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Havelland Eltern machen Schulraum schick
Lokales Havelland Eltern machen Schulraum schick
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02:16 23.12.2015
Stephan Nickel übernahm bei der Renovierung die schwierige Aufgabe des Streichens der Heizkörper.
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Rahenow

„Die Eltern der Schüler haben die gesamten Möbel rausgeräumt, den Klassenraum der 3a vorbereitet und innerhalb eines langen Wochenendes komplett neu gestrichen“, erzählt Ralph Stieger, Direktor der „Otto Seeger“-Grundschule in Rathenow-West. „Der Hausmeister hat zuvor die Wände abgespachtelt.“ An der Seeger-Schule ist es seit Jahren „Tradition“, dass Eltern und Lehrer gezwungener Weise die Klassenräume und Flure selbst neu malern. Anders kennt es Ralph Stieger nicht, der seit zehn Jahren an der Seeger-Schule ist. Während der letzten Jahre stand die Grundschule in Rathenow-West immer wieder zur Disposition. So hat die Stadt kaum Geld in Sanierungsmaßnahmen gesteckt. „Wir streichen hier die Wände, Decken, Türen und auch die Jahrzehnte alten Schränke“, erzählte Silke Schmunck auf der Leiter stehend. „Den größten Teil der Farben und des Materials haben wir von der Stadt erhalten. Den Rest legen wir Eltern dazu.“ Die meisten Eltern fassen mit an, so wie sie Zeit dazu hatten. Stephan Nickel übernahm den schwierigen Part des Streichens der Heizkörper. „Wenn wir hier fertig sind, erhält der Klassenraum einen besonderen Schmuck“, so Silke Schmunck weiter. An der hinteren Wand werden zwei Bäume als Holzreliefs angebracht. Auf den Zweigen sitzen Eulen, unser Schulsymbol.“

Klasse 3a in ihrem renovierten Klassenraum mit den zwei plastischen Bäumen und ihren selbst gemalten Eulen an der Wand; Quelle: Uwe Hoffmann

Und diese Eulen haben die Schüler selbst gemalt. Dazu waren sie in Steckelsdorf bei Enrico Schönfeld, der seit 2001 als Illusionsmaler Fassaden und andere Fläche professionell gestaltet. Immer wieder lädt Enrico Schönfeld Kinder zu sich ein und gestaltet mit ihnen gemeinsam farbige Reliefs, die er selbst aus Holzplatten schneidet. An einem Vormittag bemalten die 17 Schüler der 3a das rund 30 Zentimeter große Symbol ihrer Schule: die Eule. Nicht nur die unterschiedlichsten Farben suchten sich die Acht- und Neunjährigen für ihre eigene Eule aus. Zum Schluss wurden sie teilweise mit Gold- und Silberflitter verschönert. „Mir macht die Arbeit mit den Kindern Spaß“, erzählt Enrico Schönfeld, dessen Sohn Finn Oswald, selbst Schüler der 3a. „Was die Kinder selbst gemacht haben, achten sie auch mehr.“ Der Steckelsdorfer half den Schülern beim letzten Schliff und sorgte für den Lacküberzug der kleinen Kunstwerke, um den Farbanstrich zu schützen. „Es hat viel Spaß gemacht, die Eule anzumalen“, sagte Finja in ihrem mit Farbe beklecksten T-Shirt. Sie erklärte die Eule gleich zu ihrem Lieblingstier. „Und die Farbe geht auch wieder rauszuwaschen“, so Enrico Schönfeld. „Eine klasse Idee“, fand auch Bettina Nickel, die mit nach Steckelsdorf kam. „Die Kinder setzen ihre eigene Fantasie um und bekommen nichts vorgesetzt.“ Sie half ihrer Tochter Ylva.

Die 17 Schüler freuten sich, als sie dann erstmals das komplette Reliefbild an der Wand ihres Klassenraumes sahen. An den Ecken stehen die zwei Bäume. Auf ihren Ästen und einer zwischen den Bäumen gespannten Leine sitzen jetzt ihre Eulen. „Die können sie mit Verlassen der Schule nach der 6. Klasse auch als ewiges persönliches Andenken an ihre Grundschulzeit mitnehmen“, sagt Schulleiter Ralph Stieger. Und bis dahin haben sie einen toll gestalteten Raum, in dem das Lernen noch mal so viel Spaß macht.

Von Uwe Hoffmann

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