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Eröffnung der Weinbergschule gefährdet

Rathenow Eröffnung der Weinbergschule gefährdet

Eine alte Abwasserleitung könnte den Plan zur Sanierung von Haus 1 der Rathenower Weinbergschule gefährden. Ende Oktober soll eigentlich alles fertig sein. Weil die Leitung unter dem noch aufzustellenden Treppenturm verläuft und nicht geklärt ist, ob sie überbaut werden kann, gerät dieser Zeitplan in Gefahr.

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Im Innern der Schule gehen die Arbeiten planmäßig voran. Für Verzögerung sorgen könnte die Installation der Außentreppen.

Quelle: Markus Kniebeler

Rathenow. Das Tempo, das die Bauarbeiter bei der Sanierung von Haus 1 der Weinbergschule anschlagen, kann sich sehen lassen. In den acht Monaten seit Baubeginn haben sich die Gewerke vom Obergeschoss bis zum Keller vorgearbeitet. Der gesetzte Fertigstellungstermin Ende Oktober könnte also gehalten werden. Doch das Wort „könnte“ lässt ahnen, dass es zum Ende der bislang ohne große Probleme verlaufenen Arbeiten doch noch einmal eine Komplikation gibt.

Wie so oft liegt die Ursache der Schwierigkeiten im Erdreich. Eine Abwasserleitung bringt den Zeitplan in Gefahr. Die Leitung verläuft nach Auskunft von Rathenows Bauamtsleiter Matthias Remus parallel zur Kopfseite des Gebäudes. Und zwar genau an der Stelle, an der das Fundament für einen der beiden Treppentürme gegossen werden soll. Bei den Grabungsarbeiten sei man auf die Leitung gestoßen, die in keinem Plan eingezeichnet gewesen sei. Nun müsse in Absprache mit dem Wasser- und Abwasserverband geklärt werden, ob man die Leitung überbauen dürfe. Oder ob die Leitung verlegt werden muss. In diesem Fall werde sich die Fertigstellung von Haus 1 auf unbestimmte Zeit verschieben.

Zweiter Fluchtweg im Fall eines Feuers

Eigentlich sollte am Montag mit der Installation der beiden Treppentürme aus Stahl begonnen werden. Diese werden vor die Kopfseiten des Gebäudes gesetzt, um die Schule brandschutztechnisch auf den aktuellen Stand zu bringen. Denn heute ist es Pflicht – im Gegensatz zu den 50er-Jahren, als die Schule gebaut wurde – dass für den Fall eines Feuers zwei Fluchtwege zur Verfügung stehen.

Der Weg nach draußen durch das zentrale Treppenhaus wird künftig durch die beiden Treppentürme ergänzt. Am Ende der Flure des 1. und 2. Obergeschosses werden zu diesem Zweck Türen eingebaut, die auf den jeweiligen Treppenturm führen. Wenn im Notfall der Fluchtweg über das zentrale Treppenhaus abgeschnitten ist, gelangen die Menschen über die außen stehenden Treppentürme in Sicherheit.

Stellt sich die Frage, warum der Schulbetrieb bis zur Lösung des Problems nicht, wie bislang, mit einem Fluchtweg vonstatten gehen kann? „Vor dem Umbau war das möglich, weil das Gebäude Bestandsschutz hatte“, erklärt Remus. Der sei wegen der umfangreichen Sanierungsarbeiten aber erloschen. Die aktuellen Brandschutzbestimmungen seien fortan bindend. Ohne einen funktionierenden zweiten Fluchtweg dürfe der Schulbetrieb nicht aufgenommen werden. Bis zur Lösung des Problems wird im Haus 2 unterrichtet.

Von Markus Kniebeler

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