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Havelland „Ende im Gelände“: Abschlussfest in der Halle
Lokales Havelland „Ende im Gelände“: Abschlussfest in der Halle
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00:35 19.09.2015
Die Zeit der großen Sprünge in der Skaterhalle sind vorbei. Quelle: Hardy Krüger
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Rathenow

Zum letzten Mal öffnet am Samstag die Kreissportjugend den Hof der Skaterhalle auf der Magazininsel. Unter dem Motto „Ende im Gelände“ wird es ein Abschlussfest mit Livemusik geben. „Wir wollen die schöne Zeit, die wir hatten feiern“, sagt André Neidt, der das Projekt „Halle“ für die Kreissportjugend leitet . Wenngleich das Fest  das Ende einer Ära bedeutet, Trübsal will man  nicht blasen. „Es soll auf jeden Fall weitergehen“, betont Neidt.   

Seit Juni ist die Skaterhalle geschlossen, weil das Gebäude in einem derart schlechten Zustand ist, dass die Sicherheit für Leib und Leben nicht mehr gewährleistet werden kann. Ganz überraschend kam das nicht. Das Gebäude ist seit Jahren in einem schlechten Zustand und der Vermieter nicht bereit das zu ändern. Der letzte Sturm hatte dem Gebäude noch einmal zugesetzt, daraufhin ließ die KSJ  sicherheitshalber einen Statiker kommen, der wiederum die sofortige Schließung empfahl.

Zahlreiche Gespräche zwischen Vertretern der Kreissportjugend, des Kreissportbundes und dem Berliner Vermieter habe es gegeben, wie André Neidt in der letzten Sitzung des Rathenower Bildungsausschusses berichtete. Der Vermieter blieb stur und verwies auf den Mietvertrag, den er einst mit dem Funbox Verein geschlossen hatte.  Demnach sei der Mieter für eventuelle Reparaturen zuständig. Das sei nicht machbar und „die Sicherheit geht vor“, so Neidt.

Höhen und Tiefen

Im Mai 2006 brannte das einstige Domizil der Skaterszene, die Zietenhalle in der Schopenhauerstraße, nieder.
Die Jugendlichen suchten einen neuen Platz und fanden eine alte Möbelhalle auf der Magazininsel.
Diese wurde im Oktober 2006 als Skater-und BMX-Halle hergerichtet.
Der Funbox Verein übernahm die Trägerschaft und die Halle wurde auf den Namen „Madhouse“, zu deutsch „Irrenhaus“ getauft.
2013 übernahm der Kreissportbund die Geschicke in der Halle und setzte Mitarbeiter im Bereich sportorientierte, mobile Jugendarbeit ein.
BMX-Kurse für Schüler wurden angeboten und verschiedene Wettbewerbe organisiert. Am 30. September endet nun der  Mietvertrag für die Halle.

2013 sprang die KSJ ein, um den Treffpunkt für die Skaterszene aufrecht zu erhalten. Zwei Jahre später folgt nun das Aus. Der Mietvertrag endet am 30. September. Zwar diskutierten die Abgeordneten im Bildungsausschuss noch einmal über Vermieterpflichten, Mietminderung und Ähnliches, klar ist aber, die Halle kann nicht mehr betreten werden und die KSJ ist nicht bereit, weiter für das Objekt zu zahlen. Stattdessen konzentrieren sich Neidt und seine Kollegen nun auf die Suche Alternativen. Allerdings sind die Erfolgsaussichten denkbar schlecht.

„Wir haben keine andere adäquate Halle für diesen Sport“, macht Rathenows Stadtsprecher Jörg Zietemann deutlich. Sonst hätte man wohl nicht so lange den desolaten Zustand des Gebäudes auf der Magazininsel hingenommen. Immerhin hat die Stadt 80 Prozent der Betriebskosten für das Objekt bezahlt. Eine Alternative könnte die Errichtung einer einfachen Halle oder einer Überdachung auf einer stadteigenen Fläche sein. Zietemann appelliert an den Kreissportbund dafür, ein Konzept zu erstellen. Dann könne man auch Fördermittel  beantragen.

Wo ein neues Objekt für die Skater aufgebaut werden kann, ist aber noch nicht klar. Im Gespräch ist der ehemalige Reitplatz am Körgraben, der 2013 zum Jugendplatz umgebaut werden sollte.    Das Projekt scheiterte am Baugenehmigungsverfahren. Zietemann gibt zu bedenken, dass die Erschließung dieses Platzes hohe Kosten verursacht. Nachgedacht wird auch über die Möglichkeit, die Skater in einem Gebäude der  alten Brauerei unterzubringen, wo später das Rathaus einziehen soll. Allerdings gehört das Gebäude der Stadt noch nicht.

Um klare Aussagen treffen zu können, muss man warten bis alles geklärt ist. Die Skater werden in jedem Fall am Samstag, 19. September feiern. Ab 20 Uhr spielt die erste Band auf dem Hof, die Halle bleibt zu.

Christin Schmidt

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