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Endlich eigene Räume

Friesacker Karnevalisten proben nun im Vereinshaus Endlich eigene Räume

Die verschiedenen Gruppen des Friesacker Karnevalclubs (FKC) können jetzt in eigenen Räumen proben. Für das Vereinshaus wurde ein leerstehendes Gebäude neben der Halle hergerichtet, in der das Überbetriebliche Ausbildungszentrum früher Maler ausgebildet hat.

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Bei den Friesacker Karnevalisten um Präsident Uwe Rahn (4.v.r.) ist die Freude groß: Sie haben jetzt deutlich bessere Bedingungen.

Quelle: Andreas Kaatz

Friesack. Ab sofort müssen Blumen und andere Pflanzen in der Friesacker Gärtnerei Hansen ohne intensive Beschallung durch Karnevalsmusik wachsen und gedeihen. Denn der Friesacker Karnevalclub (FKC), der jahrelang mangels eigener Räume in einem Gewächshaus geprobt hat, verfügt erstmals über Vereinsräume. Die befinden sich direkt neben der ehemaligen Malerhalle des Überbetrieblichen Ausbildungszentrums in der Vietznitzer Straße. Vor ein paar Wochen – noch rechtzeitig vor Beginn der Saison – konnte der FKC nun das Haus eröffnen.

„Damit haben jetzt alle Gruppen die Möglichkeit, dort zu proben“, sagt FKC-Präsident Uwe Rahn – ob Männerballett, Schlagerparade oder Showballett. Auch Elferratssitzungen können stattfinden. Generell steht damit nun ein Ort zur Verfügung, an dem man sich treffen kann. Doch auch die ganze Sammlung an Pokalen, die der FKC über 60 Jahre zusammengetragen hat, findet dort jetzt ihren Platz. Bisher mussten die guten Stücke zu Hause bei Vereinsmitgliedern gelagert werden.

Schon seit Jahren bemühte sich der Verein um ein eigenes Domizil. Im Sommer 2013 war es dann soweit: Die Stadtverordneten stimmten einem Mietvertrag mit dem FKC für diese kommunale Immobilie zu. Allerdings musste auch eine Menge getan werden, damit das Haus nutzbar ist. „So war unter anderem die Heizung defekt“, sagte Uwe Rahn.

Also bemühte sich der FKC um Fördermittel, die von der Stiftung der Mittelbrandenburgischen Sparkasse zur Verfügung gestellt wurden. Im November vorigen Jahres begannen die kostenintensiven Arbeiten. Zudem steckten die Karnevalisten viel Kraft und Geld in die Renovierung, in die Vergitterung der Fenster und ins Mobiliar. Noch ist nicht alles perfekt. So soll der Saal Stoffvorhänge bekommen und es ist geplant, eine Wand mit Spiegeln zu verkleiden.

„Seitdem wir das Vereinshaus haben, ist auch die Zahl der Mitglieder gestiegen“, freute sich Rahn über einen netten Nebeneffekt. Etwa 24 Kinder und Jugendliche sind seit April dazugekommen. Die Mitgliederzahl beträgt derzeit knapp 70.

Momentan sind die Karnevalisten wieder dabei, die neue Saison vorzubereiten. Ein Prinzenpaar haben sie noch nicht, aber Rahn ist es gewohnt, dass es manchmal erst in letzter Sekunde, kurz vor dem 11.11., damit klappt. „Viele denken immer, dass dieses Amt mit viel Zeit verbunden ist, dabei ist diese Saison besonders kurz“, meint er. Der Aschermittwoch fällt schon auf den 10. Februar.

Zusätzlich wird es in diesem Jahr vermutlich noch eine Besonderheit geben. Denn geplant ist bei einer der Sitzungen ein Gastauftritt von Asylbewerbern. Dies wurde am Runden Tisch besprochen, „und die Heimleitung war Feuer und Flamme“, so Rahn. Und auch ein interkulturelles Prinzenpaar wäre denkbar. Unsicher sei aber, ob die in Frage kommenden Flüchtlinge dann noch in Friesack sein werden, so der Präsident.

Veranstaltungen: 11.11. – Rathaussturm, 14.11. – Galasitzung, 9.1. – Fremdensitzung, 30.1. – Erste Prunksitzung, 7.2. – Zweite Prunksitzung, 8.2. – Rosenmontagsumzug. Kartenvorverkauf am 6. Dezember und 3. Januar von 13 bis 15 Uhr in der Thiemannstraße.

Von Andreas Kaatz

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