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Er hat die beste Hausmannskost

Hoppenrade Er hat die beste Hausmannskost

Seit 16 Jahren betreibt Detlef Baderke den Imbiss an der L 204 in Hoppenrade. Seine Hausmannskost ist nicht nur bei den Einheimischen beliebt, sondern weit über die Grenzen der Gemeinde Wustermark hinaus bekannt.

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Die Schnitzel von Detlef Baderke sind über Hoppenrade hinaus bekannt.
 

Quelle: Vanessa Mehrwitz

Hoppenrade.  Gute, alte Hausmannskost und rustikales Ambiente. Detlef Baderke ist leidenschaftlicher Koch und versorgt seine hungrigen Gästen von Montag bis Freitag in der Feldküche an der Landesstraße 204 in Hoppenrade.

Wer zur Mittagszeit auf der Potsdamer Straße durch den Wustermarker Ortsteil Hoppenrade fährt, sollte einen Gang runter schalten und nach dem Schild „Feldküche“ Ausschau halten. Von außen eher unscheinbar, führt es in eine Grundstückseinfahrt mit kleinem Kundenparkplatz, direkt vor einem Steinhäuschen. Hier hat Detlef Baderke seinen Imbiss eingerichtet und serviert wochentags von 11.30 bis 17 Uhr seine Mahlzeiten, zubereitet in einer Gulaschkanone.

Je nach Saison wechselt die Speisekarte, aber eine feste Konstante sind seine Schnitzel am Dienstag. Weil nun die kalte Jahreszeit angebrochen ist, gibt es aktuell Eisbein mit Sauerkraut – neben seiner beliebten Erbsensuppe, dem Grüne-Bohnen-Eintopf und der Kartoffelsuppe.

Die Rezepte für seine Speisen hat er sich selbst ausgedacht. „Meine Mutter schenkte mir damals das typische Kochbuch, das jeder hatte: ‚Wir kochen gut‘. Mit Beginn der Ausbildung bin ausgezogen und sollte mich selbst versorgen können. So fing es an“, erzählt Baderke.

1975 lernte er zunächst das Maurerhandwerk, für ihn damals eher Pflicht und kein Wunschberuf. Nach der Wende schlug er in andere Richtungen ein und fand dann seinen Weg zur Gastronomie. Seit 16 Jahren führt er nun die Feldküche in Hoppenrade und ist mehr als zufrieden, trotz der harten Arbeit. „Die Feldküche ist ein Vollzeit-Job. Vormittags bereite ich die Gerichte vor, dann wird gekocht und verkauft.“ Zwischendurch ist immer ein nettes Wort zu Gästen drin. „Nach Feierabend habe ich den nächsten Tag im Kopf: Kartoffeln schälen oder Einkaufen der Zutaten“, sagt der passionierte Koch.

Ihm zur Seite steht seine Frau. Die hilft, wo sie nur kann. Zur Mittagszeit übernimmt sie oft das Plaudern mit den Gästen. „Der Kontakt zu meinen Kunden ist unverzichtbar. So erfahre ich doch , wie die Gerichte ankommen“, sagt Detlef Baderke. Eine Stammkundin erzählt, dass sie schon seit Jahren mehrmals in der Woche nach Hoppenrade komme, weil es „einfach gut schmeckt, wie früher bei meiner Mutter“.

Aber nicht alles kommt gut an. Ab und zu probiert der Gastronom neue Rezepte aus, so auch mal eine Grünkohlpfanne: „Das ist schon sehr speziell und gefällt nicht jedem, daher habe ich es wieder von der Karte genommen.“

Die Preise spielen bei der Feldküche eine nicht unwesentliche Rolle. Für den Imbissbetreiber ist es wichtig, „die Gäste kontinuierlich und kostengünstig zu versorgen.“ Zum Beispiel mit Hühnerfrikassee, Schnitzel oder Königsberger Klopsen für knapp 6 Euro, Eisbein für 7 Euro und heiße Suppen für knapp 3 Euro.

Gespeist wird in der sogenannten Baracke – eine kleine, rustikal eingerichtete Hütte mit freiem Blick auf den Koch in seiner Küche. Dort ist Detlef Baderke sehr penibel, alles muss seine Ordnung haben, die Sauberkeit steht an erster Stelle.

Wenn der Imbisschef dann wirklich mal Feierabend hat, ist er leidenschaftlicher Hobbyfunker. Mit seinem Gerät stellt er Kontakt zu anderen Funkern in der ganzen Welt her und markiert an einer Karte die verschiedenen Länder. Außerdem pflegt er seine Website zur Feldküche, um über das aktuelle Speiseangebot zu informieren.

Für die Zukunft hat der Koch nur einen Wunsch: „Am liebsten noch 20 Jahre so weitermachen und gesundheitlich fit genug bleiben.“ Aber über jeden neuen Kunden würde er sich natürlich auch sehr freuen.

Von Vanessa Mehwitz

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