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Empfehlung und Ablehnung vor der Wahl

Falkenseer Parteien zur Bürgermeistersuche Empfehlung und Ablehnung vor der Wahl

Wer macht’s? Müller oder Richstein? Am Sonntag wird in Falkensee ein Bürgermeister oder eine Bürgermeisterin gewählt. Die Parteien rufen daher die Falkenseer auf, zur Stichwahl zu gehen. Da gibt es natürlich – mehr oder weniger deutliche – Wahlempfehlungen von der AfD, den Linken und den Grünen.

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Will weiter für Falkensee arbeiten – und das als Bürgermeister: Heiko Müller.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Falkensee. Meistens liegt der blaue Helm im Bürgermeisterschrank, nun hat ihn Heiko Müller zu einem Fototermin herausgeholt: Für ein neues Wahlplakat, das noch einmal frischen Wind in den Falkenseer Stichwahlkampf bringen soll.

Die Entscheidung am Sonntag wird mit Spannung erwartet. Am 27. September hatten sich Amtsinhaber Heiko Müller (SPD) mit 38,8 Prozent und seine Herausforderin Barbara Richstein (CDU) mit 32,6 Prozent klar von den anderen drei Bewerbern abgesetzt. Für Sonntag wird ein knappes Ergebnis erwartet. Vieles hängt von der Wahlbeteiligung ab und davon, wie sich die Anhänger von Grüne, AfD und Linke entscheiden.

Das sagen die Grünen

Der Ortsverband von Bündnis 90/die Grünen hatte sich mit der Frage der „Wahlempfehlungen“ befasst. Sprecher Gerd Gunkel sagt dazu: „AfD und die Linke haben dazu aufgerufen, im zweiten Wahlgang Heiko Müller zu wählen. In diesen Kreis der Unterstützer werden wir uns nicht einreihen.“ Die Grünen, die seit Jahren in der Stadtverordnetenversammlung eine große Nähe zur CDU an den Tag legten, wollen nach 25 Jahren SPD in Falkensee einen Politikwechsel. „Wir trauen unseren Wählern zu, ihre Entscheidung selbst in diesem Sinne zu treffen.“

Das sagt die AfD

Die Alternative für Deutschland hat Parteifreunden und Wählern keine Wahlempfehlung gegeben, sagt Rainer van Raemdonck, der aber aus seiner persönlichen Meinung kein Geheimnis macht: „Mit der SPD haben wir – außer beim Straßenbau – mehr Schnittmengen.“

Das sagt die Linke

Die Linke drückt sich um eine klare Aussage nicht herum: Sie ruft dazu auf, bei der Stichwahl dem Kandidaten der SPD, Heiko Müller, die Stimme zu geben. „Wegen ihrer Verharmlosung und ihren Verzicht auf eine klare Distanzierung von rassistischen und diskriminierenden Äußerungen einiger weniger Funktionäre eines der größten Falkenseer Sportvereine ist Die Linke von der Vereinsvorsitzenden Barbara Richstein schwer enttäuscht. Sie ist für uns nicht wählbar“, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Linke will mit den Sozialdemokraten wichtige Dinge in Angriff nehmen: So wolle man dafür sorgen, dass die stadteigenen Wohnungsgesellschaft Gegefa möglichst bald in den Wohnungsbau einsteigt, dass der Aufbau eines Stadtwerkes gutachterlich geprüft wird und dass die Baumschutzsatzung überarbeitet wird.

Scharfe Ansage der CDU

„Rot-Rot in der SVV?“, fragte daraufhin der CDU-Stadtverband und ist verwundert über solche Art von Koalitionsaussagen, da doch die Mehrheitsverhältnisse in der Stadtverordnetenversammlung nicht für Rot-Rot sprechen. Daniela Zießnitz, CDU-Fraktionsvorsitzende, geht in ihrer Erklärung noch einmal scharf gegen den Amtsinhaber vor: „Wir brauchen keinen Bürgermeister, für den sich Bürgerbeteiligung in der Einwohnerfragestunde erschöpft und der Beschlüsse nur widerwillig umsetzt oder verschleppt, wenn die Initiative dazu nicht von den eigenen Genossen kam.“ Ohne klare Wahlempfehlung wird noch einmal für die Wahl agitiert: „Wer da vage bleibt, darf sich hinterher nicht beschweren, dass es so uninspirierend weitergeht wie bisher.“

Gelassene SPD

Mit „Wahlkampfpolemik“, kommentiert Heiko Müller die Angriffe. Auch Franc Heinrihar, Vorsitzender des SPD-Stadtverbandes, winkt ab: „Die Politik in Falkensee wird seit Jahren von der CDU aktiv mitgestaltet.“ Mit ihren Äußerungen mache sich die CDU kleiner als sie sei, man erfahre wieder nicht, wofür die Kandidatin stehe. Von einem uninspirierten Klein-Klein könne er in Falkensee nichts sehen. „Die Stadt entwickelt sich rasant“, sagt Heinrihar, „ihr tat bisher ein SPD-Bürgermeister gut und kann es weiter tun.“

Von Marlies Schnaibel

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