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Erste Runde im Bürgermeisterwahlkampf

Nauen Erste Runde im Bürgermeisterwahlkampf

Auf Einladung des Seniorenrates Nauen stellten sich die drei Bürgermeisterkandidaten Eckart Johlige (CDU), Oliver Kratzsch (SPD) und Manuel Meger (LWN) den Fragen der älteren Einwohner. Es ging unter anderem um Mobilität, ärztliche Versorgung und Wohnen im Alter. Gewählt wird am 24. September.

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Eingeladen vom Nauener Seniorenbeirat um dessen Vorsitzende Ute Krüger (l.): die drei Bürgermeisterkandidaten Eckart Johlige (2.v.l.) von der CDU, Manuel Meger von der LWN und Oliver Kratzsch (2.v.r.) von der SPD.

Quelle: Andreas Kaatz

Nauen. Auf den Tag genau vier Monate vor der Bürgermeisterwahl trafen die bisherigen drei Kandidaten für dieses Amt in gemeinsamer Runde aufeinander. Eingeladen hatte der Nauener Seniorenrat. Er wollte wissen, welche Politik Eckart Johlige (CDU), Oliver Kratzsch (SPD) und Manuel Meger (LWN) in der Kernstadt und in den Ortsteilen für die älteren Menschen machen wollen – wenn sie im Herbst gewählt werden sollten.

Das Interesse bei den älteren Nauenern an der Veranstaltung hielt sich allerdings in Grenzen. Nur rund 20 von ihnen wollten am Mittwochnachmittag in der Gaststätte „Am Ritterfeld“ hören, was die drei zu sagen haben. Ein Thema war die Mobilität, die gerade in einer Flächenstadt wie Nauen besondere Bedeutung hat. „Der Rufbus gewährt die Mobilität für die Menschen in den Ortsteilen, hat jährlich um die 1000 Fahrgäste“, sagte Kratzsch. Er verwies zudem darauf, dass auch darüber hinaus in der Vergangenheit schon viel für die Senioren getan wurde. Das konnte auch Meger bestätigen, nannte als ein Beispiel das mobile Bürgerservicebüro oder den Einkaufsbegleitservice. Seiner Ansicht nach müsse aber das bestehende Angebot an Rufbus und Fahrdiensten noch deutlich ausgebaut werden. Ebenso wie die anderen beiden sieht auch Johlige eine gute Mobilität als Voraussetzung dafür, „dass die Menschen so lange wie möglich in ihrer Umgebung wohnen bleiben können“.

Damit das gewährleistet ist, muss nicht zuletzt die medizinische Versorgung stimmen. So weiß etwa Seniorenratsvorsitzende Ute Krüger, dass viele Senioren aus den Ortsteilen Probleme haben, zum Facharzt zu gelangen. Kratzsch nannte als Ziel eine gute wohnortnahe Versorgung mit Allgemein- und Fachärzten. Ein positives Beispiel seien die Praxen in Wachow und Groß Behnitz. Nachholebedarf diesbezüglich sehen Meger und Johlige vor allem in den Ortsteilen. „In der Kernstadt mit der Klinik ist die Versorgung hingegen recht gut. Das Schwester-Agnes-Projekt ist eine gute Idee“, so der CDU-Politiker. Meger kritisierte, dass die in der Sozialraumanalyse vorgesehene medizinische Absicherung nicht überall klappt, so etwa im Bereich der B 5-Gemeinden.

„Wir müssen in der Altstadt, damit sie belebt ist, wieder einen Wochenmarkt haben“, forderte Meger zudem und will sich als Bürgermeister dafür einsetzen. Kratzsch versprach, dass die Senioren bei der künftigen Entwicklung in Nauen permanent mit eingebunden werden sollen, beispielsweise beim Thema „Wohnen im Alter“. Über B-Pläne könne Einfluss darauf genommen werden, dass altengerechter und bezahlbarer Wohnraum entsteht. Und als die Diskussion auf Ordnung und Sicherheit kam, meinte Eckart Johlige: „Das Ordnungsamt ist unterbesetzt. Dies ist für eine Stadt wie Nauen nicht angemessen.“ Er will sich des Weiteren dafür einsetzen, dass das Theater der Freundschaft wieder öffnet.

Nicht jeder Besucher war am Ende zufrieden , denn in vielem ähnelten sich die Aussagen des Trios. „Sagen Sie uns, warum ich Sie wählen soll?“, fragte kurz vor Schluss eine Frau. Ein Zeichen dafür, dass sich Johlige, Kratzsch und Meger in den nächsten Wochen noch mehr ins Zeug legen müssen, wenn sie die älteren Wähler – und nicht nur die – von sich überzeugen wollen.

Von Andreas Kaatz

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