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„Ich fühle mich wie Zuhause“

Erste Bewohner im neuen Brieselanger Gemeindepflegezentrum „Ich fühle mich wie Zuhause“

„Ich habe mich bereits angemeldet, als noch kein einziger Stein auf dem anderen stand.“ Ana Kowalewski ist in Brieselang bekannt, wie ein bunter Hund. Seit 50 Jahren wohnt sie in der Gemeinde. Vor zwei Wochen ist sie in das neue Gemeindepflegezentrum im Brieselanger Forstweg eingezogen, das Ende Juni Eröffnung feierte.

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Im Gemeindepflegezentrum leben die Senioren in eigenen Wohnungen und bewahren sich so ihre Eigenständigkeit.

Quelle: Laura Sander

Brieselang. „Ich habe mich bereits angemeldet, als noch kein einziger Stein auf dem anderen stand.“ Ana Kowalewski ist in Brieselang bekannt, wie ein bunter Hund. Seit 50 Jahren wohnt sie in der Gemeinde, hat hier jahrelang als Grundschullehrerin gearbeitet. Vor zwei Wochen ist sie in das neue Gemeindepflegezentrum des Evangelischen Johannesstiftes im Brieselanger Forstweg eingezogen, das Ende Juni Eröffnung feierte.„Ich bin extra ein Jahr in den Johannesstift nach Spandau gezogen, um nach der Eröffnung direkt hier einziehen zu können. Es ist wie nach Hause zu kommen“, so die 86-Jährige.

„Bislang haben wir 28 abgeschlossene Verträge und die meisten Bewohner sind auch schon eingezogen“, so Pflegedienstleiterin Daniela Hahlweg. Die 34-Jährige hat das Projekt von Anfang an begleitet. Jede Tasse, jedes noch so kleine Bild und alle Möbel in den Gemeinschaftsräumen hat sie selbst ausgesucht. „Ich habe viel Herzblut investiert und finde es einfach schön zu sehen, dass sich das Haus endlich mit Leben füllt.“

Auf der gemütlichen Terrasse wird bei gutem Wetter der Morgenkreis abgehalten

Auf der gemütlichen Terrasse wird bei gutem Wetter der Morgenkreis abgehalten.

Quelle: Laura Sander

Entstanden sind helle, modern eingerichtete Gemeinschaftsräume, die Besucher an diesem heißen Vormittag jedoch verwaist vorfinden. Nur eine Betreuerin ist fleißig in der modernen Küche und bereitet das Mittagessen vor „Alle Bewohner können bei der Zubereitung gerne helfen und eigene Rezeptideen einbringen“, so Pflegerin Tina Tomovic. Heute ist es aber so warm, dass es sich eine Gruppe stattdessen auf der großen Terrasse mit Blick in die Natur gemütlich gemacht hat. Lieder werden angestimmt und Geschichten aus längst vergangenen Tagen erzählt. Die älteste Bewohnerin ist mit 99 Jahren die Berlinerin Hildegard Gernandt. „Es ist einfach wunderbar hier. Schon nach so kurzer Zeit sind wir zu einer guten Gemeinschaft geworden – es wird viel gelacht“, so Gernandt, deren Sohn ebenfalls in Brieselang Zuhause ist. „Es gibt keine festen Besuchszeiten, die Angehörigen können ihre Verwandten jederzeit sehen. Die Senioren wohnen zur Miete und bestimmen selbst, wann sie Besuch empfangen möchten.“

Dass sich das Haus laut Pflegedienstleiterin Hahlweg derzeit noch in der Eingewöhnungsphase befindet, fällt auf den ersten Blick nicht auf. Das Team wirkt eingespielt und vertraut mit den Bewohnern. Die Senioren fühlen sich sichtlich wohl. „Wir versuchen alle Wünsche zu erfüllen. Die Zimmer richten sich unsere Bewohner nach ihrem Geschmack ein. Eine Dame ist sogar mit ihrer Katze eingezogen, das ist gar kein Problem“, so Daniela Hahlweg. Die meisten Bewohner kommen aus Brieselang und Umgebung, einige aus Nauen und Berlin. Ein Ehepaar wurde von seinen Kindern aus Ostfriesland geholt. Es sind meist die Angehörigen der Bewohner die sich zuerst melden und ein Beratungsgespräch mit der Pflegedienstleiterin vereinbaren. „Ich zeige Ihnen dann die Zimmer und stelle Ihnen unser Konzept vor.“

Neue Wohnform

Das Gemeindepflegezentrum des Evangelischen Johannesstiftes hat insgesamt 48 Plätze für Senioren mit unterschiedlichen Pflegestufen.

Es gibt vier ambulant betreute Wohn-Pflege-Gemeinschaften für je zwölf Bewohner. Der Zugang ist komplett barrierefrei.

Der Johannesstift hat rund 4,2 Millionen Euro in den Neubau investiert.

Am 24. Juni feierte das Gemeindepflegezentrum im Brieselanger Forstweg Eröffnung.

Im Gemeindepflegezentrum wohnen die Senioren in eigenen kleinen Wohnungen. „Die Bewohner sollen so lange, wie möglich ihre Eigenständigkeit bewahren. Beim gemeinsamen Essen oder anderen Aktivitäten können sie Kontakt zu anderen Bewohnern suchen, müssen es aber auch nicht.“ Derzeit gibt es insgesamt 28 Mitarbeiter, darunter Pflegekräfte und Betreuungsassistenten, die den Bewohnern bei täglichen Aufgaben helfen, mit ihnen einkaufen gehen oder sie medizinisch versorgen.

Vor Beratungsgesprächen und Neuanmeldungen kann sich die 37-jährige Pflegedienstleiterin kaum retten. „Das Telefon klingelt eigentlich durchgehend und das obwohl wir noch nicht einmal unseren Flyer fertig haben. Die Nachfrage ist riesig und wenn das so weitergeht, sind bald auch noch die restlichen 20 freien Plätze belegt“, strahlt Daniela Hahlweg.

Von Laura Sander

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