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Havelland Endspurt an der Rathenower Hauptkreuzung
Lokales Havelland Endspurt an der Rathenower Hauptkreuzung
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16:45 22.08.2014
Vermessungstechniker Dennis Kreiß kontrolliert, ob der Unterbau der Berliner Straße eben ist. Das ist Voraussetzung für die Asphaltarbeiten, die am Montag beginnen. Quelle: M. Kniebeler
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Rathenow

Die Straßenbauer, die mit dem Umbau der Rathenower Hauptkreuzung befasst sind, haben den Endspurt angezogen. Das bleibt sogar Außenstehenden nicht verborgen. „Mächtich wat los“, murmelte am Freitag ein Zaungast, der den Pflasterern in der Berliner Straße über die Schulter schaute. Der Mann hatte Recht. Man habe so viele Leute auf der Baustelle wie selten zuvor, sagte Jürgen Franke, zuständiger Planer des Landesbetriebs Straßenwesen gestern auf MAZ-Nachfrage. „Wir wollen unbedingt vor dem Winter fertig werden.“ Deshalb sei die Taktzahl noch einmal erhöht worden.
Heute werden die Vorbereitungen für die Asphaltierung der Straßenbereiche abgeschlossen. Ab Montag rollen die Straßenfertiger an, welche die Deckschicht aufbringen. Rund zwei Wochen wird es dauern, bis die Oberfläche hergerichtet ist.

Etliche Flächen müssen noch gepflastert werden

Die Hoffnung vieler Rathenower, dass danach der Verkehrsknotenpunkt endlich wieder befahren werden kann, wird sich allerdings nicht erfüllen. Denn in den Seitenbereichen ist noch jede Menge zu tun. Etliche Flächen müssen gepflastert werden, die Übergänge zwischen Fahrbahn und Gehwegen sind herzurichten, vor allem ist noch eine Menge Feinarbeit zu leisten. Die Herrichtung des Trottoirs mit seinen verschiedenen Ebenen, mit seinen Ecken und Kanten, Rampen und Stufen, ist eine aufwändige Angelegenheit.

Mitte Oktober für den Verkehr freigegeben

Nun mag manch einer denken, dass könnte ja erledigt werden, während der motorisierte Verkehr schon über die Straße läuft. „Zu gefährlich“, sagt Franke. „Da wird auf engstem Raum gearbeitet.“ Und gerade bei den fahrbahnnahen Tätigkeiten müsse zum Schutz der Bauarbeiter der Verkehr aus der Baustelle fern gehalten werden.
Allzu lange müssen die Rathenower dennoch nicht mehr auf die Freigabe des wichtigsten Verkehrsknotenpunktes der Stadt warten. Mitte Oktober werde man die Kreuzung für den Verkehr freigeben, so Franke. Obwohl von einer Kreuzung im eigentlichen Wortsinn dann nicht mehr die Rede sein kann. Nach dem Umbau werden die Fahrzeuge über einen Kreisverkehr geleitet – die Ampelanlage aus früheren Zeiten wird es nicht mehr geben.

Umbau in Etappen

Im Mai 2011 erfolgte der erste Spatenstich zum Umbau des Rathenower Zentrums. Der erste Bauabschnitt umfasste die Sanierung der Berliner Straße zwischen August-Bebel-Platz und Rathaus sowie die Neugestaltung des Märkischen Platzes. Die Arbeiten wurden im Sommer des vergangenen Jahres abgeschlossen.
Seit Juni 2013 werden die Berliner Straße zwischen dem August-Bebel-Platz und der Schleusenbrücke sowie die Brandenburger Straße zwischen Bergstraße und Hauptkreuzung und die ersten Meter der Fehrbelliner Straße saniert. Die Hauptkreuzung wird im Zuge dieser Arbeiten in einen Kreisverkehr umgebaut.
Im Sommer 2013 wurden die Gehwege auf beiden Seiten der Berliner Straße zwischen der Kreuzung Ebertring und der F.-Engels-Straße erneuert.

Ganz fertig ist das Vorhaben dann aber immer noch nicht. Etliche Restarbeiten stehen noch an, die können aber nach Auskunft Frankes bei laufendem Betrieb erledigt werden. Der gesamte Bauabschnitt soll Mitte November übergeben werden. Damit halten die Straßenbauer den Zeitplan ein. Oberstes Ziel beim Umbau des Rathenower Zentrums war von Anfang an die Fertigstellung vor Beginn der Bundesgartenschau. Das wird gelingen.

Friesensbrücke soll vor dem Winter fertig sein

Auch von der zweiten Großbaustelle im Rathenower Verkehrsnetz werden die Besucher der Bundesgartenschau nichts mitbekommen. Die Sanierung der Friedensbrücke soll vor Beginn der kalten Jahreszeit abgeschlossen werden. Wann genau die 1954 erbaute Brücke wieder freigegeben wird, steht noch nicht fest.
Gebaut wird an der Friedensbrücke seit März des vergangenen Jahres. Seit dem Beginn der Generalsanierung läuft der Verkehr einspurig über das Bauwerk. Mit der Freigabe der Brücke verschwindet ein Nadelöhr, das die Geduld vieler Rathenower auf eine harte Probe gestellt hat

Von Markus Kniebeler

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