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Erste-Hilfe-Kurse: So wird Bello gerettet

Rathenow Erste-Hilfe-Kurse: So wird Bello gerettet

Wie man den besten Freund des Menschen fachgerecht reanimiert, das zeigt Ausbilder Enrico Parey im Lehrgang Erste Hilfe am Hund. Er ist seit sieben Jahren beruflich als Rettungssanitäter tätig und hat sich extra für das Hundethema qualifiziert. Der Ortsverband Rathenow des Arbeiter-Samariter-Bundes bietet seit diesem Jahr die Lehrgänge für Hundehalter an.

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Wer es beherrscht, kann im Notfall auch beim Hund eine Herzdruckmassage machen. Lehrgangsleiter Enrico Parey mit Tieren zum Üben.

Quelle: Bernd Geske

Rathenow. Wenn ein Hund nicht mehr atmet, dann ist er halt tot. Wer sich in bestimmten Situationen mit dieser alten Weisheit nicht abfinden will, wenn es den besten Freund des Menschen betrifft, der kann sich in lebensrettenden Maßnahmen für Hunde ausbilden lassen. Der Ortsverband Rathenow des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) bietet seit diesem Jahr Lehrgänge für Erste Hilfe am Hund an. Vom Pfotenverband wird bis zur Reanimation das Wichtigste vermittelt.

Lehrgangsleiter Enrico Parey aus Göttlin ist so sehr vom Fach, wie man es nur sein kann. Beruflich ist er seit 2010 als Sanitäter in Rettungswagen im Einsatz – für Menschen selbstverständlich. Nebenberuflich leitet er für den ASB Rathenow schon seit Jahren Erste-Hilfe-Lehrgänge für Führerscheinbewerber und betriebliche Ersthelfer. Er verfügt über die Qualifikation zur Leitung von Lehrgängen für Erste Hilde am Kind und hat nicht zuletzt die Berechtigung erworben, um Lehrgänge für Erste Hilfe am Hund anbieten zu können.

Im März hat er den ersten Kurs dieser Art mit sechs Hundehaltern durchgeführt. Am 18. November wird es wieder soweit sein. Ein paar Plätze sind noch frei, mehr als zehn Teilnehmer sollen es allerdings nicht werden.

ASB-Ortsverband hat extra den Reanimationshund „Caspar“ gekauft

„Ich habe schon länger die Vorstellung gehabt, solche Lehrgänge zu machen“, erklärt Enrico Parey seine Motivation. Er liebe Hunde und finde die Erste Hilfe für sie interessant. Einfach so nach Schnauze einen Lehrgang aus dem Ärmel schütteln, da er ja in der Ersten Hilfe zweifellos ein Fachmann ist, so einfach ging das aber nicht. Um die Zulassung für Hunde zu erhalten, hat er extra an einem Zwei-Tages-Lehrgang des ASB-Bundesverbandes in Leipzig teilgenommen.

Der ASB-Ortsverband hat für ihn dann noch den Reanimationshund „Caspar“ angeschafft. Der hat zwar kein Fell und ist aus Kunststoff, an ihm lässt sich aber sehr gut die Wiederbelebung üben. Der Fachmann wird ihm dazu den Fang (die Schnauze) mit einem Spezialgriff derart zuhalten, dass er dem Tier trotzdem noch durch die Hundenase seinen Atem einblasen kann.

Eine Herzdruckmassage gehört hier natürlich auch dazu. Für Pfotenverbände hat der Ortsverband zudem noch den schönen Stoffhund „Sami“ (Abkürzung für Samariter) gekauft, der auf den ersten Blick auch als echter Hund durchgeht und nebenberuflich das Maskottchen der ASB-Kindergruppe ist.

Kurs: Erste Hilfe am Hund

Der Kurs Erste Hilfe am Hund findet statt am Sonnabend, dem 18. November, in der Wohnstätte ASB-Ortsverbandes am Körgraben 11 in Rathenow.

Er beginnt um 10 Uhr und ist geplant bis 14 Uhr.

Alle Teilnehmer erhalten am Ende des Kurses ein Zertifikat und ein Ausbildungsbuch über die behandelten Themen.

Anmeldungen sind zu richten an den ASB-Ortsverband unter Telefon 03385/ 51 67 78.

Die Anzahl der Teilnehmer ist auf zehn Personen begrenzt. Der Kurs kostet für Nichtmitglieder des ASB 30 Euro.

Es ist nicht vorgesehen, dass die Kursteilnehmer ihre eigenen Hunde mitbringen. Nicht gesichert wäre, dass die Tiere sich die ganze Zeit gut miteinander vertragen.

Zum Üben stehen drei Hundenachbildungen zur Verfügung. Die wichtigste Puppe davon ist der Reanimationshund namens „Caspar“.

Als vermutlich häufigste Fälle für Erste Hilfe am Hund nennt Enrico Verletzungen durch Unfälle, wohl meist im Straßenverkehr. Das Tier könnte sich auch etwas eingetreten oder eingeklemmt haben. Hunde von Jägern sollen öfter mal Verletzungen haben. In der warmen Jahreszeit könnten die Tiere auch einen Hitzschlag erleiden. Denkbar würden auch Vergiftungen sein. Beim ersten Lehrgang im März habe er von den Teilnehmern gerade dazu viele Fragen bekommen, so Enrico Parey.

Selbst besitzt er keinen Hund. Er sei zwar mit Hunden aufgewachsen, berichtet er. Aber jetzt als Rettungssanitäter im Schichtdienst hätte er für einen Vierbeiner zu wenig Zeit. Man merkt: Er kennt sich aus.

Von Bernd Geske

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