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Havelland Elternbeiträge: Nun doch nicht so hoch
Lokales Havelland Elternbeiträge: Nun doch nicht so hoch
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18:32 23.03.2016
Unter den Augen von Azubi Andrea Kobus toben die Kinder ausgelassen im Bällebad.   Quelle: Andreas Kaatz
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Friesack

 Die Erhöhung der Elternbeiträge für die Friesacker Kita „Rhinspatzen“ wird nun wohl doch nicht so hoch ausfallen wie ursprünglich geplant. Eine entsprechende Empfehlung hat jetzt der Hauptausschuss abgegeben. Danach würde der Anstieg bei den monatlichen Höchstbeträgen für die Kinder im Krippen-, Kindergarten- und Hortalter ab 1. Mai um jeweils 40 Euro geringer ausfallen als von der Verwaltung vorgeschlagen – eine Entlastung um 480 Euro im Jahr. Bei niedrigeren Einkommen verringert sich der Wert prozentual. Die endgültige Entscheidung dazu müssen aber noch die Stadtverordneten fassen, die am 12. April tagen.

Grund für die Korrektur sind die Elternproteste in der jüngsten Stadtverordnetensitzung. Rund 60 Mütter und Väter hatten die geplanten deutlichen Erhöhungen abgelehnt. Manche Familien hätten danach über 1000 Euro im Jahr mehr bezahlt. Die Stadtverordneten stellten daraufhin den Beschluss zurück. In einer internen Sitzung vergangene Woche einigte man sich auf die jetzige Lösung.

„Dass eine Erhöhung kommen muss, war klar. Aber jetzt ist sie so sozialverträglich, dass ich in den Spiegel gucken kann“, meinte Axel Himburg (SPD). Denn sollte die Steigerung vorher bei mehr als 2,5 Prozent des Jahreseinkommens liegen, so gehe es jetzt um 1 bis 1,6 Prozent. Der Höchstbetrag liegt bei 219 Euro. Den müssen Eltern zahlen, die ein Jahreseinkommen von mindestens 40 000 Euro haben und ihr Kind mehr als acht Stunden in der Krippe betreuen lassen.

Die Neukalkulation der Beiträge ist erforderlich, weil die letzte Berechnung aus dem Jahre 2001 resultiert und damit lange zurück liegt. Zwischenzeitlich sind aber Personal- und Betriebskosten enorm gestiegen. Rund 367 000 Euro kostet der Betrieb der Kita die Stadt, davon bezahlen die Eltern derzeit 114 000 Euro. Den größten Teil der übrigen Summe bringt die Stadt selbst auf. Mit der ursprünglich geplanten Erhöhung der Elternbeiträge wären 60 000 Euro zusätzlich in die Stadtkasse gekommen, mit dem neuen Vorschlag würden es zumindest noch 30 000 Euro sein.

„Es ist immer noch ganz schön heftig“, sagt Susanne Toppel zu der nunmehr geringeren Beitragserhöhung. Die Mutter von drei Kindern rechnet damit, dass sie etwa 420 Euro im Jahr mehr bezahlen muss. Allerdings ist sie sich auch mit anderen Eltern einig, dass sie ihre Kinder in der Kita gut aufgehoben wissen. Marcel Fischer hofft, dass die höheren Beiträge auch dazu führen, dass baulich etwas an der Kita passiert.

Künftig sollen die Kalkulation der Elternbeiträge regelmäßig erfolgen. Die nächste stehe spätestens 2017 an, kündigte Hauptamtsleiter Jan-Peer Michalek an.

Von Andreas Kaatz

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