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Erneuter Kita-Streik nicht ausgeschlossen

Kommunen im Havelland hoffen auf Einigung Erneuter Kita-Streik nicht ausgeschlossen

Dem Havelland könnten schon bald neue Streiks bevorstehen. Am Montag haben Verdi und die Gewerkschaft für Erziehung und Wissen (GEW) im Kita-Tarifstreit mit einer großen Mehrheit von fast 70 Prozent den Schlichterspruch abgelehnt. Kommunen im Havelland befürchten nun eine erneute Streikwelle.

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Mit großer Mehrheit lehnten die Gewerkschaften am Montag den Schlichterspruch ab.

Quelle: Andrea Müller

Havelland. Dem Havelland könnten schon bald neue Streiks bevorstehen. Am Montag haben Verdi und die Gewerkschaft für Erziehung und Wissen (GEW) im Kita-Tarifstreit mit einer großen Mehrheit von fast 70 Prozent den Schlichterspruch abgelehnt, der zwischen 2 und 4,5 Prozent mehr Geld für Erzieher und Sozialarbeiter vorsieht. Die Gewerkschaften wollen eine Lohnerhöhung von 10 Prozent durchsetzten.

Eltern bereitet das natürlich Sorge, denn erneute Streiks in den kommunalen Kindertagesstätten können nicht ausgeschlossen werden. „Bislang hat noch keine Kita ihre Bereitschaft zum Streik angekündigt. Wir verfolgen die Lage aufmerksam und hoffen, dass sich Arbeitgeber und Gewerkschaften doch noch einigen können“, sagte gestern Nauens Stadtsprecherin Sarah Turner gegenüber der MAZ. „Zurzeit erfolgen daher auch noch keine Vorbereitungen auf mögliche Streik-Tage. Sollte es jedoch tatsächlich dazu kommen, sieht sich die Gemeinde gezwungen, alle Einrichtungen komplett zu schließen, da eine Betreuung nicht mehr gewährleistet werden kann.“ Eltern würden rechtzeitig informiert werden. Während der letzten Streikaufrufe habe das gut geklappt, so Turner.

„Ob auch in Falkensee wieder Kitas betroffen sein werden, kann ich noch nicht sagen“, so Falkensees Bürgermeister Heiko Müller. „Es ist ärgerlich, dass es zu keiner Einigung gekommen ist, da es in diesem Jahr schon so viele Störungen im Betreuungsbereich gegeben hat. Das ist vor allem für viele Eltern nicht konfliktfrei.“ Viele Falkenseer hätten schon erhebliche Befürchtungen geäußert. „Natürlich ist es wichtig, dass Erzieher vernünftig bezahlt werden, es muss jedoch ein Mittelweg gefunden werden. Eine Lohnerhöhung bedeutet Einschränkungen in anderen Bereichen und muss sich daher die Waage halten“, so Müller. Einen erneuten Streik könne die Kommune nur begrenzt auffangen. „Eltern müssten sich um eigene Lösungen kümmern, was natürlich eine extreme Belastung darstellt.“

In Ketzin hingegen wird in den kommenden Wochen und Monaten mit keinen weiteren Streiks gerechnet. „Es ist kaum jemand in der Gewerkschaft“, sagte Bürgermeister Bernd Lück gestern. „Am letzten Streik beteiligte sich nur eine Kita in Paretz. Sie hatte allerdings so spät Bescheid gegeben, dass Eltern und Verwaltung vollkommen überrumpelt waren – die Wut der Betroffenen war natürlich groß.“ Ein erneuter Streik würde auch in Ketzin dazu führen, dass viele Eltern eigene Lösungen für die Betreuung ihrer Kinder finden müssten. „Alle Kitas sind voll. Wir können keine Ausweichplätze für solche Fälle anbieten“, so Lück. Der Bürgermeister bleibt jedoch zuversichtlich, dass es gar nicht erst dazu kommt.

Von Laura Sander

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