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Entscheidung zur Grundschule im September

Wustermark Entscheidung zur Grundschule im September

Eigentlich wollten die Wustermarker Gemeindevertreter vor der Sommerpause über den Umfang der Erweiterung der örtlichen Grundschule abstimmen. Das klappte nicht, weil Zahlen nicht vorlagen. Dazu fragte die MAZ bei Bürgermeister Holger Schreiber nach.

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Bürgermeister Holger Schreiber (parteilos).

Quelle: Jens Wegener

Wustermark. In der letzten Gemeindevertretersitzung sollte die Entscheidung über den Umfang der Erweiterung der Grundschule Wustermark fallen. Die Abstimmung wurde verschoben, weil den Abgeordneten Zahlen und Fakten fehlten.

Hat die Wustermarker Verwaltung nicht ausreichend vorgearbeitet?

Holger Schreiber: Die Kritik ist nicht berechtigt. Der Beschluss zur Bestätigung des Raumprogramms wurde gefasst. Damit wurde auch entschieden, dass es keine Erweiterungsmöglichkeit für eine perspektivische Vierzügigkeit in Form einer Aufstockung geben wird. Genau das war im Zuge des Vergabeverfahrens für die Generalplanungsleistungen von den Gemeindevertretern befürwortet worden. Daher wurden die Planer beauftragt. Die vorgelegte Kostenschätzung für diesen Vorentwurf beträgt etwa 10,2 Millionen Euro. Die Steigerung gegenüber dem ursprünglichen Kostenrahmen von etwa 8,5 Millionen Euro ist darauf zurückzuführen, dass wegen der Vorhaltung für eine Vierzügigkeit auch die Grundfläche für das Vorhaben größer werden musste. Des Weiteren wurde die Sporthalle mit 22 mal 45 Metern auf der Grundlage einer neuen DIN-Norm geplant, eine Entlüftungsanlage und eine Tribüne für die Sporthalle vorgesehen.

Aber diese Kosten wollten die Gemeindevertreter doch nie ausgeben...

Schreiber: Mir war klar, dass die vorgestellten Variante kaum leistbar ist. Aber die Entscheidung, von den Maximalvarianten zurück auf das Mindestmaß an Räumen und Größen zu kommen, kann ich nicht als Bürgermeister treffen. Das müssen die Gemeindevertreter entscheiden. Das ist jetzt erfolgt.

Sie wollten das Raumkonzept und die Turnhallenvariante eigentlich vor den Sommerferien beschließen, damit der Zeitplan für die Ausschreibung und den Bau nicht Gefahr geraten. Ist der Zeitplan gefährdet?

Schreiber: Jetzt kann die Vorplanung überarbeitet werden. Wir sind mit dem Zeitplan fünf Wochen in Verzug. Aber in der Bauphase kann man auch etwas aufholen. Wir wissen ja noch gar nicht, ob die Massivbauweise oder die Modulbauweise am Ende gewählt wird.

Wie geht es zeitlich und inhaltlich weiter?

Schreiber: Die Zählgemeinschaft aus CDU, SPD und Grünen hat gefordert, dass zusätzlich zu dem von der Verwaltung vorgelegten Raumprogramm eine zweite Variante erstellt werden soll, die nur die Mindestanforderungen des Bildungsministeriums erfüllt. Aus meiner Sicht wird sich die Minimalvariante kaum von unserem vorgelegten Raumprogramm unterscheiden. Also: Die Gebäude ohne Vorhaltung einer Aufstockung, Wegfall eines Bewegungsraums für den Hort, Wegfall der Räume für Hausmeister und Stuhllager, die Zweifeldturnhalle nur 22 mal 44 Meter. Die überarbeitete Vorplanung wird bis zur Septembersitzung mit konkreten Zahlen vorgelegt.

Um die Turnhalle gab es immer wieder Diskussionen. Jetzt sind sich alle Parteien einig, dass sie gebaut wird. Aber noch nicht ganz klar ist, die Größe. Die Verwaltung sollte, laut den Grünen, klären, ob eine Förderung des Landes auch möglich ist, wenn man nur 44 Meter Länge baut. Das ist nicht erfolgt....

Schreiber: Das stimmt aus meiner Sicht so nicht. Wir sollten lediglich klären, ob 22 mal 44 Meter auch den Wettkampfmaßen entspricht. Das haben wir getan und erfahren, dass das auch Wettkampfmaße für Handball sind. Da ich aber im August beim Bildungsministerium wegen unseres Grundschulerweiterungsprojektes einen Termin habe, werde ich natürlich diesen Punkt dabei ansprechen, so dass im September vor der Abstimmung alles klar sein wird.

Was ist mit der Bauweise der Erweiterungsgebäude? Die Experten haben für die Module die Lebensdauer mit etwa 35 Jahren beziffert, beim Massivbau 80 Jahre...

Schreiber: Diese Entscheidung können die Gemeindevertreter nach der Ausschreibung treffen, wenn alle Angebote auf dem Tisch liegen. Nach derzeitigen Erfahrungswerten der Planer sind die Kosten für Module oder Massiv nicht weit auseinander. Zu bedenken ist aber auch die Bauzeit und die Nachhaltigkeit der Bauweise.

Von Jens Wegener

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