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Havelland Erste barrierefreie Haltestelle
Lokales Havelland Erste barrierefreie Haltestelle
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07:20 14.07.2016
Die Musterhaltestelle Kastanienweg in der Ludwig-Jahn-Straße (v.l.): Andreas Ernst, Marion Grigoleit, Detlef Fleischmann und Veronika Meyer vom Fachbereich Bau. Quelle: Norbert Faltin
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Nauen

Wenn im Havelland künftig Haltestellen neu gebaut oder alte ersetzt werden, dann sollen sie nur noch barrierefrei sein. Im Zuge des Demografieprojektes wurde am Mittwoch in der Ludwig-Jahn-Straße die erste barrierefreie Musterhaltestelle eingeweiht. Die Kosten belaufen sich auf rund 22 000 Euro. Für diesen Preis bietet die Haltestelle künftig vieles, was dem Busreisenden das Warten bei Wind und Wetter erträglicher macht.

7500 Euro aus dem Demografiefonds

„Im Vordergrund steht die Barrierefreiheit und damit die Mobilität der Menschen mit Behinderung. Das Konzept wurde als Gemeinschaftsprojekt von Kommune, Verkehrsunternehmen und Landkreis unter Einbeziehung des Seniorenrates entwickelt“, erläuterte Kreisdezernent Andreas Ernst (SPD). Nauens Kämmerin Marion Grigoleit fügte hinzu: „Von den Gesamtkosten werden aus dem Demografiefonds 7500 Euro bestritten. Aus der landkreislichen Förderung des ÖPNV stammen 5000 Euro und die restlichen knapp 10 000 Euro kommen von der Stadt.“ Der Kreis gebe nur noch dann Zuschüsse, wenn Haltestellen barrierefrei umgebaut werden.

Die neue Haltestelle ist komfortabel ausgestattet mit Beleuchtung, solider Überdachung, Sitzgelegenheit sowie einer Stellmöglichkeit für einen Rollstuhl oder Rollator. Die Seitenwände sind durchsichtig und fördern dadurch das Sicherheitsempfinden. Ein Abfallbehälter – leider bereits mit Graffiti beschmiert – gehört ebenso zur Ausstattung wie ein gut lesbarer und verständlicher Fahrplan. Dazu gibt’s abgesenkte Bürgersteigkanten in der Nähe. Die Wartefläche ist zudem rutschfest und verfügt über Leitelemente für Behinderte.

Kompletter Austausch der Haltestellen „utopisch“

Der Lenkungsausschuss des Demografieprojektes hatte 2015 der Errichtung einer solchen Musterhaltestelle zugestimmt. Zwar hat sie keine Umstiegsfunktion, dafür aber regionale Bedeutung. Bürgermeister Detlef Fleischmann (SPD) sagte: „Diese Haltestelle wird hier im Wohngebiet von sehr vielen Bewohnern genutzt. Die Zahl der Fahrgäste übertrifft oft die Einwohnerzahl eines ganzen Dorfes.“ Der Bürgermeister hält es aber „für utopisch, bei der Vielzahl an Haltestellen in Nauen langfristig an einen kompletten Austausch aller Haltestellen zu denken“.

Ursprünglich war die Musterhaltestelle an der Landstraße in Tietzow geplant. Das Landesamt für Bauen und Verkehr (LBV) hatte aber von der Stadt Nauen die Kostenübernahme für die Entwässerung der Haltestelle verlangt, was die Stadt aber ablehnte.

Von Norbert Faltin

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