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Erste Flüchtlinge kommen in Kürze

Notunterkunft entsteht in der Herberge „Zum Brieselang“ Erste Flüchtlinge kommen in Kürze

Rund 80 Flüchtlinge werden kurzfristig in der Herberge „Zum Brieselang“ untergebracht, die für mindestens ein Jahr als Notunterkunft dienen soll. Bevor es soweit ist, erhielten die Anwohner rund um die Brieselanger Straße Am Wald Gelegenheit, sich die Anlage anzuschauen.

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Die Anwohner konnten einen Blick in die Bungalows werfen.

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Brieselang. Der Andrang war groß. Rund 100 Anwohner rund um die Straße Am Wald in Brieselang wollten am Dienstag bei einer Informationsveranstaltung wissen, wie aus der Herberge „Zum Brieselang“ eine Notunterkunft für Flüchtlinge werden soll und was auf dem Gelände passieren wird. Der Landkreis Havelland hatte unlängst beschlossen, dass das Objekt in der Straße Am Wald eine von fünf weiteren Notunterkünften werden soll. In Vorbereitung darauf ist dort bereits ein Kochcontainer aufgestellt und sind Waschmaschinen installiert worden.

„Hier sollen rund 80 Menschen untergebracht werden“, verkündete Sven Leist, Geschäftsführer der Awo Betreuungsdienste gGmbH. Die Arbeiterwohlfahrt wird die Unterkunft betreiben, hat dazu einen Vertrag mit dem Landkreis Havelland geschlossen. Zur Verfügung stehen mehr oder weniger komfortable Wohneinheiten in Holzbungalows. In einigen sind vier Betten, in anderen acht. Noch bis vor wenigen Tagen war die Anlage, die ein beliebtes Ziel für Kindergruppen ist, belegt, sagte Eigentümer Jörg Reinsperger.

Laut Leist könnten die ersten Flüchtlinge schon am Donnerstag oder Freitag kommen. Voraussetzung wäre aber, dass dort Menschen einziehen, die nicht direkt aus Eisenhüttenstadt kommen. „Wir haben mehrere Familien in der Notunterkunft im Hasenweg in Rathenow, die hier einziehen könnten. In Brieselang hätten vor allem die Kinder bessere Bedingungen als in Rathenow“, sagte Sven Leist. Allerdings erfolge die Belegung des Objekts nicht durch die Awo, „doch die Wahrscheinlichkeit, dass Familien hierher kommen, ist recht groß“, so der Geschäftsführer.

Vor Ort wird es einen Heimleiter geben und einen Sozialarbeiter, der auch die Notunterkunft mit 24 Plätzen in Zeestow mitbetreut. Rund um die Uhr ist dort zudem Wachschutz im Einsatz. Leist geht davon aus, dass die Notunterkunft angesichts des Platzbedarfes mindestens ein Jahr bestehen bleibt, unter Umständen auch länger.

Ob die neuen Bewohner dort auch längere Zeit bleiben oder mit ständigen Wechseln zu rechnen sei, wollte ein Mann wissen. Dies sei abhängig von der Länge des Asylverfahrens, antwortete Sven Leist. „Bei Leuten aus Syrien geht es schneller.“ Die würden das Gelände auch eher wieder verlassen. Bei anderen dauert es mehrere Monate.

Wenn es beispielsweise Probleme mit zu viel Lärm gibt, würden der Heimleiter und der Sozialarbeiter als Ansprechpartner dienen, die wochentags von 8 bis 16 Uhr vor Ort sind, so Leist. Ein anderer Anwohner wollte wissen, was ist, wenn es außerhalb des Geländes zu Konflikten kommt. „Wir bieten an, in solchen Fällen moderierend einzuwirken“, so Leist. Aber letztlich seien die Asylbewerber erwachsene Menschen, die sich frei bewegen können. Eine Frau fragte: „Werden irgendwelche Dinge benötigt?“ Dazu meinte Leist, dass man erst einmal abwarten wolle, bis die Asylbewerber eingetroffen sind, um dann den Bedarf ermitteln zu können.

Von Andreas Kaatz

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