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Erste Traglufthalle bezugsfertig

Brieselanger besichtigten künftige Notunterkunft Erste Traglufthalle bezugsfertig

Die erste von insgesamt drei Traglufthallen, die der Landkreis als Notunterkunft für Flüchtlinge angemietet hat, ist bezugsfertig. Am Dienstagnachmittag konnten die Brieselanger Anwohner sich anschauen, wie die Asylsuchenden untergebracht sein werden. Wann die ersten kommen, ist noch unklar.

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Viele der persönlich eingeladenen Anwohner wollten die Halle am Dienstag besichtigen.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Brieselang. Es hat länger gedauert, als ursprünglich geplant: Nun aber ist die erste der drei Traglufthallen, die der Landkreis als Notunterkunft für Flüchtlinge angemietet hat, bezugsfertig. Rund 300 Asylsuchende haben unter der lichtdurchlässigen Kuppel maximal Platz. Am Dienstagnachmittag konnten hunderte Brieselanger, die in dem Bereich um den Standort in der Lange Straße leben, in zwei Durchgängen die Halle in Augenschein nehmen.

„Dafür, dass es sich um eine Notunterkunft handelt, ist es schon ein ordentlicher Standard. Anders als beim Agon in Falkensee haben die Bewohner hier ein Mindestmaß an Privatsphäre“, sagte Vize-Landrat Roger Lewandowski (CDU). Die künftigen Bewohner werden vorrangig in Sechs-Bett-Zimmern untergebracht sein. Zudem gibt es einige Zwei-Bett-Container – etwa für Mütter mit Kindern. Jeder bekommt einen abschließbaren Spind. Eine Spielecke ist ebenso vorhanden wie der Essensbereich mit 150 Plätzen. Und außer den Sanitärcontainern sind auch welche für Waschmaschinen vorhanden. Die Geräte müssen aber erst noch geliefert werden. Ein wenig Zeit ist dafür noch, denn wann die ersten Flüchtlinge kommen, kann Lewandowski bisher nicht sagen. „Wir haben noch keine Zuweisung.“

Eine Anwohnerin bezeichnete die Unterkunftsbedingungen indes als menschenunwürdig, ein anderer machte darauf aufmerksam, dass geregelt sein müsse, dass die Asylsuchenden mittels Shuttle zum Bahnhof oder zu Einkaufsmärkten gelangen. Denn der Bürgerbus reiche nicht aus. Dass er den Standort nach wie vor für ungeeignet hält, machte Heiko Dünkel vom Anwohnerkreis Traglufthalle deutlich: „Der Landkreis hat gegen seine eigenen Auswahlkriterien verstoßen.“ Er kritisierte die Informationspolitik des Kreises in der Vergangenheit und meinte: „Wir wissen noch nicht, was auf uns zukommt.“ „Das Leben wird sich für uns ändern“, fügte Andreas Müller hinzu, der nahe der Halle wohnt. Auch er hält den Standort für völlig ungeeignet, denkt aber, dass der Anwohnerkreis durch Gespräche mit Landkreis oder dem Betreiber Johanniter auch Ängste nehmen kann.

Demnächst sollen die Außenanlagen hergestellt werden. Und wie Bürgermeister Wilhelm Garn (CDU) sagte, würden in Kürze die alten Beleuchtungsmasten in der Straße provisorisch mit Lampen versehen.

Als nächstes soll die Traglufthalle in Nauen fertiggestellt werden, wie Raphael Hock von der Firma Paranet sagt. In zwei bis drei Wochen werde sie bezugsfertig sein. Für die Halle in Falkensee werden am 19. Februar die restlichen Container geliefert und dann auch dort die Hülle aufgestellt. Bis zur Endabnahme dauere es danach bis zu drei Wochen.

Von Andreas Kaatz

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