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Havelland Erlenbruchwälder sollen nasser werden
Lokales Havelland Erlenbruchwälder sollen nasser werden
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00:34 05.01.2015
Erlenwald am See in Ferchesar. Quelle: N. Stein
Parey

36.800 Hektar, das sind knapp 30 Prozent des 131.500 Hektar großen Naturparks, sind forstlich genutzte Wälder. Die Kiefer ist mit 75 Prozent die häufigste Baumart. Sie wächst im Naturpark auf 28.000 Hektar. Die zweithäufigste Baumart ist die Eiche mit sechs Prozent, gefolgt von Birke und Erle.

Überwiegend wachsen im Naturpark junge und mittelalte Bestände im Alter von 20 bis 60 Jahren. Bei sehr vielen Beständen fehlt nach Einschätzung von Naturpark-Chefin Ilona Langgemach ein vernünftiger Unterbau, die notwendige Naturverjüngung – und Totholz.

Bemerkenswert ist der hohe Anteil wassergeprägter Waldstandorte. Aufgrund von Grundwasserabsenkungen sind jedoch viele Feuchtwälder, insbesondere Erlenbruchwälder, stark forstlich überprägt, so dass ein großer Teil der naturnahen Wälder eher zu den Laubholzforsten zählt.

Insgesamt ist der Waldbestand im Westhavelland eher „strukturarm“, schätzt die Naturparkverwaltung in einer Ausgabe ihres Naturparkmagazins ein. Deshalb hat sie in einem Pflege- und Entwicklungsplan für den Naturpark ein Leitbild entwickelt, dass das charakteristische Landschaftsbild mit unzerschnittenen und abwechslungsreichen Waldgebieten, Fließgewässern, Grabensystemen, Seen, Quellen, Mooren und Sümpfen sowie Grünland- und Ackerflächen erhalten soll.

Bäume im Naturpark

Der Naturpark Westhavelland erstreckt sich über eine Fläche von 131 500 Hektar.
Fast jeder dritte Hektar ist bewaldet, insgesamt 36 800 Hektar.
In Privatbesitz sind 70 Prozent, in Landeseigentum 12 Prozent.
Im Naturpark Westhavelland wirken die Oberförstereien Neustadt/Dosse, Friesack, Grünaue und Wusterwitz sowie für den Truppenübungsplatz Klietz das Bundesforstamt.
Die Kiefer dominiert als Baumart im Naturpark, mit einem Bestand von 75Prozent. Es folgen Eiche (sechs Prozent) und Birke.
Zum Bestand gehören auch Hainbuchenwälder, Moorwaldrelikte, Bruchwälder, Hartholz- und Weichholzauenrelikte sowie Beerkraut- Kiefernwälder.

Monotone Kiefernwälder sollen mittel- und langfristig in struktur- und artenreiche Bestände umgewandelt werden. Die Planung sieht den Erhalt und die behutsame Bewirtschaftung der existierenden naturnahen Wälder vor. Kiefern- und Birkenmoorwälder in kleinen Kesselmooren, Erlenbruchwälder in schmalen Verlandungsbereichen wertvoller Seen oder in nassen Mooren sollen forstlich unbewirtschaftet bleiben.

Für die forstliche Bewirtschaftung sieht die Planung überwiegend Dauerwald vor. Vereinzelt sollen auch historische Waldnutzungsformen möglich bleiben, insbesondere wenn sich damit andere Schutzziele verwirklichen lassen: Kleinkahlschläge bis zur Größe von einem halben Hektar zur Förderung der Bestände von Kreuzottern und Ziegenmelker nennt die Naturparkverwaltung als Beispiel.

Ein Rahmenkonzept beschreibt, wie Kiefernforste zu bewirtschaften sind und wie natürliche Waldgesellschaften aus diesen Forsten heraus entwickelt werden können. Wegen des hohen Anteils wassergeprägter Waldstandorte liegt der Schwerpunkt des Maßnahmeplanung jedoch auf den naturnahen Feuchtwäldern. Als schwerwiegendste Beeinträchtigung, insbesondere der Erlenbruchwälder, nennt die Naturparkverwaltung eine teils großräumige Grundwasserabsenkung, die zu erheblichen Torfabbau und Trockenfallen vieler Bruchwälder geführt hat.

Vor der Umsetzung von Maßnahmen zur Anhebung des Grundwassers stellt die Naturparkverwaltung jedoch hydrologische Untersuchungen an, um einerseits die Erfolgsaussichten örtlicher Maßnahmen abschätzen zu können und anderseits Konflikte mit angrenzenden Flächennutzungen zu vermeiden.

Von Norbert Stein

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