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Havelland Erster Brandenburger Optik-Tag
Lokales Havelland Erster Brandenburger Optik-Tag
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02:16 13.07.2017
Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber schaut durch ein frisch produziertes Brillenglas, das in Rathenow hergestellt wurde. Quelle: Christin Schmidt
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Rathenow

Seit 1801 werden in Rathenow Brillengläser gefertigt. Die havelländische Kreisstadt gilt als Wiege der optischen Industrie. Grund genug also den ersten Brandenburger Optik-Tag nach Rathenow zu verlegen. Die Wirtschaftsförderung Land Brandenburg GmbH (WFBB) hatte dazu am Montag Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft eingeladen.

Praktische Einblicke in ihre Arbeit gewährten drei Rathenower Unternehmen der Optikbranche, die ihre Türen öffneten und ihre Kompetenzen vorstellten. „Im Mittelpunkt des Brandenburger Optik-Tages steht der Wissens- und Technologietransfer“, betonte Doktor Anne Techen, stellvertretende Clustermanagerin für das Cluster Optik und Photonik bei der WFBB. Sie hatte mit ihrem Team die Veranstaltung organisiert und ließ sich am Vormittag zunächst mit 20 Teilnehmern durch die Rathenower Optik GmbH, ein Tochterunternehmen der Fielmann AG, führen.

Rathenower Optik GmbH - Von 60 auf 1000 Mitarbeiter

Neben Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) nutzten auch Rathenows Bürgermeister Ronald Seeger (CDU), Wirtschaftsamtsleiter Alexander Goldmann sowie Vertreter der Technischen Hochschule Brandenburg (THB), der Augenoptiker- und Optometristen-Innung des Landes (AOI) und verschiedene Unternehmer den Optik-Tag zu einem Besuch in Rathenows größter Produktionsstätte.

Seit 1994 ist die Fielmann AG hier vertreten. Mit 60 Mitarbeitern und dem Versprechen des damaligen Ministerpräsidenten Manfred Stolpe, dass ein Autobahnanschluss kommt, startete das Unternehmen. Inzwischen arbeiten für die Rathenower Optik GmbH knapp 1000 Menschen. Der Autobahnzubringer fehlten allerdings noch immer.

Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber lässt sich von einer Mitarbeiterin erklären, wie die Gläser in die Fassung kommen. Quelle: Christin Schmidt

Was inzwischen auch fehlt, sind qualifizierte Mitarbeiter, wie Michael Ferley, Geschäftsführer des Rathenower Produktionsbetriebs, erklärte. „Es wird immer schwieriger geeignetes Personal zu finden, das gilt auch für den Ausbildungsbereich“, betonte Ferley und verwies auf die sieben Berufe, die in Rathenow ausgebildet werden. Natürlich begrüßt er die Gründung des dualen Studiengangs „Augenoptik, optische Gerätetechnik“ und hofft, dass später auch sein Unternehmen davon profitiert.

Drei Rathenower Unternehmen öffnen ihre Türen

Die Sorge um qualifiziertes Personal treibt Tilo Happich weniger um. Als Geschäftsführer der Askania Mikroskop Technik Rathenow GmbH ist er derzeit für ein überschaubares Team von acht Mitarbeitern verantwortlich. Ihn interessiert besonders der technologische Fortschritt. Die Möglichkeit, die Rathenower Optik GmbH zu besuchen, Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft kennenzulernen und mit ihnen ins Gespräch zu bekommen, begrüßte der gebürtige Potsdamer.

Er öffnete am Montagnachmittag sein Unternehmen für die Delegation, genau wie Mathias Schröder, Geschäftsführer der Mechanisch-Optischen Metallverarbeitungs GmbH (kurz Mom). „Für mich ist die Logistik von besonderem Interesse“, sagte Schröder während die Gruppe sich von Michael Ferley durch die verschiedenen Produktionshallen führen ließ.

Mit einem Besuch bei AOI endete der erste Brandenburger Optik-Tag am späten Nachmittag. Deutlich wurde dabei in jedem Fall, dass das Interesse der Teilnehmer an einem Austausch zwischen Wirtschaft und Wissenschaft groß ist. Schon jetzt sind erste gemeinsame Projekt zwischen der THB und Unternehmen aus der Region in Planung.

Rathenows Bürgermeister Ronald Seeger (CDU, r.) im Gespräch mit Tilo Happich, der Askania Mikroskop Technik Rathenow GmbH. Quelle: Christin Schmidt

Von Christin Schmidt

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