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Endlich wieder Leben in der Slawenburg

Liepe Endlich wieder Leben in der Slawenburg

Zum Storchenfest im Gutspark Liepe wurde am Samstag die hölzerne Slawenburg, die vor zehn Jahren errichtet worden war, wieder eingeweiht. Nach umfangreichen Renovierungsarbeiten wurde in dem hölzernen Rund ein Theaterstück aufgeführt. Das Publikum war sehr angetan.

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Anika Talhoff und Miriam Scheffel zeigten in der wieder eröffneten Slawenburg das Theaterstück „Das verfolgte Herz“.

Quelle: Norbert Stein

Liepe. Gerhard Buchheiser schaut zufrieden hinüber zum Tor, durch das die Besucher in die Slawenburg gehen. „Die Arbeit hat sich gelohnt“, sagt er zufrieden am Samstagnachmittag beim Storchenfest im Gutspark Liepe. Gerhard Buchheiser engagiert sich im Verein Leben aus der Fülle für die Slawenburg. Er gehört zu den Vereinsmitgliedern, die in der Naturkulisse aufgeräumt haben, damit am Samstag nach längerer Zeit wieder das Tor für eine Veranstaltung geöffnet werden konnte.

Als Rathenow 2006 Gastgeber der Landesgartenschau war, wurde der 3,5 Hektar große Gutspark Liepe als Außenstandort neu hergerichtet und bekam als Veranstaltungsstätte eine Slawenburg. Das Gutshaus ist inzwischen ein erfolgreiches Zentrum der Naturheilkunde.

Den Gutspark hat vor sechs Jahren der heutige Verein Leben aus der Fülle in seine Obhut genommen und damit auch die überwiegend aus Kiefernholz errichtete Slawenburg. Kiefernholz ist wenig witterungsbeständig und so wurden die Bretter und Balken der Naturkulis-se zunehmend maroder. Oder wie Vereinsvorsitzende Bärbel Prenzel - Hermansen am Samstag zu Eröffnung des mittlerweile fünften Storchenfestes sagte: „ Die Slawenburg fing an, in ihren Grundfesten zu wackeln“. Damit wollte sich der Verein nicht abfinden und ließ Anfang 2017 einen Kostenvoranschlag erstellen mit dem Ergebnis, dass rund 33 000 Euro notwendig sind zur Sanierung der Slawenburg. Weil der Verein das Geld nicht hatte, startete er einen Spendenaufruf und bekam binnen kurzer Zeit 17 500 Euro zusammen. So konnten Zimmerer in den letzten Monaten die maroden Balken und Bretter an der Außenwand austauschen und durch robusteres Lärchenholz ersetzen. Rund 15 000 Euro sind nun noch nötig um auch die restlichen Ausbesserungen, wie an den Aufgängen zum Oberrang erledigen zu können. Dafür wird der Verein weiter Spenden sammeln.

Weil die wichtigsten Arbeiten abgeschlossen sind, konnte beim Storchenfest die Slawenburg wieder für eine Veranstaltung genutzt werden. Dazu waren aus dem Westerwald Anika Talhoff und Miriam Scheffel nach Liepe gekommen, wo sie in der Naturkulisse vor vielen Besuchern „Das verfolgte Herz“ aufführten. Miriam Scheffel ist Erzieherin und Theaterpädagogin. Sie hat auch das Theaterstück geschrieben, dass sie mit ihrer Schauspielpartnerin für die Besucher kurzweilig und unterhaltsam darbot. Ein Wald mit Heidelbeeren war die Kulisse für die Schauspielerinnen auf der Suche nach der „Quelle der Liebe“. Dabei erlebten sie Abenteuer, trafen einen Vogel, der statt Liebe Hiebe verstand und deshalb wieder schnell verschwand. Manchmal ist es wichtig, sich auf die Reise zumachen und mutig zu sein – das Herz kennt den Weg zur Liebe und zum Glück, war die vermittelnde Botschaft der Theateraufführung.

Ein Storchenfest feiert der Verein seit mittlerweile fünf Jahren, weil auf dem ausgedienten Schornstein der Gaststätte „Alte Brennerei“ am Gutspark ein Storchenpaar ein Nest hat, in dem derzeit zwei Junge flügge werden. Störche seien auch Sinnbilder inneren Glücks und der Gelassenheit, sagte die Vereinsvorsitzende. Glück war auch das Motto vieler Aktionen beim Storchenfest: So konnten die Gäste Glückssteine gestalten. Grit Lange zeigte ihnen Maltechnik und Farbkombinationen. Christine und Pascal Krutler luden zum Nasch-Memory ein. Dafür hatten sie unter zwölf Büchsen jeweils Erdbeeren, Johannisbeeren oder anderes Obst gelegt. Wer die Büchsen mit dem gleichen Obst aufdeckte, durfte naschen. Die Kinder konnten zudem einen Stochenparcours absolvieren – Sack hüpfen war eine Disziplin. Talentebühne, Karaoke, Tanz und das schamanische Ritual „Sprung übers Feuer“ sorgten am Abend für Spaß.

Von Norbert Stein

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