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Entwurf für Leipziger Straße ist durchgefallen

Stadtentwicklung Falkensee Entwurf für Leipziger Straße ist durchgefallen

Nach der Wende wurde die Leipziger Straße in Falkensee gekappt. Nun mehren sich die Stimmen, die Straße wieder zu öffnen – besonders mit Blick auf das hier geplante Einkaufszentrum. Einen entsprechenden Beschlussentwurf der Verwaltung ließen die Abgeordneten jedoch erst mal abblitzen.

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Die Leipziger Straße ist in der Mitte unterbrochen.

Quelle: Marlies Schnaibel

Falkensee. Im Prinzip sind alle dafür. Aber so nicht – lautete die Antwort der Abgeordneten auf einen von der Falkenseer Verwaltung vorgelegten Beschlussentwurf. Es geht um die Öffnung der Leipziger Straße. Am Montagabend hatte die Verwaltung im Stadtentwicklungsausschuss das Projekt vorgestellt.

Die Leipziger Straße ist im südlichen Abschnitt bereits als Haupterschließungsstraße eingestuft, auf der Asphaltbahn zwischen Straße der Einheit und Barkhausenstraße fahren täglich mehr als 3500 Fahrzeuge entlang. Der nördliche Abschnitt bis zur Schwartzkopffstraße ist zum Teil eine Sandpiste. Die Verwaltung möchte die Sperrung aufheben. Noch vor einem Jahr hatte Baudezernent Thomas Zylla (CDU) eine Menge Gründe dagegen ins Feld geführt, vor allem: Die Öffnung würde den Verkehrsfluss erhöhen und damit zusätzlichen Verkehr anlocken, der gar nicht zum geplanten Einkaufszentrum See-Carré wolle. Ähnlich hatte sich damals auch Verkehrsplaner Herbert Staadt ausgesprochen.

Doch nun ist Dynamik in die Sache gekommen, und Thomas Zylla argumentierte vor den Abgeordneten ausdrücklich für eine Öffnung. Sie wäre die logische Umsetzung eines Verkehrskonzeptes, das mit dem Einkaufszentrum zusammenhänge. Der Investor wäre bereit, den Ausbau der Leipziger Straße zu bezahlen, sagte Zylla. Zwar wäre das See-Carré auch ohne die Leipziger Straße zu erschließen, allerdings perspektivisch wäre es die bessere Lösung. Deshalb solle das jetzt gleich geschehen, statt Zwischenlösungen zu bauen. Zylla teilte auch mit, dass der Verkehrsplaner Staadt im Mai eine Abschätzung der Lage gegeben hätte und danach der Ausbau der Leipziger Straße für die gesamte Entwicklung vorteilhaft wäre.

Die Abgeordneten reagierten verhalten auf den Entwurf. Inhaltlich hielten ihn die meisten für sinnvoll, aber das Zustandekommen des Beschlusses wurde arg kritisiert. „Wir müssen jetzt so einen wesentlichen Beschluss fassen, bevor der Verkehrsentwicklungsplan den Rahmen aufzeigt“, bemängelte Thomas Lenkitsch, der als berufener Bürger im Ausschuss sitzt. „Warum sollen wir auf Vorrat eine Haupterschließungsstraße beschließen?“, fragte Elfriede Schmidt (FDP/Büff). „Es ist sicher sinnvoll, die Straße zu öffnen, aber das hier hopplahopp zu beschließen, passt nicht“, meinte Anne von Fircks (Grüne). „Warum sollen wir das jetzt auf die Schnelle beschließen, damit der Investor später nichts zurückbauen muss?“, hatte Petra Hey (SPD) ein ungutes Gefühl. „Da kommt eine große Entscheidung auf uns zu, das soll nicht so im Vorbeigehen entschieden werden“, drückte auch Norbert Kunz (Linke) auf die Bremse. „Warum haben wir das nicht schon vor drei Monaten diskutiert?“, fragte Hans-Peter Pohl (CDU). Auch er wollte Montag keinen Beschluss fassen. Die Abgeordneten einigten sich, das Thema als „Prüfauftrag“ zu verstehen und jetzt erst einmal darüber zu diskutieren.

Von Marlies Schnaibel

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