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Havelland Erfolgsprojekt Männerfrühstück
Lokales Havelland Erfolgsprojekt Männerfrühstück
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22:08 07.03.2018
Zum einjährigen Bestehen des Frühstücks für Männer gab es selbst gebastelte Medaillen und Livemusik. Quelle: Christin Schmidt
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Milow

Einsamkeit wirkt sich negativ auf die Gesundheit aus, das haben verschiedene Studien gezeigt. Wer also lange glücklich und gesund leben will, tut gut daran, unter Menschen zu gehen. Im Milower Land macht man sich diese Erkenntnis zu nutze und entwickelt seit mehr als einem Jahr im Rahmen des Modellprojekts zur Senkung der Pflegeprävalenz verschiedene Instrumente, die der Vereinsamung entgegen wirken und das Leben im Alter angenehmer gestalten,.

Projektkoordinatorin Ines Neidt organisiert zum Beispiel gemeinsam mit ehrenamtlichen Helfern monatliche Treffen für Senioren. Dazu gehören die Mittagstische in Milow und Nitzahn, seit Kurzem auch ein Spielenachmittag und der Kaffeeklatsch in Kleinwudicke und nicht zu vergessen das Männerfrühstück in Milow.

Seit einem Jahr nutzen ältere und alleinstehende Herren dieses Angebot und kommen einmal im Monat im Gemeindezentrum in Milow zusammen. „Mit zehn Männern haben wir damals angefangen“, erinnert sich Ines Neidt. Am Mittwoch begrüßten sie und ihre ehrenamtlichen Helferinnen Gabriele Linke, Renate Schatte, Ursula Eismann und Gisela Sattelkau knapp 40 Herren. Mit Sekt, Musik und Kuchen feierten sie ein Jahr Männerfrühstück in Milow.

Gabriele Linke schenkt den Herren zum Anstoßen ein Glas Sekt ein. Quelle: Christin Schmidt

„Ich hätte nie gedacht, dass es einmal so gut angenommen wird und sich zu einem echten Selbstläufer entwickelt. Wieder einmal sind einige ,Erstesser’ dazu gekommen“, freut sich Ines Neidt.

Mal unter sich sein, in geselliger Runde über all das sprechen, was Männer interessiert, alte Bekannte wieder treffen, einfach plaudern – das ist es, was den Gästen so gefällt. Der tolle und liebevolle Service trägt natürlich auch dazu bei, dass sich hier so viele wohlfühlen. „Es ist wirklich eine tolle Gesellschaft, wie eine kleine Familie“, erklärt Gabriele Linke während sie und ihre Mitstreiterinnen Kaffee einschenken und das Rührei verteilen, das Gisela Sattelkau mit viel Liebe und Speck zubereitet hat. Dazu gibt es frisches Obst, Fisch, Wurst, Käse, Brot und Brötchen, selbst gebackenen Kuchen und zur Feier des Tages auch Sekt.

Während die Herren schlemmen und plaudern unterhalten Uwe und Annett Neumann die Runde mit Musik. „In Bützer soll es auch ein Frühstück für Frauen geben, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das von Männern organisiert wird“, berichtet Ines Neidt und ihre Mitstreiterinnen müssen ein bisschen schmunzeln.

Zum ersten Männerfrühstück vor einem Jahr kamen zehn Herren, inzwischen melden sich knapp 40 Gäste an. Quelle: Christin Schmidt

Sie machen diese Arbeit gern, dass ist nicht zu übersehen. Immer wieder lassen sie sich etwas einfallen, um die Männer ein bisschen zu verwöhnen. Neben der Livemusik gibt es zum einjährigen Bestehen für jeden eine selbst gebastelte Medaille – auch für die Gäste, Bürgermeister Felix Menzel, Ortsvorsteher Winfried Ganzer und der Vorsitzender des Kreisseniorenrats Havelland, Heinz Golze.

Felix Menzel nutzt die Gelegenheit, um sich bei den Helferinnen zu bedanken und sichert dem Projekt weiterhin die Unterstützung der Verwaltung zu, die unter anderem den Raum kostenlos zur Verfügung stellt und kürzlich auf Wunsch der Herren auch Brötchenmesser besorgte. Am Mittwoch brachte der Bürgermeister Sektgläser mit.

„Das hier ist wirklich ein Leuchtturm in Sachen Seniorenarbeit. Es ist hervorragend zu sehen, mit welcher Begeisterung die Menschen hier her kommen und das zum Teil sogar zu Fuß aus Bützer“, so Heinz Golze hervor.

Diese Damen kümmern sich um das Wohl der Männer: Projektkoordinatorin Ines Neidt (2.v.r.) mit ihren ehrenamtlichen Helferinnen Renate Schatte, Gabriele Linke, Gisela Sattelkau und Ursula Eismann (v.l.). Quelle: Christin Schmidt

Inzwischen kommen aus fast allen Ortsteilen der Gemeinde Gäste. Am Mittwoch sind sogar wieder fünf neue Herren dazu gekommen. „Wir sind regelmäßig beim Mittagstisch in Nitzahn dabei. Dort hatten wir vom Männerfrühstück gehört und wollten es einfach mal ausprobieren. Eine ganz tolle Sache“, erklärt der 76-jährige Klaus Lampert, der mit seinem Bruder da war. Neu dabei ist auch Lothar Genske, ebenfalls Stammgast beim Mittagstisch in Nitzahn. „Mein Frau geht noch bis Februar arbeiten. Danach werden wir zusammen zum Mittagstisch gehen, darauf freue ich mich schon“, so der 67-Jährige.

Für ihn steht fest, es war nicht sein letzter Besuch beim Männerfrühstück. „Gerade im Winter ist das eine tolle Abwechslung im sonst eher tristen Alltag. Im Sommer werde ich aber keine Zeit dafür haben, dann muss ich mich um meine Tauben kümmern“, verrät Genske und beißt mit Genuss in sein Brötchen.

Von Christin Schmidt

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