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Havelland Energiesparen: Nur 124 Haushalte machten mit
Lokales Havelland Energiesparen: Nur 124 Haushalte machten mit
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00:20 29.10.2017
Rainer Rüge ist einer der Energie-Spar-Helfer des ASB, der über das kostenlose Angebot des Landkreises informieren. Quelle: Jens Wegener
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Nauen

Stromverbrauch gesenkt, Kosten gespart, die Umwelt geschont – so fällt die Zwischenbilanz des Projektes „Energiespar-Check“ aus, das jetzt ein Jahr im Landkreis Havelland läuft. Zahlen, die das untermauern, nannte Kreisdezernent Dennis Granzow am Donnerstag im Nauener Jobcenter: Demnach wurden bisher in 124 einkommensschwachen Haushalten im Kreis dank diverser Energiesparmaßnahmen rund 90 000 Kilowattstunden Strom weniger verbraucht, was etwa 18 000 Euro ausmacht.

„Aber das Geld ist nur die eine Seite. Uns geht es auch darum, mit diesem vom Bund unterstützten Projekt die Menschen dazu zu bewegen, mit den Ressourcen besser umzugehen, so Dennis Granzow. Der Kreistag habe im September 2013 ein Klimaschutzkonzept beschlossen, bei dessen Umsetzung auch das Energiespar-Check-Programm jetzt seinen Platz hat.

Im Auftrag des Landkreises sind seit einem Jahr vier Energiesparhelfer des Arbeiter-Samariter-Bundes Falkensee zwischen Rathenow, Friesack, Nauen und Falkensee unterwegs, um vor Ort den Menschen eine Energieberatung anzubieten, die sich einen professionellen Energieberater nicht leisten können. „Dieses Projekt richtet sich an alle, die staatliche Hilfen oder Zuschüsse beziehen – vom Wohngeld, über Sozialhilfe, Hartz IV bis zum Kindergeldzuschlag“, sagt Martin Thiele, Klimaschutzmanager in der Kreisverwaltung.

Praktisch funktioniert das so: Die zuvor in einer etwa 100 stündigen Schulung ausgebildeten Energiesparhelfer – die meisten waren zuvor arbeitslos – bauen vor allem in den Jobcentern in Rathenow, Nauen und Falkensee ihre Beratungstische auf und sprechen die Zielpersonen an. „Es ist natürlich alles freiwillig. Wenn sich jemand im ersten Gespräch zu einem Check bereiterklärt, wird ein Termin in dessen Wohnung vereinbart, bei dem wir die Tests zum Energieverbrauch machen“, beschreibt Uwe Dittert, der das ASB-Team anführt.

Nicht nur die Tests sind kostenfrei sondern auch die in der Folge ausgegeben Soforthilfen in Form von LED-Lampen, schaltbaren Steckdosen oder Durchflussbegrenzern für Wasserhähne. „An die Haushalte konnten wir Soforthilfen von jeweils 71 Euro ausgeben“, sagt Dittert und ergänzt: „Diese Leistungen werden nicht auf die staatlichen Zuschüsse, die die Menschen erhalten, angerechnet, es werden auch keine Daten aus den Haushalten an das Jobcenter weitergeben.“

So gut und vorteilhaft das Projekt „Energiespar-Check“ ist, die Nachfrage ist gering. „Wenn von etwa 7500 in Frage kommenden Haushalten im Landkreis bisher nur 124 dieses Angebot genutzt haben, gibt es viel Luft nach oben“, weiß Dennis Granzow. Deshalb hoffe der Kreis, dass das Projekt über den März 2019 hinaus vom Bund verlängert werde. Der Landkreis unterstützt das Projekt mit 50000 Euro für die Personalkosten des ASB-Teams.

Von Jens Wegener

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