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Kreisreform hat in Rathenow kaum Gegner

Havelland Kreisreform hat in Rathenow kaum Gegner

Für die Volksinitiative „Kreisreform stoppen“ sind in Rathenow (Havelland) bisher erst magere 850 Unterschriften zusammengekommen. Am Mittwoch warb die CDU aus der Kreisstadt deshalb nun noch einmal offensiv dafür, die Initiative zu unterstützen – nach eigenem Bekunden mit Erfolg.

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CDU-Mitglied Corrado Gursch an dem Infostand auf dem Märkischen Platz.
 

Quelle: Joachim Wilisch

Rathenow.  Noch geben die Zahlen keinen Anlass zur Sorge, denn die Volksinitiative „Kreisreform stoppen hat noch viereinhalb Monate, bis 80 000 Unterschriften im Land Brandenburg gesammelt sein müssen. Aber seit dem Start Ende August haben in der Stadt Rathenow erst 850 Leute gegen die Kreisreform unterschrieben.

Noch lange nicht genug

„Das ist ausbaufähig“, sagt Corrado Gursch (CDU). Zusammen mit seinen Parteifreunden Andreas Gensicke und Michael Denzin warb er am Mittwoch auf dem Wochenmarkt auf dem Märkischen Platz in Rathenow für die Initiative und stellte fest: „Viele Leute wollen unterschreiben, sie wussten bis dahin aber gar nicht genau Bescheid.“ So sei es so gut wie unbekannt, dass man auch per Briefwahl an der Abstimmung zur Volksinitiative teilnehmen kann.

Die CDU-Mitglieder füllten am Mittwoch für alle, die das wünschten, einen Antrag aus, mit dem die Unterlagen nach Hause gesendet werden. „Da war der Andrang sogar groß“, sagte Andreas Gensicke. Sollten alle, die einen Antrag gestellt haben, nun auch gegen die Reform stimmen, dann wären es mittlerweile über 1000 Unterschriften. „Das ist aber immer noch nicht genug“, sagte Corrado Gursch.

Für Michael Denzin ist wichtig, dass man die Volksinitiative eng mit der Kreisstadtfrage verknüpft. „Man muss den Leuten klar machen, dass eine erfolgreiche Volksinitiative die beste Möglichkeit ist, Rathenow als Kreisstadt zu halten." Daher arbeiten die Bürgerinitiative zum Erhalt des Kreissitzes Rathenow und die Unterstützer der Volksinitiative auch eng zusammen.

Heinz-Walter Knackmuß (li) , Chef des Fördervereins zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche, beantragt ebenfalls einen Abstimmungssche

Heinz-Walter Knackmuß (li.) , Chef des Fördervereins zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche, beantragt ebenfalls einen Abstimmungsschein für die Briefabstimmung. Rechts der Vorsitzende der Rathenower CDU, Andreas Gensicke.

Quelle: Joachim Wilisch

Ehrenamtliche Bürgermeister haben die Möglichkeit, in ihren Gemeinden Sprechtage abzuhalten, bei denen Unterschriften gesammelt werden. So reist derzeit Guido Quadfasel, Bürgermeister der Gemeinde Havelaue, durch die Ortsteile und nimmt Unterschriften entgegen. „Ortsvorsteher dürfen das leider nicht“, sagte Corrado Gursch, der Dorfchef in Steckelsdorf ist.

Viele wissen nicht, wie es geht

Tatsächlich wissen noch immer viele Leute nicht, wie man an der Abstimmung teilnimmt. Die Listen liegen bis zum 28. Februar 2018 in den Räumen des Bürgerservicebüros der Stadtverwaltung Rathenow, Berliner Straße 15 zu folgenden Öffnungszeiten aus: Montag von 7 bis 15 Uhr, Dienstag und Donnerstag 7 bis 17.30 Uhr, Mittwoch -7 bis 13 Uhr und Freitag 7 bis 12 Uhr. Am 28. Februar 2018 kann man sich noch bis 16 Uhr in die Liste eintragen. Alle können auch einen Eintragungsschein für die Briefwahl beantragen.

Demnächst mehr Werbung

Jörg Rakow, Kreisgeschäftsführer der CDU, der am Mittwoch ebenfalls auf dem Märkischen Platz zugegen war, deutete an, dass man intensiver für die Belange der Volksinitiative und der Bürgerinitiative zum Erhalt der Kreisstadt Rathenow werben werde.

Von Joachim Wilisch

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