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Havelland Erschließung der Viskosefläche dauert länger
Lokales Havelland Erschließung der Viskosefläche dauert länger
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09:06 16.03.2018
450 Tonnen Betonbruch, abgefüllt in Big Bags, müssen noch entsorgt werden. Quelle: Bernd Geske
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Premnitz

Für die Revitalisierung der alten Viskosebrache im Industriepark Premnitz hat es zwar Anfang November schon eine große Abschlussfeier mit Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) gegeben, trotzdem sind noch nicht alle Arbeiten abgeschlossen.

Als Ende der dreijährigen Maßnahme war ursprünglich der 31. Dezember 2017 vorgesehen, jetzt soll es drei Monate länger gehen.

„Wir sind gegenüber unserem Zeitplan ins Hintertreffen geraten, weil wir noch zwei wesentliche Entsorgungsfragen klären mussten“, sagt Fritz Meier von der Infrastruktur- und Projektentwicklungsgesellschaft (ipg), die für die Landesentwicklungsgesellschaft i.L. die Revitalisierung erledigt.

Es gehe hier um gefährliche Abfälle, die ordnungsgemäß entsorgt werden müssten. Für die zwei unterschiedlichen größeren Teilmengen mussten Analysen vorgenommen werden, und deren weiterer Verbleib war dann von der Sonderabfallgesellschaft Brandenburg/Berlin zu genehmigen.

Böden der großen Produktionshalle 405 waren zum Teil stark belastet

Zuerst sind da 450 Tonnen Betonbruch, abgefüllt in Big Bags, die von den Fußböden der großen Produktionshalle 405 stammen. Die Böden dort sind zum Teil mit chemischen Stoffen belastet gewesen.

Deshalb wurde eine Schicht von 20 bis 30 Zentimetern abgetragen. Weil der Verbleib dieser Mengen lange nicht entschieden werden konnte, musste die Verlängerung der Maßnahme beantragt werden.

In einem alten Klärbecken auf dem Gelände hatten sich zudem noch rund 600 Tonnen Reste von alten Produktionsabwässern befunden, für die erst kurz vor Weihnachten der Bescheid eintraf, wohin sie gebracht werden dürfen.

Nicht zuletzt waren noch stattliche 3000 Kubikmeter eines Gemisches von Stein, Schlamm und Erdboden zu entsorgen, die von einem Klärbecken übrig blieben, das in einem desolaten Zustand vorgefunden wurde. Auf einer Fläche von zirka 30 mal 70 Metern musste hier alles bis zum Grundwasser ausgebaggert und dann mit frischem Sand aufgefüllt werden.

Das Kostenvolumen von 12,9 Millionen Euro erhöht sich nicht

Auch wenn das Projekt jetzt drei Monate länger läuft, ändert das nichts am gesamten Kostenvolumen von 12,9 Millionen Euro. Bis auf die genannten Restarbeiten ist die Viskosefläche zur Neuansiedlung fertig.

Auf einer Gesamtfläche von sechs Hektar sind alte Fundamente entfernt worden, die danach mit neuem Sand aufgefüllt wurden. Anschlüsse für alle Medien sind vorhanden. Das Bahngleis auf dem Gelände ist erneuert worden.

Wie ein letzter Gruß stehen nur noch die 450 Big Bags sauber aufgestapelt auf der ansonsten frei geräumten Fläche. Geht alles glatt, dann sind sie bis Ende dieses Monats alle verschwunden.

Von Bernd Geske

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