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Eltern zahlen mehr für den Kita-Platz

Friesack Eltern zahlen mehr für den Kita-Platz

Die Eltern in Friesack müssen ab 1. Oktober mehr Geld für den Kita-Platz bezahlen. Das geht aus der neuen Gebührensatzung hervor, die die Stadtverordneten jetzt mit knapper Mehrheit beschlossen haben. Ein wesentlicher Grund für die erneute Erhöhung nach 2016 ist die Vollverpflegung, zu der auch die Friesacker gesetzlich verpflichtet sind.

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Quelle: privat

Friesack. Eltern in Friesack müssen für die Betreuung ihrer Kinder in Kita und Hort ab 1. Oktober mehr bezahlen. Das haben die Stadtverordneten mehrheitlich beschlossen. „Die Erhöhung resultiert vor allem aus der Einführung der Vollverpflegung“, sagt Hauptamtsleiter Jan-Peer Michalek. Die schreibt das Gesetz neuerdings vor und gilt in Friesack seit April. So ist auch die Stadt als Träger der Kita „Rhinspatzen“ verpflichtet, Frühstück, Mittag und Vesper anzubieten. Die Kosten fürs Mittagessen fließen anteilig in die Beiträge mit ein.

Besonders wirkt sich die Erhöhung im Kindergartenbereich aus. Wer mit einem Haushalts-Nettoeinkommen ab 40 000 Euro den Höchstbetrag zu zahlen hat – das betrifft fünf Eltern – muss für eine Betreuung seines Kindes unter sechs Stunden nun 62 Euro monatlich mehr bezahlen. Hingegen fällt die Erhöhung im Krippen- und Hortbereich eher moderat aus.

Wie Michalek erklärt, beträgt der Kostenanstieg insgesamt rund 99 000 Euro – neben der Vollverpflegung als größtem Posten schlagen auch Miete/Pacht oder Ausgaben für technisches Personal zu Buche. Im Gegenzug sanken trotz verbesserten Betreuungsschlüssels im Krippen-Bereich die Personalkosten. Gründe sind höhere Zuschüsse vom Landkreis sowie das Ausscheiden älterer Erzieherinnen mit höherer Eingruppierung.

Dass der Anstieg jetzt so deftig ist, hängt auch damit zusammen, dass die Stadtverordneten bei der Gebührenerhöhung 2016 auf die damals kalkulierten Beiträge einen Abschlag von 40 Euro monatlich festgelegt haben, um die Eltern nicht zu sehr zu belasten. So etwas gibt es nun nicht mehr. Was dazu führte, dass der Beschluss mit vier Ja- bei drei Nein-Stimmen und drei Enthaltungen knapp ausfiel.

Dafür war Stefan Plehn (CDU), für den die Kalkulation durchaus nachvollziehbar ist. Viele Gründe für die Erhöhung seien fremdbestimmt, die Kommune müsse darauf reagieren. Er ist der Meinung, dass die Kita-Beiträge jetzt auf eine realistische Ebene gezogen werden müssen, um nicht immer wieder die gleichen Diskussionen zu haben. Zudem sollte künftig jährlich eine Anpassung erfolgen, „damit alle Beteiligten, auch die Betroffenen, besser planen können“.

Zu den Ablehnern gehörte die SPD-Fraktion. Deren Chef Axel Himburg sagte: „Diese Erhöhung halten wir für unsozial, sie sollte gestaffelt werden.“ Sein Vorschlag, im Hauptausschuss erneut einen Kompromiss zu erreichen, fiel durch. Dass es eine Erhöhung geben muss, ist auch für ihn unstrittig. „Man hätte das aber moderater lösen und erst einmal eine Erhöhung um bis zu 25 Euro vornehmen können“, meinte er. Zudem zeigte sich Himburg enttäuscht, dass in der Stadtverordnetensitzung keine Eltern anwesend waren – im Gegensatz zum vorigen Jahr, als es nach rund 15 Jahren erstmals eine Anpassung der Beiträge gab. Diese fiel recht heftig aus, woraufhin es dann den genannten Kompromiss gab.

Von Andreas Kaatz

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