geholfen hat ihm sein großes Hobby

Geholfen hat ihm auch sein großes Hobby – die Fotografie. Kaum eine Landschaft, die Gotthard Stängle nicht abgelichtet hat. Er baute die Foto-Arbeitsgemeinschaft an der Schule auf, in der immer zehn bis zwölf Schüler mitmachten. Auch seine anderen Talente, Stängle spielt Klavier und ist auch künstlerisch begabt, konnte er im Laufe der Jahre in den Schulalltag einbringen. Selbst in der Gemeinde Wustermark engagierte er sich bei Festen.

Das Berufsleben begann für Gotthard Stängle 1971 mit dem Lehramtsstudium in Baden-Württemberg. Nach einigen Hürden, die er im Westen wegen seines politischen Engagements im marxistischen Spartakusbund zu überspringen hatte, arbeitete er unter anderem bei der Caritas als Deutschlehrer für Aussiedler, er saß in einer Art ADAC-Telefon-Service-Zentrale für Lkws, er war zwischenzeitlich Vertretungslehrer für Schwangere, besetzte mehrere ABM-Stellen als Lehrer bis er sich schließlich 1992 zu der Einsicht kam: „Ich bewerbe mich im Osten als Französischlehrer. Dort kenne ich nichts, denn die Wende habe ich irgendwie verpasst.“ Die Wahl fiel auf Elstal, auch Nauen und Bernau waren im Rennen.

Jetzt hat Gotthard Stängle viel Zeit. Die will er zunächst dafür nutzen, seine beiden Festplatten, die voll sind mit Fotos, zu leeren und zu sortieren. „Auch sonst ist viel liegen geblieben“, sagt er. „Das heißt aber nicht, dass ich nicht ab und an mal zurückkomme nach Elstal, um zu sehen, was aus der Schule wird.“

Von Jens Wegener

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