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Havelland Erinnerung an Moszek-Abe Landau
Lokales Havelland Erinnerung an Moszek-Abe Landau
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13:05 07.05.2014
Ingo Wellmann (l.) und die Nachfahren von Moszek-Abe Landau mit der Gedenktafel. Quelle: Wolfgang Gottschalk
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Falkensee/Ravensbrück

Bei der Einweihung waren der Sohn Simcha Landau mit seiner Ehefrau Tamar aus Jerusalem gekommen. Begleitet wurden sie von Kindern und deren Familien aus London, Zürich und Jerusalem. Das Denkzeichen soll sich als Ort anbieten für Gedenkfeiern im Deutsch-Israelischen Jugendaustausch.

Auf einer Keramikplatte sind neben den Lebensdaten das Symbol für Leviten, zu denen Landaus gehören, neben einer Bronzeplatte mit den letzten Zeilen des Kadish-Gebetes zu sehen. Gekrönt wird die Platte vom Symbol des siebenarmigen Leuchters. Auf dem Mittelarm befindet sich ein Davidstern. „So bleiben sechs Arme für sechs Kerzen. Sie stehen für die sechs Millionen ermordeten Juden, von denen hier einer mit seinem Namen benannt wird: Moszek-Abe Landau“, erklärt Ingo Wellmann seine Arbeit. Es war für den Bildhauer ein besonders bewegender Moment, als der Sohn das Gebet für den Vater gesprochen hat.

Moshe Landau wurde 1938 verhaftet und nach Sachsenhausen gebracht. Von dort ließ man ihn nach Wochen wieder frei mit der Auflage, Deutschland zu verlassen. Da das nur ohne seine Familie möglich gewesen wäre, blieb er. Die Familie lebte in Moabit. Immer wieder wurde er zu Arbeitseinsätzen verpflichtet, bis er 1941 erneut nach Sachsenhausen gebracht wurde. 1942 verlegte man ihn nach Ravensbrück. Wenig später erhielt die Ehefrau die Nachricht vom plötzlichen Tod, seinen Koffer und einen Karton mit Asche. Sie beschloss, mit ihrem Sohn Siegbert in die Illegalität zu gehen. Es gelang ihnen zu überleben. Nach dem Krieg beschloss der Sohn, der sich später Simcha nannte, nach Palästina auszuwandern. Diese Zeit wird in dem Dokumentarspielfilm „Die Kinder von Blankeneese“ beschrieben. Die überlebenden jüdischen Kinder und Jugendlichen, darunter auch die spätere Ehefrau Tamar, die selbst drei Jahre im KZ überlebt hatte, müssen das Erlebte verarbeiten.

Von Marlies Schnaibel

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