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Eltern haben selbst einen Spielplatz gebaut

Garlitz Eltern haben selbst einen Spielplatz gebaut

35 Jahre hatten die alten Spielgeräte auf dem Buckel. Weil diese nicht mehr genutzt werden durften, bauten die Einwohner von Garlitz für ihre Kinder einen neuen Spielplatz. Am Samstag weihte der Nachwuchs die neuen Geräte begeistert ein. Die Ortsvorsteherin nutzte die feierliche Einweihung auch für kritische Worte.

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Die Kinder erkundeten begeistert die neuen Spielgeräte.

Quelle: Norbert Stein

Garlitz. Die Kinder hatten am Samstag in Garlitz die Qual der Wahl. Sollten sie nun erst auf die zwei Spieltürme klettern oder doch erst die neue Schaukel, die Schlange aus Holz oder das Seil zum Balancieren ausprobieren. Und da waren ja auch noch die Lümmelbänke, die als Großtrappe aus Holz gefertigte Federwippe und die Tischtennisplatte. Die Kinder machten alles richtig. Sie nahmen alle Spielgeräte auf einmal in Beschlag. Doch zuvor ließen sie zur Einweihung ihres neu gestalteten Spielplatzes in der Dorfmitte bunte Luftballons aufsteigen.

Ortsvorsteherin Gudrun Lewwe hatte sich auf den mit 40 Kubikmetern Sand aufgeschütteten Hügel, von dem die Kinder mit BMX-Rädern oder im Winter mit Schlitten herunter sausen können, und lobte zur Eröffnung des kleinen Dorf- und Familienfestes den neu geschaffenen Spielplatz als ein Juwel. Geschaffen haben dieses Spielplatz-Juwel viele fleißige Hände. Seit April waren dafür an fast allen Wochenenden insgesamt rund 35 Einwohner im Einsatz. Sie haben alte Spielgeräte abgebaut, aus dem Wald Akazienholz geholt, anschließen bearbeitet und daraus neue Spielgeräte gebaut, die sie schließlich auf den Platz aufstellten.

Garlitzer Eltern hatten die Spielgeräte gebaut

Vor einem Jahr fassten in Garlitz Einwohner den Entschluss, den Kindern einen neuen Spielplatz zu schenken, weil die alten Spielgeräte nach 35 Jahren verschlissen waren und nicht mehr genutzt werden durften. Christine Weinhold, Tina Hantke, Susanne Siegmund, Sabine Krüger und Gudrun Lewwe stellten sich an die Spitze der Dorfinitiative und wurden dafür am Samstag mit einem Präsent geehrt.

Die Akteure enthüllen zudem eine weitere Sitzbank aus Holz mit der Inschrift „Danke Uli“. Gewidmet haben die Garlitzer die Sitzbank mit Inschrift ihrem ehrenamtlichen Spielplatzbauleiter Ulrich Barthels. Gudrun Lewwe benannte am Samstag die Spendenbereitschaft vieler Menschen, die Materialspenden und die fleißigen Helfer als die drei entscheidenden Säulen für die Erfolgsgeschichte Spielplatzbau in Garlitz. Das Amt Nennhausen möge den Spielplatz nun regelmäßig pflegen, den Rasen mähen und zukünftig ähnliche ehrenamtliche Projekte fachlich besser begleiten, äußerte die Ortsvorsteherin als Wünsche aus den Erfahrungen der letzten Monate.

Die Botschaft sei angekommen, sagte Amtsdirektorin Ilka Lenke bevor sie mit einem kleinen Spielbagger zur Spielplatzeinweihung gratulierte und die Garlitzer Initiative lobte. Gleiches tat auch Gemeindebürgermeister Andreas Tutzschke, und die Garlitzer Kita- Leiterin Stephi Eckle versprach regelmäßig mit den Kindern den neuen Spielplatz zu besuchen.

Von Norbert Stein

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