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Havelland Er ist der älteste aktive Feuerwehrmann im Ort
Lokales Havelland Er ist der älteste aktive Feuerwehrmann im Ort
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09:00 25.08.2017
Feuerwehrmann durch und durch: Horst-Dieter Lindner. Quelle: Vanessa Mehwitz
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Wustermark

Nicht immer fällt Horst-Dieter Lindner seine ehrenamtliche Arbeit leicht. Aber er macht sie gern und schon sehr, sehr lange. Der 62-Jährige (im September wird er 63) ist der älteste aktive Feuerwehrmann in der Gemeinde Wustermark. Als Ortswehrführer der Einheit Hoppenrade/Buchow-Karpzow hat er alle Hände voll zu tun. „Es ist mehr als ein normales Ehrenamt. Für mich ist es auch ein Hobby“, sagt er und ergänzt: „Es ist schön, wenn man anderen Menschen helfen kann.“

Als Horst-Dieter Lindner am 1. Januar 1969 der Feuerwehr in Hoppenarde beitrat, fehlte in der Jugendgruppe gerade ein Freiwilliger. „Ich war genau im richtigen Alter“, sagt er. Dass er bis heute bei der Stange bleibt, hätte er selbst wohl kaum gedacht, oder doch? Schließlich gehörte sein Vater der Berufsfeuerwehr an, was natürlich früh auf den Sohn abfärbte. „Mir hat das als Jugendlicher gut gefallen. Es gab viele Wettkämpfe, Sportwettbewerbe und andere gemeinsame Veranstaltungen“, erinnert sich der heutige erste Hauptbrandmeister.

1994 wurde Horst-Dieter Lindner Amtsbrandmeister in Wustermark, 2000 stellvertretender Wehrführer in Hoppenarde und 2015 übernahm er die Ortswehrführung der zusammengelegten Einheit Hoppenrade/Buchow-Karpzow. Aus diesem Blickwinkel betrachtet macht er sich Sorgen wegen der Feuerwehr. „Wie in so vielen Vereinen, gibt es genug junge Interessierte. Wenn die jungen Leute den Schritt in die Berufswelt oder an die Universitäten gehen, bleibt nicht viel Zeit für die Feuerwehr. Manche ziehen auch aus beruflichen Gründen weg.“ Umso glücklicher ist er, weil gerade drei Mitglieder der Jugendfeuerwehr in den aktiven Dienst übernommen werden können. Sie beginnen eine Lehre, bleiben der Gemeinde aber trotzdem erhalten.

Beruflich war Horst-Dieter Lindner 37 Jahre Baumaschinist. Jetzt arbeitet er Vollzeit als Angestellter der Gemeinde Wustermark, erledigt alles was so anfällt, wie Mäh- oder Pflasterarbeiten. Die körperliche Tätigkeit ist für ihn ein Ausgleich und hält ihn fit, sagt er. Im nächsten Jahr ist Schluss, er geht in Rente.

Dann wartet die Alters- und Ehrenabteilung der Feuerwehr auf ihn. „Es gibt Tage, an denen man lieber gleich als später aufhören möchte. Tage, an denen man alles hinschmeißen möchte. Dann gibt es wieder welche, an denen es glatt läuft und man Menschen helfen konnte, dann sieht man alles ganz anders“, erzählt Lindner und wird bei dem Gedanken an den Ruhestand nachdenklich.

Lindner ist Feuerwehrmann durch und durch. Vor allem die schönen Momente geben ihm Kraft. Das Miteinander im Team „und wenn unser Einsatz auch mal gelobt wird“. So geschehen, als Horst-Dieter Lindner für sein ehrenamtliches Wirken in der Feuerwehr eine Auszeichnung vom Landrat bekam: „Das macht mich sehr stolz“, sagt er.

Aber auch die negativen Geschehnisse als Feuerwehrmann blendet er nicht aus. Zum Beispiel die Einsätze bei Selbstmorden auf Bahnschienen oder bei großen Bränden, bei denen die Truppe sich manchmal selbst in Gefahr begibt. „Ein Schock war es für mich, als vor einigen Jahren ein Feuerwehrmann für eine Brandserie in der Gemeinde Wustermark verantwortlich war. Zum Glück gibt es so etwas sehr selten. Ich kann mich glücklich schätzen, dass noch nichts Schlimmeres passiert ist. Für gefährliche Einsätze werden wir ja alle ordentlich geschult“, so Lindner.

Am meisten freut ihn der technische Fortschritt in den einzelnen Wehren: „Wir haben neue Ausrüstung und moderne Fahrzeuge. Jetzt fehlen nur noch ein paar mehr Mitglieder. Die Gemeinde wächst, deshalb muss die Feuerwehr auch wachsen.“

Von Vanessa Mehwitz

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