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Eltern in Sorge: Unbekannter spricht Kinder an

Rathenow (Havelland) Eltern in Sorge: Unbekannter spricht Kinder an

In Rathenow (Havelland) herrscht Aufregung: Dort sind in den vergangenen Tagen Schülerinnen von einem Mann auf verdächtige Weise angesprochen worden. Der Unbekannte näherte sich ihnen am Schulhof von außen über den Zaun. Ein anderes Mal behauptete er, eine kleine Katze zeigen zu wollen. Eltern und Schulen sind alarmiert.

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In zwei Fällen sind Mädchen, die in die Jahngrundschule gehen, von einem Mann angesprochen worden.

Quelle: Markus Kniebeler

Rathenow. Zwei Mädchen im unteren Grundschulalter sind am Mittwoch vergangener Woche von einem unbekannten Mann oder vielleicht auch von zwei verschiedenen Männern auf verdächtige Weise angesprochen worden.

Wie die Polizei bestätigt hat, soll im ersten Fall gegen 12.20 Uhr ein Kind auf Schulhof der Jahngrundschule von einem Mann angesprochen worden sein, der am Zaun außerhalb des Schulgeländes stand. Er habe das Kind aufgefordert, zu ihm zu kommen. Das Mädchen habe verneint, sei fortgelaufen und habe die Hortleiterin informiert.

Der zweite Fall soll sich am gleichen Tag gegen 15 Uhr an der Feierabendallee im Bereich der Einfahrt zur Rettungsstelle ereignet haben. Ein Kind, das auf dem Weg von der Schule nach Hause war, sei von einem Mann angesprochen worden. Er habe behauptet, ihm eine kleine Katze zeigen zu wollen und es aufgefordert mitzukommen. Das Kind sei weggelaufen.

Einmal im grünen Mantel, einmal in Jacke und Hose gekleidet

Im ersten Fall wird der Verdächtige als Mann mittleren Alters beschrieben. Er habe eine normale Größe, wenig Haare und einen Oberlippenbart gehabt. Bekleidet sei er mit einem grünen Mantel gewesen. Im zweiten Fall soll der Mann etwa 175 Zentimeter groß und schlank gewesen sein. Alter unbekannt. Er soll eine schwarze Jacke, schwarze Hose und schwarze Schuhe angehabt und einen Dreitagebart getragen haben. Bislang ist keiner der Männer gefunden werden. Die Ermittlungen der Kripo dauern an.

In einem Elternbrief, der in den sozialen Medien verbreitet wird, steht, dass es Fälle gegeben haben soll, bei denen Kinder der Jahn-, der Geschwister-Scholl- und der Weinberg-Grundschule betroffen gewesen sein sollen. Frank Gens, Leiter der Jahngrundschule, bestätigt die zwei von der Polizei genannten Fälle. Das Kind, das sich auf dem Schulhof befand, sei in der großen Pause zur Mittagszeit von dem Mann angesprochen worden. Er hatte sich von der Feierabendallee her dem Schulgelände genähert. Das bedeutet, er musste ein Grundstück betreten, das sich in privatem Eigentum befindet.

Weiterer möglicher Fall vor zwei Wochen

Kerstin Pollak, Leiterin der Weinberg-Grundschule, berichtet von noch einem anderen Fall. Am Wochenende mit dem 18./19. Februar sei eine Schülerin in ihrem Wohnumfeld von einem oder zwei Erwachsenen oder Jugendlichen angesprochen worden. Ein weiterer möglicher Fall vor zwei Wochen habe sich nicht bestätigt.

Cornelia Topp, Leiterin der Geschwister-Scholl-Grundschule, teilt mit, dass es dort keine Fälle gegeben hat. Für die Stadt erklärt Pressesprecher Jörg Zietemann, man habe sich mit der Polizei verständigt, wie man sich zu verhalten habe. Die Horte seien aufgefordert worden, die Kinder anlassbezogen zu belehren.

Auf die Frage, warum die Öffentlichkeit nicht sofort informiert worden ist, antwortet die Polizei: In den aktuellen Fällen seien die erforderlichen Institutionen informiert und somit alle zur Gefahrenabwehr notwendigen Maßnahmen eingeleitet worden. Die Polizei habe zu allen beteiligten Personen und Institutionen Kontakt aufgenommen. Im Rahmen der Gespräche hätten alle Gerüchte zu weiteren Vorfällen ausgeräumt werden können.

„Jedoch appellieren wir in diesem Zusammenhang an die Bevölkerung“, schreibt Juliane Mutschischk von der Polizeidirektion West, „derartige Vorfälle unverzüglich der Polizei zu melden.“ Nur so sei es möglich, erfolgversprechende Fahndungsmaßnahmen einzuleiten.

Von Bernd Geske

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